tests/24-09-10_manunta
 

Mununta Classic Integrated Amplifier by M2Tech

10.09.2024 // Carsten Bussler

Was mir tatsächlich auf Anhieb sehr gut gefallen hat, ist das äußere, schlichte und klassische (sic!) Erscheinungsbild dieses Vollverstärkers, die Proportionen erinnerten mich an typische Geräte der 1980er-Jahre. Alles wie früher: Auspacken, aufstellen, anschließen und dank der Simplizität im besten Sinne leuchten einem alle Funktionen sofort ein. Jede marktschreierische Optik fehlt, der Classic Integrated Amplifier kommt ohne jedes Bling Bling aus und will nicht mehr sein, als er ist und was er soll, nämlich einfach nur als Zentrale einer HiFi-Anlage fungieren. Die schwarze Front des stabilen und sauber gefertigten Geräts ist optisch symmetrisch aufgebaut. Links sitzt der große runde Drehknopf für den Eingang, der die Wahl zwischen einem symmetrischen Line-Eingang sowie vier weiteren Hochpegel-RCA-Eingängen erlaubt, von denen einer mittels eines kleinen Kippschalters auf der Gehäuserückseite zum Phono-Eingang mutiert, und zwar sowohl für MM- als auch für MC-Tonabnehmer. Auf der rechten Seite der Front sitzt der genauso große Lautstärkeregler; in der Mitte befinden sich die weiteren Bedienelemente für das Stummschalten, den Standby-Betrieb sowie der Ein-Aus-Schalter. Kleine LEDs zeigen die Betriebszustände an und schließlich gibt es noch eine Klinkenbuchse für Kopfhörer.

Die Systemfernbedienung von M2Tech deckt alle Funktionen des Verstärkers ab. Fürderhin bleiben einige Knöpfe ohne Funktion für den Verstärker
Die Systemfernbedienung von M2Tech deckt alle Funktionen des Verstärkers ab. Fürderhin bleiben einige Knöpfe ohne Funktion für den Verstärker

Auf der Rückseite befindet sich außer den Buchsen für die vorgenannten Eingänge und den Lautsprecherausgängen (für Bananas, Kabelschuhe oder blanke Litzen) noch einen „Pre Out“ Cinch-Ausgang, sollte jemand das Gerät lediglich als Vorverstärker nutzen oder zum Beispiel parallel einen aktiven Subwoofer ansteuern wollen. Das ausschaltbare Control Interface dient der Kommunikation mit Smartphones und über die beiden 3,5 Millimeter Trigger-Buchsen können andere Geräte der HiFi-Anlage für systemisches Ein-/Ausschalten verbunden werden.

Auch die aufgeräumte und vernünftig beschriftete Rückseite ist wie alles an diesem Verstärker selbsterklärend
Auch die aufgeräumte und vernünftig beschriftete Rückseite ist wie alles an diesem Verstärker selbsterklärend

Der technische Aufbau im Inneren offenbart modernste Technik. Auf der linken Seite sitzt der direkt auf das Bodenblech montierte feiste Ringkerntrafo. Um diesen drumherum gebaut gibt es eine einzige riesige Platine, die sich über die gesamte Gehäusefläche erstreckt und die alle Bauteile beherbergt. Sowohl die Hochpegel- als auch die Phonoschaltung sind diskret mit SMD-Bauteilen aufgebaut, ICs werden lediglich für die Gerätesteuerung verwendet. Die Platine ist blitzsauber gefertigt und sehr schön übersichtlich: Alle Schaltkreise sind durch optische Trennlinien voneinander abgegrenzt und die Funktionen der einzelnen Baugruppen jeweils beschriftet, das sieht man in dieser Form nicht oft. Für die Lautstärkeregelung kommt ein motorisiertes blaues ALPS-Poti zum Einsatz. Die Class A/B Schaltung liefert 100 Watt an vier Ohm und 60 Watt an acht Ohm Dauerleistung, was im Grunde für alle Lebenslagen ausreichen sollte, zumal für kurzfristige Lastspitzen ungefähr die zweieinhalbfache Leistung geliefert werden kann. Technischerseits ist also alles eitel Sonnenschein und entsprechend ich war sehr gespannt auf die ersten Hörsessions. Als Zuspieler diente mir mein Pro-Ject Debut PRO, den ich via Pro-Ject Phono Box S2 Ultra und Pro-Ject Accu Box S2 an einen Cinch-Hochpegeleingang klemmte. Diese Kette ist mir wohlbekannt und ich wollte der an Bord des M2Tech-Verstärkers befindlichen Phonolösung erst später gesondert auf den Zahn fühlen.

Die qualitativ hochanständigen, vergoldeten Cinch-Buchsen könnten für meinen Geschmack ein klein wenig weiter auseinanderliegen. Für allzu fette Stecker könnte es zwischen linkem und rechtem Kanal jeweils etwas eng werden, aber mit meinen normal dimensionierten Steckern gab es keine Probleme
Die qualitativ hochanständigen, vergoldeten Cinch-Buchsen könnten für meinen Geschmack ein klein wenig weiter auseinanderliegen. Für allzu fette Stecker könnte es zwischen linkem und rechtem Kanal jeweils etwas eng werden, aber mit meinen normal dimensionierten Steckern gab es keine Probleme


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