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XACT PhantomTM USB und LAN

04.04.2025 // Dirk Sommer

Bei „Maylinye“ von Album Codona 2 fasziniert nicht nur die Tiefe des Raumes, aus der die Pauken erklingen, sondern auch die Ausdehnung des Aufnahmeortes in der Höhe, die besonders bei Don Cherrys Solo auf der Pocket Trumpet erlebbar wird. Dazu kommt die Fülle der Klangfarben und die feine Durchzeichnung: einfach schön! Beim Scrollen durch die Cover entdecke ich die wohl seit dem Rippen nicht mehr gehörte Doppel-CD der Drums Of Jiangzhou Live Performance: Die lange Interaktion der Trommeln mit dem Saal, aus dem man zu Anfang auch einige Geräusche des Publikums vernimmt, macht deutlich, für wieviel Ruhe im Klangbild das Phantom™ USB sorgt: Andernfalls würde das Verklingen der Schläge schneller selbst im geringsten Rauschen untergehen. Hier aber bleiben die vom Pegel her eher winzigen Rauminformationen erhalten, so dass man der Illusion erliegt, sich mit den Musikern, ihren Instrumenten und dem Publikum in einem sehr großen Saal zu befinden. Bevor ich zu einem Vergleich komme, um meine ungemein positiven Eindrücke zu präzisieren, starte ich den ersten Satz von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15: Der Raum in dem das Duisburger Philharmonische Orchester agiert, wirkt in allen Dimensionen noch minimal weiter ausgedehnt, als ich es von meiner etatmäßigen Kette in Erinnerung habe. Egal, welche neue Komponente dafür letztendlich verantwortlich ist, das USB-Kabel muss für diese Verbesserung ja durchlässig sein – und das ist es.

Marcin Ostapowicz hält den MFP8 IE GOLD von Telegaertner Japan für den weltbesten RJ45-Stecker
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Aufschlüsse über Dynamik, Bassverhalten, Raumillusion und Feinzeichnung gibt recht schnell und zuverlässig „Raijin“ von Arild Andersens Album Mira, das vor allem vom Dialog zwischen Flöte und Trommeln lebt. Ein leichtes Störgeräusch eines elektronischen Effekts dürfte dem Aufnahme- oder Mastering-Ingenieur entgangen sein, was aber nur in Ketten mit hoher Auflösung zu entdecken ist. Mit dem Phantom™ USB im Signalweg ist das Geräusch, wie zu erwarten, natürlich sofort wahrzunehmen. Aber die Wucht der Pauken, der große imaginäre Raum, die Anblasgeräusche der Flöte und die rhythmische Intensität des Stücks lenken schnell von der Konzentration auf den kleinen Fehler ab. Doch auch wenn das Stück für jede Menge Hörgenuss sorgt, sollte ich versuchen, ob mit meinem üblichen USB-Kabel nicht noch ein wenig mehr geht – auch wenn der direkte Vergleich nicht fair ist, da das Goebel High End Lacorde Statement USB inzwischen mit 6.000 Euro in der Preisliste seht. Für den doppelten Preis des Phantom™ wird man mit einem noch minimal größeren imaginären Raum und einem Hauch mehr Dynamik verwöhnt. Ob dieser klangliche Zugewinn den höheren Preis rechtfertigt, muss jeder nach seinen Ansprüchen und entsprechend der Qualitäten der übrigen Kette für sich entscheiden. Ohne direkten Vergleich mit dem Göbel Lacorde lässt das vergleichsweise verbraucherfreundlich kalkulierte USB-Kabel für mich jedenfalls keine Wünsche offen und deswegen bleibt es ab jetzt auch Teil der Anlage.

Beim Phantom™ USB ist die Laufrichtung ja durch die Stecker vorgegeben, beim Phantom™ LAN empfiehlt Marcin Ostapowicz, darauf zu achten, dass sich die dicke Metallhülse – mit einem Ferrit? – in der Nähe des empfangenden Geräts befindet. Auf dem Weg vom Switch zu Aries G2.2 ersetzt das LAN-Kabel das mehrfach teurere Ansuz Digitalz D-TC Gold Signature – und macht dabei eine wirklich gute Figur:

Die Verpackung der Kabel ist recht schlicht. XACT investiert lieber in aufwändige Handarbeit als in Show-Effekte
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