
Alle eingesetzten Lautsprecher stammen vom Münchener Hersteller meroVinger, teilweise als Sonderanfertigungen. Die Hauptlautsprecher MELO-DI sind in sich schon etwas Besonderes. Sechs Tangband-Breitbandchassis agieren in einem nach hinten offenen Gehäuse als Dipol. Für den Hochton ist ein Mundorf AMT verantwortlich. Alle Breitbänder sind durch ihren vertikalen Versatz passend auf einen Referenz-Treiber und den Hochtöner verzögert und somit hinsichtlich Phasengang und Impulsantwort optimiert. Dank eines individuell in der Höhe angepassten Standfußes wird der Referenz-Treiber dann auf die im Hörraum vorherrschende Ohrhöhe positioniert. Der MELO-DI sieht einen aktiven Betrieb mit einer externen DSP-Weiche vor und wird somit auf jeden Hörraum optimiert eingemessen. Bei Markus übernimmt dies der Trinnov Altitude. Bis zu 24 Kanälen kann das DSP der Altitude bei 192 Kilohertz auf 64-Bit-Float rechnen – gewaltig. In Sachen Korrektur-Algorithmik gehört Trinnov ohnehin zu den Marktführern. Das sind ideale Ausgangsvoraussetzungen. Die internen Digital-Analog-Wandler allerdings sind aus audiophiler Sicht weniger ideal. Deshalb nutzt Markus den Altitude für die Hauptkanäle nur als DSP. Für die Digital-Analog-Wandlung sorgt ein audiophiler, externer Acousence multi-dac (13.000 Euro). In der bei Markus eingesetzten Konfiguration bietet er vier DAC-Pfade und einen ADC-Pfad. Die Digital-Analog-Wandler Pfade versorgen jeweils einen der vier Endverstärker-Wege eines Acousence pow-amps (13.000 Euro). So verfügen jeweils das Breitband-Array und der Hochtöner der Hauptlautsprecher über einen eigenen DAC- und einen eigenen Endstufen-Pfad. Die Trinnov-Elektronik agiert für die Hauptlautsprecher folglich nur als Schaltzentrale und DSP-Rechenkern. Als Zuspieler kann jede erdenkliche Quelle dienen. Analoge Quellen werden intern digitalisiert. Für das AMG Viella Laufwerk nutzt Markus anstatt des internen Trinnov-Wandlers den hochwertigen ADC-Weg des Acousence multi-dac. Digitale Quellen wie Audioserver mit USB-Ausgang können mit Formatwandler passend auf AES/EBU oder S/PDIF umgesetzt werden. Alle Altitudegeräte sind außerdem Roon-Endpoints. Lautsprecher, DACs (sofern sie über einen andere Digitaleingang als USB verfügen), ADCs für analoge Quellen und Endstufen können vollkommen frei gewählt werden – jede erdenkliche Konfiguration in jedweder Preis- und Qualitätsklasse ist möglich.

Jetzt fragen Sie als Besitzer einer wunderbaren Stereoanlage ohne Mehrkanal-Ambitionen sicherlich und zu Recht: Weshalb dann überhaupt Trinnov? Es gibt sehr wohl einen gewichtigen Grund, weshalb Sie Trinnov doch interessieren könnte, nach der Vorführung bei Markus würde ich sogar sagen „sollte“. Damit kommen wir zum Kern dieses Berichts: Trinnov WaveForming. Mit dieser Technologie kann am Hörplatz ein vollständig linearer Bass (bei Markus ± 0,9 Dezibel) ohne jeglichen Einbruch bis 120 Hertz realisiert werden. Ein Zustand wie er in wohl keinem Hörraum ohne Bass-Array vorherrscht. Seitdem Trinnov den Altitude CI veröffentlicht hat, ist ein Einstieg in diese Technologie kostengünstiger als bisher möglich. Der Altitude CI bietet in seiner Grundkonfiguration 8-DAC- und 8-DSP-Rechenkanäle und kostet 9.500 Euro. Die 8 DSP-Kanäle können frei den internen DACs oder den 32 Digitalausgängen zugewiesen werden. Für weitere DSP-Kanäle bietet Trinnov dann folgendes Modell an: Bis zu 32 Kanälen (die Limitierung ist hier der DSP- und Prozessoren der CI) können jeweils in Paaren für 1.071 Euro Rechenkanäle dazu gekauft werden. Somit bezahlt man nur für die Kanäle, die man in seinem Setup auch wirklich benötigt. Wann und in welchen Schritten von zwei Kanälen man erweitern möchte, ist vollkommen unerheblich.

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