tests/16-03-18_mybryaud
 

Mytek Brooklyn mit SBooster BOTW, Bryston BUC-1 und Audiobyte Hydra Z

18.03.2016 // Dirk Sommer

SBooster-Netzteile helfen dem Audiobyte und dem Brooklyn klanglich auf die Sprünge. Doch Achtung: Die kleine Version wird momentan nicht produziert. Noch gibt es Restbestände beim Vertrieb – und vielleicht auch bei einigen Händlern
SBooster-Netzteile helfen dem Audiobyte und dem Brooklyn klanglich auf die Sprünge. Doch Achtung: Die kleine Version wird momentan nicht produziert. Noch gibt es Restbestände beim Vertrieb – und vielleicht auch bei einigen Händlern

Für den Test des MC-Eingangs ziehe ich kurz ins Wohnzimmer um, denn beim Brinkmann Avance meiner Gattin gelangt das Signal eines Roksan Shiraz durch die Kabel des Breuer-Tonarm zu Cinch-Buchsen und ist somit unsymmetrisch verfügbar. Auf dem LaGrange im Hörraum sind momentan der Thales Simplicity 2 und der ungeheuer spannende Acoustical Systems Aquilar mit jeweils durchgängig symmetrischer Verkabelung aufgebaut. Da möchte ich mir einen Ab- und Wiederaufbau, nur um kurzzeitig einen Arm mir unsymmetrischer Verkabelung zu hören, gern ersparen. Deshalb verbinde ich die Cinch-Kabel vom Brinkmann mit dem Analogeingang des Mytek, den ich per Menu für MC-Systeme konfiguriert habe. Die Lautstärkeregelung ist überbrückt, der Ausgang des Brooklyn mit einem Line-In der Higher-Fidelity-Vorstufe verbunden: Der Mytek agiert als reine Phonostufe. Die Verstärkung ist deutlich höher als beim Lukaschek PP-1 Phono. Obwohl das Roksan Shiraz für ein MC-System eine recht hohe Ausgangsspannung liefert, wird der Mytek nicht übersteuert. Auf dem Plattenteller liegt das Titelstück von Steve Eliovsons Album Dawn Dance:, das ich über die Acapella mit ihren Ionen-Hochtönern besonders gern genieße: Kein anderer mir bekannter Lautsprecher bringt die Gitarren und die metallischen Perkussionsinstrumente so farbig und realistisch rüber – auch kein Diamant-Hochtöner. Daran ändert erfreulicherweise auch der Brooklyn nichts. Die Auflösung und Ablösung des Klangs vom Lautsprecher gelingen zwar nicht so perfekt wie beim PP-1, aber es wird ja wohl niemand ersthaft erwarten, dass die Phonostufe einer Wandler-Vorstufen-Kopfhörer-Phono-Kombination einem Brinkmann/Breuer/Shiraz-Plattenspieler ein adäquater Partner sein kann. Allein für das Shiraz ist deutlich mehr zu investieren als für den Brooklyn. Dennoch bleibt festzuhalten: Die Phonostufe des Mytek ist wirklich ordentlich, deutlich mehr als eine Alibi-Lösung.

Das „große“ SBooster BOTW P&P Eco mit seinem mächtigen Ringkerntrafo scheint mir für die Versorgung des Audiobyte leicht überdimensioniert und auch preislich nicht ganz passend zu sein
Das „große“ SBooster BOTW P&P Eco mit seinem mächtigen Ringkerntrafo scheint mir für die Versorgung des Audiobyte leicht überdimensioniert und auch preislich nicht ganz passend zu sein

Wo der Brooklyn nun schon neben dem betagten Higher Fidelity steht, stecke ich noch einmal kurz die symmetrischen Kabel zu Einsteins The Poweramp und die Cinch-Strippen vom Auralic Aries Mini um: Auch als symmetrische Vorstufe kann der Brooklyn überzeugen. Er agiert schneller, offener, luftiger als die Higher Fidelity, ohne dass es an Druck mangelte. Und auch in puncto räumliche Abbildung lässt er den Higher Fidelity so alt aussehen, wie er wirklich ist. Selbst wenn Sie den Brooklyn eigentlich nur als reinen Wandler einsetzen wollten: Geben Sie ihm mal eine Chance als Vorverstärker!

