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Live im A-Trane: Rikard From

14.11.2025 // Achim Schneider

Alles war bereit: Die Aufnahmetechnik war startklar, der Protagonist hatte sich auf seinem Platz am Steinway Flügel eingerichtet, die Songsheets geradegerückt. Die rund 100 Gäste hatten auf ihren Stühlen Platz genommen und blickten erwartungsvoll in Richtung der Bühne des A-Trane Jazzclub.

Doch bevor der schwedische Pianist Rikard From die ersten Töne spielte, trat Dirk Mahlstedt auf die Bühne. Er ist Gründer und Inhaber der Agentur Künstlerhafen und derjenige, der es möglich gemacht hat, dass der im Internet so hochgeschätzte Musiker in dieser – unter Berliner Jazzkennern beliebten – Location auftreten und seine Songs zudem vom Team sommelier du son mit feinstem Analog-Equipment auf Band verewigt werden konnten. Nachdem Dirk Mahlstedt den Künstler vorgestellt hatte, richtete er das Wort ganz gezielt an die Gäste: „Wir machen hier heute eine Triple-A-Aufnahme des Konzerts“, sagte er. Und fügte charmant hinzu: „Und deswegen möchten wir sie bitten, mit dem Applaus einige Sekunden zu warten, damit wir die Stücke bei der Nachbearbeitung besser zusammenschneiden können.“ Schon mal vorweg: Das hat perfekt geklappt.

Bevor Rikard From seine erste selbstgeschriebene Komposition um exakt 20.35 Uhr auf seinen ausdrücklichen Wunsch anspielte, dreht er sich in Richtung des Aufnahmeteams und fragte Dirk Sommer und Birgit Hammer-Sommer „Are we rollin‘?“ Dirk Sommers Daumen zeigte nach oben – das Projekt „analoge Aufnahme“ konnte starten.

Rikard From wirft einen interessierten Blick auf das analoge Mischpult
Rikard From wirft einen interessierten Blick auf das analoge Mischpult

Bereits Tage zuvor hatte das sommelier du son-Team das komplette Equipment im heimischen Gröbenzell auf Herz und Nieren überprüft. Nachdem alle Funktionstests positiv verlaufen waren, wurden die hochsensiblen Teile in ihre angestammten Transport-Cases verpackt und im geräumigen Peugeot 5008 verstaut. Wobei dies schon eine ziemliche logistische Herausforderung darstellte, denn eine komplette Recording-Ausstattung inklusive zweier schwergewichtiger Studer A-810 Bandmaschinen sowie einem 70 Kilogramm schweren analogen Hallgerät plus weiterer Tech-Zutaten, wie dem PS Audio Netzgenerator (für sauberen Strom) oder der Nagra VI Anniversary für das digitale Backup, mussten millimetergenau im Ladebereich eingepasst werden, damit sie die Tour von Gröbenzell nach Berlin unbeschadet überstehen konnten. Das hatte schon was von einem Tetris-Spiel. Damit das Ganze nach der Aufnahmesession wieder passgenau eingeladen werden konnte, hatte Birgit Hammer-Sommer vorsichtshalber einige Handyfotos beim Einladen gemacht – was sich zu mitternächtlicher Zeit beim erneuten Verstauen als äußerst hilfreich herausstellte.


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