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Eversolo DAC-Z10

09.12.2025 // Dirk Sommer

Meine beiden D/A-Wandler, der DAVE im Arbeits- und der HUGO TT2 im Wohnzimmer, werden serienmäßig von Schaltnetzteilen gespeist. Bei letzterem kommt seit einiger Zeit ein Ferrum Hypsos, bei Chord Electronics Topmodell ein lineares Dreifach-Netzteil zum Einsatz. Ein solches versorgt auch den Eversolo DAC-Z10 – zum Preis von 2.000 Euro.

Und nein, es sind keine drei ausgelagerten Stromversorgungen, für die der genannte Preis gilt. Dafür bekommt man das vollständige Topmodell unter Eversolos DACs. Es ist schon neun Jahre her, dass mich erstmals ein Wandler aus diesem Preisbereich, der Mytek Brooklyn, nachhaltig begeistert hat, denn damals war ich in Sachen Digital noch lange nicht so verwöhnt wie heute. Dennoch kann ich bei diesem Sonderangebot von Eversolo – von dem man zumindest nach dem Blick auf die gebotene Hardware sprechen darf, zum Klang kommen wir später – nicht widerstehen. Wohl auch, weil mich schon bei der Beschäftigung mit dem Eversolo DMP-A10 und der Kopfhörerverstärker/DAC-Kombination von Luxsin, einer Untermarke von Eversolo, das ungemein gute Preis/Klang-Verhältnis der Geräte aus China überrascht hat. Das ist die positive Seite der momentanen stark divergierenden Entwicklungen in der Hifi-Szene: Während einerseits immer aufwändigere und für die Mehrheit der Musikfreunde unerschwinglichere Komponenten im besten Falle das klanglich Machbare neu definieren, bieten Geräte mit moderaten Preisen heutzutage mehr Ausstattung und deutlich besseren Klang, als das vor – sagen wir mal – zehn, zwölf Jahren üblich war. Und diesen Prozess möchte ich bei aller Begeisterung für exklusives High End keinesfalls aus dem Blick verlieren.

Auch optisch kann der DAC-Z10 überzeugen
Auch optisch kann der DAC-Z10 überzeugen

Doch zurück zum Eversolo DAC-Z10: Der ist nicht nur ein D/A-Wandler, sondern auch ein vollsymmetrischer Hochpegelvorverstärker mit bis zu zehn Dezibel Verstärkung und mit je einem Cinch- und einem XLR-Eingang pro Kanal. Die gleichen Anschlüsse gibt es auch für die Ausgänge – und zwar mit einer Besonderheit, die auch bei deutlich hochpreisigeren Verstärkern längst nicht üblich ist: Im Menü lässt sich wählen, ob das positive Signal an Pin zwei, wie in unseren Breitengraden üblich, oder an Pin drei anliegt, und damit eine etwaige Phasendrehung im Zusammenspiel mit dem folgenden Gerät verhindern. Um die Kompatibilität mit Quellen mit I2S- oder in der Eversolo-Schreibweise IIS-Ausgang sicherzustellen, kann man per Software – also per Touchscreen oder App auf dem Smartphone oder Tablett – eine von acht Pin-Belegungen auswählen: sehr komfortabel und wohlüberlegt. Laut Datenblatt sind alle Eingänge vor der weiteren Signalverarbeitung galvanisch getrennt. Neben den üblichen Schnittstellen verfügt der DAC-Z10 auch noch über HDMI ARC respektive eARC für die Integration in Heimkino-Systeme. Selbst eine kabellose Ansteuerung ist dank des Bluetooth-5.0-Moduls Qualcomm QCC5125 möglich. Die symmetrische Lautstärkeregelung wird mit relais-geschalteten Widerstandsleitern realisiert. Leider ist die Pegelregelung nicht gänzlich aus dem Signalweg zu nehmen, falls man den DAC-Z10 als reinen D/A-Wandler mit einer Hochpegelvorstufe verwenden möchte.

Der Rücken der mitgelieferten Fernbedienung besteht aus Metall
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