Der Kabeladapter von Mytek erlaubt den symmetrischen Anschluss eines Kopfhörers an den Brooklyn: klanglich empfehlenswert
Der Kabeladapter von Mytek erlaubt den symmetrischen Anschluss eines Kopfhörers an den Brooklyn: klanglich empfehlenswert


  • Mytek Brooklyn Bridge

    Der dritten Neuauflage des Brooklyn DAC spendiert Mytek die Fähigkeit zum Streamen. Die Brooklyn Bridge – und ich meine nicht das Bauwerk – verspricht damit noch mehr Flexibilität und unkomplizierte, sogar kabellose Einbindung in die heimische Stereokette. Genau genommen ist die Brooklyn Bridge gar keine Bridge, sondern viel eher eine Streamer-DAC-Vorverstärker-Kombi. Die Benennung nach der Verbindungsbrücke zwischen Manhattan und Brooklyn war aber wohl zu verlockend. Verständlich, schließlich ist Myteks Firmengeschichte untrennbar mit New York City…
    25.03.2019
  • Mytek Liberty DAC

    Mytek bringt schon seit vielen Jahren die Technologie aus den Tonstudios in die Hi-Fi-Zimmer der digital hörenden Anhängerschaft. Der neuste Digital/Analog-Wandler Liberty DAC nimmt nur 1/3 Rackbreite in Anspruch. Die Breite ist zwar zu Hause weniger relevant, dafür aber umso mehr seine klanglichen Eigenschaften. Frisch in New York erdacht und in Polen gebaut, reiht sich der Liberty als kleinster stationärer DAC in das Herstellerportfolio von Mytek ein. Er nutzt den bereits in der ersten Generation…
    23.03.2018
  • Mytek Manhattan II – Netzwerk- und Phono-Modul

    Über den Mytek Manhattan DAC II und seine klanglichen Qualitäten hat Dirk Sommer bereits ausführlich berichtet . Mit der seit kurzem erhältlichen Roon-Ready-Netzwerkkarte und dem Phono-Einschub für MC- und MM-Tonabnehmer lässt sich der Manhattan II zu einer kompletten digitalen und analogen Schaltzentrale ausbauen. Das ist Grund genug sich mit den Erweiterungen zu beschäftigen und eine gute Gelegenheit, unserem mit anderen Projekten beschäftigten Chefredakteur den „geliebten“ Manhattan II zu entführen. Die beiden Erweiterungskarten waren bereits bei…
    02.01.2018
  • Mytek Brooklyn DAC+

    Als ich den brandneuen Mytek Brooklyn DAC+ zum Test angeboten bekam, war ich freudig überrascht. Sind doch die Mytek Geräte normalerweise im exklusiven Zugriff unseres Chefredakteurs. Dirk Sommer sah das aber ganz entspannt und meinte, es würde der Objektivität unseres Magazins gut tun, wenn sich einmal ein anderer Redakteur mit einem Mytek befassen würde, zumal ja bekannt sei, dass er den Wandlern dieser Marke nicht so ganz unvoreingenommen gegenüberstehe. Im Rahmen meiner Beschäftigung mit dem…
    01.12.2017
  • Mytek Manhattan II

    Seit mehr als fünf Jahren tummeln sich die in der Studio-Szene schon damals anerkannten Digital-Spezialisten von Mytek auch sehr erfolgreich auf dem Hifi-Markt. Mit dem Manhattan II begeben sich Michal Jurewicz und Marcin Hamerla nun auch in High-End-Gefilde – klanglich, optisch und mit Preisen bis zu 8500 Euro. Mit dem ersten, noch für den Profi-Bereich konzipierten Stereo 192-DSD-DAC setze Mytek zumindest für mich einen Meilenstein in puncto Preis/Klang-Verhältnis. In Sachen Bedienungskomfort musste man allerdings den…
    21.08.2017
  • Mytek goes mobile: Clef™

    Die Digitalspezialisten von Mytek zeigen auf der heute beginnenden Consumers Electronic Show in Las Vegas den mobilen Hi-Res-Wandler, Verstärker und MQA-Decoder Clef™. Die Studioprofis von Mytek in New York (Entwicklung) und Warschau (Entwicklung und Fertigung) haben sich in den letzten Jahren mit dem 192-DSD-DAC, dem Manhattan und dem Brooklyn auch in der Hifi-Szene einen guten Ruf erarbeitet. Nun präsentieren sie ihr erstes Produkt, das allein für den Musikgenuss entwickelt wurde: die Clef™ genannte Kombination aus…
    05.01.2017

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.