Paralyse Audio PROTO

17.07.2015 // Peter Banholzer

Edelstahlbodenträger mit Dreipunktlagerung
Edelstahlbodenträger mit Dreipunktlagerung

Das tragende Subchassis-Element (Bodenträger) wird einseitig starr an das Basismodul angekoppelt, jedoch mittels Kunststoffringen auf der Mutterseite entkoppelt. Dieser Ansatz ist für eine Reduzierung der Transmission vorteilhaft. Der Transmissionsanteil wird über invertierte Ankopplung zwischen den Stellschrauben und der Koppelplatte reduziert und gelangt somit nicht in das Basismodul. Dadurch fungiert der Bodenträger als beidseitig akustisch isolierendes Element, das das Basiselement vom Boden und umgekehrt entkoppelt.

Struktur der resonanzoptimierten Koppelplatte
Struktur der resonanzoptimierten Koppelplatte

Die jeweiligen Böden waren für Carsten Tragsdorf eine ganz besondere Herausforderung, da durch die Ausfräsungen auf der Unterseite das Schwingungsverhalten erst einmal ungünstig beeinflusst wird. Deshalb hat er durch seine numerischen Berechnungen einen geeigneten Schwingungstilger entwickelt. Es handelt sich hierbei um einen metallischen Rahmen, der durch flüssiges Zinn hergestellt wird. Bei der Entwicklung der Bodens, für den er Bambusholz verwendet, wurden auch umfangreiche Hörtests durchgeführt. Zudem konnte Tragsdorf seine numerischen Berechnungen im Institut für Kraftfahrzeuge des RWTH in Aachen durch Messungen der Eigenfrequenz auf Validität der einzelnen Komponenten und des Gesamtaufbaus testen und weiter optimieren.

Die Stellschrauben des Bodenträgers mit integrierten Einlagen aus bedämpfenden Kunststoff sollen Resonanzen unterdrücken und zudem durch Selbstzentrierung eine exakte Position des Bodenträgers zum Boden garantieren
Die Stellschrauben des Bodenträgers mit integrierten Einlagen aus bedämpfenden Kunststoff sollen Resonanzen unterdrücken und zudem durch Selbstzentrierung eine exakte Position des Bodenträgers zum Boden garantieren

Soweit zur grauen Theorie. Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht mit technischen Aspekten der Entwicklung überfrachtet. Carsten Tragsdorf könnte hier mit technischen Details zu Versuchsaufbauten und iterativen Entwicklungsschritten sicher noch mehrere Seiten füllen, aber wir wollen natürlich auch wissen, ob sich der extreme Entwicklungsaufwand tatsächlich auch klanglich auszahlt. Rein optisch ist ihm schon mal ein guter Wurf gelungen, denn meine Frau hätte das elegante Tonmöbel gerne gegen mein altes Rack getauscht.


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