tests/25-06-10_lumin
 

Lumin U2x

10.06.2025 // Dirk Sommer

Dafür bekommt man statt eines aus CNC-bearbeiteten Teilen zusammengesetzten Gehäuses eines, das aus einem massiven Alublock heraus gefräst wurde. Das lineare Netzteil ist nicht länger im Gerät zu finden, sondern wurde in ein ebenfalls CNC-gefrästes Gehäuse ausgelagert. Darin befinden sich zwei Ringkerntransformatoren und sehr rauscharme, analoge Spannungsregler. Laut Lumin sollen auch die übrigen Bauteile von bester Qualität sein. Wie das kleinere Modell verfügt auch der U2x über einen Schacht für ein SFP-Modul für Lichtwellenleiter. Zudem ist der neue Netzwerk-Transport als bisher einziges Gerät mit einer 10-Megahertz-Clock mit zwei Ausgängen ausgestattet. Den Takt erzeugt ein beheizter, temperaturgeregelter Quarzoszillator (Oven Controlled Crystal Oscillator oder kurz OCXO). Ein Clock-Eingang macht darüber hinaus auch die Synchronisation des Lumin mit einer externen Clock möglich. Angus Leung erwähnte, dass die interne Clock ein Sinus-Signal generiere und die Ausgänge für 50-Ohm-Kabel ausgelegt seien. Dementsprechend bevorzuge der U2x auch sinusförmige 10-Megahertz-Signale über 50-Ohm-Verbindungen von externen Clocks. Beste Vorraussetzungen also für einen Vergleich der internen Clock mit meiner SOtM-sCLK-OCX10 mit Keces-P8-Netzteil.

Das externe Netzteil ist über ein zehn-adriges Kabel mit dem Network Transport verbunden
Das externe Netzteil ist über ein zehn-adriges Kabel mit dem Network Transport verbunden

Der U2x ermöglicht auch ein Upsampling aller Dateien auf DSD256, was ich allerdings nicht ausprobieren werde, da in meiner digitalen Wiedergabekette der Ausgang der Streaming Bridge mit Chord Electronics' M-Scaler verbunden ist, der mit seinem 1-Million-Tap-Filter die Files auf 705,6 respektive 768 Kilohertz für den DAVE aufbereitet. In dieser Konfiguration ist eher von Vorteil, dass Lumin dem U2x drei USB-Buchsen spendiert hat und eine davon speziell für den Anschluss eines Wandlers ausgelegt wurde: Sie ist von den übrigen Schaltungen isoliert. Die Flaggschiff-Streaming-Bridge arbeitet mit Lumins bisher schnellstem Prozessor, der auf der bewährten vor drei Jahren erstmals vorgestellten Architektur beruht. Die jetzt noch einmal gesteigerte Verarbeitungsgeschwindigkeit und erhöhte Speicherkapazität soll nicht nur dem Resampling zugute kommen, sondern auch die Audioverarbeitung in puncto Klang verbessern und mehr Zukunftssicherheit garantieren.

Zwei Ringkerntrafos und fünf Spannungsregler stellen die Energie für den U2x bereit
Zwei Ringkerntrafos und fünf Spannungsregler stellen die Energie für den U2x bereit

Dass letzteres kein leeres Marketing-Argument ist, sondern der Realität entspricht, belegt die Tatsache, dass ich während rund einer Woche, die der U2x wieder in meinem Hörraum steht, zweimal aufgefordert wurde, online ein Firmware Upgrade vorzunehmen. Angus Leung führte bei seinem Besuch in Gröbenzell dazu aus, dass neben den erwähnten Fortschritten bei der Hardware in etwa gleichem Maße die Weiterentwicklung der Firmware für den beeindruckenden Klang des U2x verantwortlich sei. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern verfüge LUMIN über eigene Ingenieure für die Erstellung der gesamten Soft- und Hardware, was nicht nur die schnelle Implementierung neuer Funktionen, sondern – viel wichtiger – eine ständige Optimierung des Klanges der Lumin Network Player, Hubs und Transporter ermögliche. Die entsprechenden Upgrades seien selbst Besitzern von 2012 erworbenen Geräten kostenlos zugänglich, wobei allerdings das Ausmaß der klanglichen Verbesserung mit den Kapazitäten der verwendeten Hardware korreliere. Prinzipiell würden aber die Nutzer älterer Komponenten noch immer von den aktuellen Upgrades profitieren. Da braucht man sich um den Werterhalt seiner Investition in Lumin nicht allzu viel Gedanken zu machen…


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