Ein Besuch bei AcousticPlan

13.11.2015 // Jürgen Saile

Interview mit Claus Jäckle:

J.S. Herr Jäckle, wie lange dauert die Entwicklung eines Ihrer Geräte, beispielsweise der Aruna?

C.J. Also von der Idee über die Recherche, wie man alles umsetzen kann, bis zum Aufbau des Gerätes dauert das schon zwei Jahre insgesamt.

J.S. Im Fall Aruna war die Schaltung mehr oder weniger bereits vorgegeben, nehmen wir einmal ein anderes Gerät von Ihnen, was Sie von Anfang an entwickeln, wie lange dauert so etwas?

C.J. Also bei dem neuen Hybridvollverstärker hat die Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Gerät auch zwei Jahre gedauert.

J.S. Und wie lange benötigen Sie für die Produktion eines Gerätes?

C.J. Das ist natürlich abhängig davon, um was für ein Gerät es sich handelt, wie viel Handarbeit da drin steckt. Ich mache ja immer Baugruppen, wenn die schon fertig sind, wird das Gerät am Schluss nur noch zusammengesetzt. Jetzt ist es noch abhängig von der Farbe der Frontplatte, ist die schwarz, silber oder blau. Deshalb kann ich die Geräte auch erst nach Bestellung fertig machen. Wenn die Baugruppen also fertig sind, etwa zwei Wochen. Wenn diese nicht fertig sind, kann es auch schon einmal sechs Wochen dauern.

J.S. Stellen Sie die Baugruppen im Batch her?

C.J. Ja, ja natürlich, sonst lohnt es sich nicht. Aber wenn ich feststelle, von einer Baugruppe gibt es nur noch wenige, dann fange ich natürlich wieder an, welche zu bauen. Wenn aber einmal alles weg ist und eine Bestellung kommt, die eilig ist, dann mache ich zum Teil auch Einzelanfertigungen.

J.S. Machen Sie alles alleine, oder haben Sie noch Mitarbeiter?

C.J. Ich habe bis vor kurzem einen Mitarbeiter gehabt; aber dieses Jahr mache ich noch alles alleine und nächstes Jahr suche ich wieder einen Mitarbeiter.

J.S. Früher hatten Sie einmal einen digitalen Server auf Ihrer Homepage. Gibt es den nicht mehr?

C.J. Den gibt es nicht mehr. Der war so in der Mitte der Entwicklung, da habe ich das Projekt gestoppt. Das ging sehr langsam vorwärts, das ist zu aufwändig für eine kleine Firma und da gab es dann die Teile schon nicht mehr in der Mitte der Entwicklungsphase.

J.S. Haben Sie mit Digital noch irgendetwas vor für die Zukunft?

C.J. Also Digimaster und Drivemaster haben nur noch eine bestimmte Produktionszeit, weil dann die Teile ausgehen. Da muss ich mir dann etwas Neues überlegen. Was ich gerne machen würde, vielleicht auch mit jemandem zusammen, ist ein diskreter Wandler. Ein Multibit-Wandler, etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe aber das Gefühl, die Produktzyklen der Halbleiter werden immer schneller und dann gibt es sie nicht mehr und dann fängt man wieder von vorne an. Wir haben momentan CD-Laufwerke, ich würde aber gerne noch einmal einen CD-Player machen, vielleicht mit jemandem zusammen. Ich habe auch jemanden, der eigene Laufwerke produzieren will, da muss man eben schauen, wie gut die sind, wie teuer und lohnt sich der Aufwand noch für CD.

J.S. Digital ist also für Sie zu schnelllebig, als dass es sich da lohnen würde, etwas Neues zu probieren?

C.J. Was richtig aufwändig ist zu machen, das kann ich mir nicht mehr vorstellen zu machen. Aber einen Wandler könnte ich mir schon gut vorstellen.


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