In dieser Folge sehen Sie das Gesicht hinter dem Gesicht von hifistatement.net: Letzteres wird geprägt von Helmut Baumgartners Fotografie. Viele, selbst gedruckte Hifi-Magazine verwenden inzwischen Herstellerfotos oder gar KI-generierte Bilder. Wir setzen auch in Zukunft auf Helmut Baumgartners informative Ästhetik – und sein enormes Fachwissen.
Manchmal hat man eine Idee und äußert sie, ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen sich daraus für einen selbst ergeben. Aber eigentlich hätte ich es ja ahnen können, denn schließlich bin ich mit Dirk Sommer lange genug befreundet, um zu wissen, dass, wenn ich ihm vorschlage, unser Team, Ihnen, unseren Lesern vorzustellen, er auch mich in die Pflicht nimmt. Dann kam bei mir natürlich die Frage auf, wie hat das denn eigentlich angefangen mit diesem wunderbaren Hobby Hifi? Es war einer unserer Autoren, Dr. Roland Dietl, mein drei Jahre älterer Cousin, von dem ich mit dem „Virus“ infiziert wurde und zwar nachhaltig, denn unsere Begeisterung für das Thema hält bis heute an. Allerdings musste ich damals aber auch leider sehr schnell feststellen, dass die wunderbaren Objekte der Begierde weit weg von meinen finanziellen Möglichkeiten waren. Deshalb fing ich schon gegen Ende meiner Schulzeit an, in Münchner Highend Studios zu jobben, unter anderem auch in einem Laden für Lautsprecher-Selbstbaubau, was meinen technischen Horizont in Bezug auf Hifi immens erweiterte. Auf der Highend 1982 lernte ich Klaus Renner kennen, den Herausgeber des Magazins Das Ohr. Wir wurden enge Freunde und ich schrieb dann bis zum Ende der Zeitschrift im Jahr 1991 für Das Ohr, denn nach dem viel zu frühen Tod von Klaus wurde die Veröffentlichung eingestellt. Aber es gab noch einen Menschen, der mir profundes Wissen mit auf den Weg gab, mein Großvater, ein begnadeter und genialer Feinmechaniker und Maschinenbauer. Und es kam was kommen musste, wenn man in seiner Jugend viel Zeit mit Feinmechanik verbringt und gleichzeitig die Möglichkeit hat, die damals besten Plattenspieler genauer unter die Lupe zu nehmen. Es entstanden eigene Gedanken, von denen viele Anfang der 90er im Apolyt technisch umgesetzt wurden. Meine zweite große Leidenshaft wurde dann zu meinem Beruf, die Fotografie und Highend rutschte auch aus zeitlichen Gründen etwas in den Hintergrund – bis mich 2009 Helmut Rohrwild, ein langjähriger Wegbegleiter in Sachen HIFI, kontaktierte und mir mitteilte, dass es ein neues Highend-online-Magazin namens hifistatement.net gäbe, das auf der Suche nach einem Fotografen war. Nach kurzer Überlegung, ob neben meinen Jobs für Werbung und Kataloge noch Zeit für ein weiteres Projekt wäre, sagte ich zu. Mir war zu bewusst, dass es die Chance, Beruf, Leidenschaft und Hobby zu kombinieren nicht allzu oft gibt, und ich bin bis heute froh über meine damalige Entscheidung, ich hoffe Sie auch.
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