Nun könnte man durchaus einwenden, dass mein Testbericht möglicherweise etwas Schieflage hat, da mein D/A-Wandler für gut 6000 Euro kein adäquater Spielpartner sei und die Vorzüge des Presence nicht ausreichend ans Licht bringt. Okay. Mein Freund T. hat vor kurzem einen Lampizator Horizon 360X erworben. Diesen steuert er mit einem Lampizator Gulfstream Roon-Musikserver an. Sein Problem liegt also eher anders herum und T. freut sich, den Oladra Presence am Horizon probieren zu können. Obwohl seine sehr aufwändige Anlage mit selbstgebauten Feldspulen-Lautsprechern nach Wolf von Langa und vier Klipschhorn-Nachbauten für den Tiefstbass auf seine Tonquelle Gulfstream mit Roon abgestimmt ist, kann der Oladra Presence hier sehr schnell seine Überlegenheit beweisen. Schon mit Roon erleben wir nicht nur bei natürlichen Instrumenten, Solostimmen und Chor wie Händels Giustino mehr Auflösung. Die Abbildung gewinnt bei dieser Musik ebenfalls an räumliche Tiefe Das überlegene Timing des Presence vermittelt Lebendigkeit und Rhythmus. Der Wechsel zu Lyrion bringt im Vergleich zu Roon eine Veränderung, die aber nicht immer eine Verbesserung bedeutet. So klingt „You Look Good to Me“ vom Oscar Peterson Trio-Album We Get Request mit Roon überzeugender. Das Bassspiel von Ray Brown wirkt dreidimensionaler. Vor allem das Klavier begeistert, weil es so authentisch zu hören ist, dass ich meine, den schwarz lackierten Flügel-Deckel zu sehen. So habe ich diesen seit 50 Jahren immer wieder gehörten Test-Dauerbrenner auch über noch kostspieligere Anlagen nie erlebt. Es schien also so, als hätte T. mit seiner Feinabstimmung Roon optimal integriert. Als wir danach jedoch mit Jplay hörten, war alles andere vergessen und zweitklassig. Beim Giustino erklangen die Stimmen großartig plastisch, die Streicher spielten zarter, seidiger. Zur einzigartigen Auflösung des Presence gesellte sich nun eine authentische Fülle der Klänge, die mein Freund mit „unglaublich“ kommentierte. Das Händel-Werk klang frappierend detailliert und gleichzeitig homogen und voller Schönheit. Zwar spielte in „You Look Good to Me“ Ray Brown den Bass jetzt nicht mehr ganz so knurrig und wuchtig; aber das war auch der einzige Titel unter vielen, wo Roon nicht zu schlagen war. Denn der E-Bass auf Lee Ritenour Rio spielte mit Jplay wieder wesentlich glaubwürdiger und schöner konturiert, während er mit Roon schlichtweg zu dick auftrug und die tonale Balance bei „Rio Funk“ kippen ließ. Jplay ist in diesem Anlagen Setup zusammen mit Minimserver der optimale Spielpartner. Das von Antipodes Audio gepflegte Angebot, verschiedene aufeinander abgestimmte Server- und Player- Software zur Verfügung zu stellen, und zwar jederzeit über die App abrufbar, beweist sich auch hier als ein Segen.
Ich wage mal, meinen Gesamteindruck so zu formulieren: Wenn der Oladra G4 bereits mehr als 30.000 Euro kostete, halte ich den Mehrpreis des Oladra Presence mit seinem minimalistischen, geradlinigen, im Detail präzise abgestimmten Konzept nicht nur für vertretbar sondern für fair. Diese ganzheitliche Optimierung bestätigt sich auch bei dem kurzen, zugegeben praxisfremden Versuch – jetzt wieder in meiner Anlage –, den Presence als reinen Server für meinen Eversolo-T8 als Lyrion Player einzusetzen. Das klangliche Ergebnis ist weit, weit unterhalb des Presence als in sich geschlossenes, harmonisches Gesamtkonzept.
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Gehört mit
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| Streamer | Eversolo T-8 |
| Netzwerk | AVM 5590 Fiber mit Ferrum Hypsos, Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| CD-Transport | Cayin Pearl 30c |
| Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition oder Gold Note HP-10 deluxe |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
| Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 auf Isoacoustics |
| Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
| Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
| Kopfhörer- Verstärker | Gold Note HP-10 deluxe |
| Kopfhörer | HEDD D1, Denon AH-D2000 |
| Zubehör | Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond, USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB, Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black, S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Aquaeus Aureus Luminist Rev.,Elementa, Advance und Alzirr XLR, Silversmith, Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP, Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange, Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang, Klangschalen, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Oladra Presence
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| Geräteart | Musik-Server und Streamer |
| Musik-Speicher | 4 Terabyte SSD integriert und bis zu 20 TB über zwei integrierte Einschübe für SATA SSDs sowie externe Zuspieler wie NAS |
| Betrieb | Soft-Start und umfassender Schutz |
| Ausgang USB | Audio Class 2.0 (UAC2) – vollständige Konformität über USB A |
| Wiedergabe | Lyrion, Roon, DLNA |
| Stromversorgung | Universalspannung mit weltweiter Konformität, optimiert für schnelle Stromabgabe bei Transienten |
| Gehäuse | CNC-gefrästes 3-teiliges Gehäuse |
| Breite | 491 mm |
| Tiefe | 402 mm |
| Höhe | 114 mm |
| Gehäusefarbe | Schwarz oder Silber eloxiert |
| Gewicht | 18,9 kg |
| Garantie | 3 Jahre, mit Registrierung 5 Jahre, bei Kauf über CM-Audio lebenslänglich |
| Preis | 58.000 Euro |
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Vertrieb
CM-Audio - Flöter Technology Service
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|---|---|
| Ansprechpartner | Torsten Fink |
| Anschrift | Kölner Straße 46 41464 Neuss |
| Telefon | +49 2161 6782451 |
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| Web | www.cm-audio.net |