Dass das gebotene Niveau nichtsdestotrotz bereits sehr, sehr hoch ist, möchte ich abschließend an einem Stück illustrieren, dass Ihnen und mir von Messen bestens bekannt ist: „Mother Mary“ von Francine Thirteen. Zugegeben, auf Messen sind die Hörbedingungen nie optimal, trotzdem habe ich das Stück so dort noch nirgendwo gehört. Auch nicht auf Systemen, für die eine siebenstellig Summe fällig wird. Mit jedem Element, das im Stückaufbau dazu kommt, wird das Staunen größer. Der tickende Effekt gleich zu Beginn läuft unglaublich stabil und bruchlos auf dem weiten Stereopanorama hin und her und erinnert an den „Laser-Effekt“ des Synths in „Have You Ever?“. Dann, urgewaltig, aus dem Nichts der erste Impuls des Stücks, gefolgt von mehreren, verschiedenen Wiederholungen, die langsam abklingen. Die höher klingenden Wiederholungen, die sich hauptsächlich auf dem linken Kanal abspielen, bewegen sich während des Ausschwingens räumlich von der Lautsprecherebene weit in den Raum hinein auf den Hörplatz zu! Zur Erinnerung: Wir hören nach wie vor Stereo. Der Einschlag der ersten zwei Hauptimpulse des Stücks ist bereits eindrucksvoll, doch dann folgt gemeinsam mit dem dritten darunterliegend der eigentliche Bass. Wie beides gleichzeitig mit unterschiedlichem Charakter – der Impuls knackig, minutiös explosiv und der Bass grollend, tief und energiegeladen im Raum stehend – reproduziert wird, ist einfach nur noch abartig krass. Eine andere Beschreibung als dieser (positive) moderne Ausdruck, zu dem ich sonst nur verbal, aber nicht unbedingt in Schriftform greife, fällt mir einfach nicht mehr ein. Dass dieses Spektakel aufrechterhalten wird, während die Stimme der Sängerin weit hinter der Lausprecherebene steht und von einem Reverb umgeben ist, das sich in alle Richtungen wie eine holografische Kugel ausdehnt, gibt mir den Rest. Die Leichtigkeit, Ansatzlosigkeit und Dynamikfähigkeit über den gesamten Frequenzbereich sind zutiefst beeindruckend.

Zum Tagesabschluss hören wir noch Platte. Der AMG Viella (15.400 Euro), entkoppelt über Steinplatte und Magaudio Resonance-Absorber (1.700 Euro), spielt mit Korfaudio TA-CF10 (5.200 Euro) Arm und The Goldbug (3.000 Euro) Tonabnehmer an Phonovorstufe MK Analogue MM-PH-AMP (5.000 Euro) mit Übertrager MK Analogue SUT-1L (3.300 Euro). Wie eingangs bereits erwähnt, wird die aufwändige analoge Kette vom Acousence digitalgewandelt. Die besondere Qualität der Plattenwiedergabe büßt durch die Wandlung nichts an Anziehungskraft und Faszination ein. Genau so habe ich es schon oft erlebt, wenn Analoges für ein digital betriebenes System aufbereitet wird.
Ich möchte außerdem nicht unerwähnt lassen, auch wenn dies nicht unbedingt der Fokus des Magazins ist, dass die Mehrkanalwiedergabe, sei es von Musik oder Filmen ebenfalls seinesgleichen gesucht hat. Mit Pure Audio Streaming zeigte mir Markus beispielsweise eine wachsende Plattform für Mehrkanal-Audio. Dune: Part One von Denis Villeneuve konnte mich ebenfalls mitreißen. Die Mischung aus brachialer Kraft und Souveränität mit Leichtigkeit und anstrengungsfreiem, fein aufgelösten Hochton, machte die erste Begegnung mit einem Sandwurm in der Wüste Arrakis wirklich immersiv. Das wunderbar differenzierte HDR-Bild eines modernen DLP-Projektors auf einer Edel-Leinwand beweist, dass Markus nicht nur im Stereobereich, sondern auch für Mehrkanal-Kino keine halben Sachen macht. Mit diesem Hörraum hat er in vielerlei Hinsicht eine Referenz geschaffen.
Wenn Sie neugierig geworden sind, kontaktieren Sie Markus gerne telefonisch oder per E-Mail. Für einen tieferen Einstieg in das Thema finden sich auf seiner Webseite oder seinem Youtube-Kanal viele Ressourcen. Außerdem können Sie ihn auf den anstehenden Norddeutschen HiFi-Tage persönlich treffen. Dort wird er für eine Reportage für seinen Youtube-Kanal vor Ort sein. Später im Jahr können Sie ihm auf der Finest Audio Show Cologne begegnen. Wenn alles wie geplant läuft, dort auch mit einer Vorführung.
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