NAD C 338 und Dynaudio Emit M 10

27.12.2017 // Matthias Jung

Eine neue Generation von Verstärkern bei NAD und die aktuelle Einstiegsreihe bei Lautsprechern von Dynaudio legten es nahe, sich mal mit den jeweils kleinsten Modellen in Kombination zu beschäftigen.

Als ich vor inzwischen drei Jahren schon mal eine Kombination aus NAD-Verstärker + CD-Player und Dynaudio-Lautsprechern im Test hatte, war das eine ganz klassische Kombination im Einsteigersegment. Aus der Idee heraus zu sehen, was sich in der Zwischenzeit getan hat, landete bei mir mit dem NAD C 338 diesmal der kleinste Vertreter einer modernen Generation Online-Streamer/Verstärker und – als klassische Vertreter ihrer Zunft – ein Pärchen Dynaudio Emit M 10 Lautsprecher, die den Einstieg beim dänischen Lautsprecherhersteller markieren, der übrigens gerade sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert hat.

Obwohl gerade mal drei Jahre her, hat sich einiges getan. Streaming-Media ist in aller Munde, und klassische Quellen werden von vielen Musikliebhabern weniger oder gar nicht mehr genutzt. Als Gegenbewegung kann man das inzwischen dauerhafte Revival der LP als erlebbaren Datenträger ansehen. Dem trägt der NAD C 338 durch seinen MM-Phonoeingang Rechnung, verzichtet dafür aber sogar auf einen USB-Anschluss. Der PC als Medium wird damit ganz ausgeklammert. Zwar hat der Verstärker weiterhin zwei analoge Hochpegel- und jeweils zwei optische und koaxiale Digitaleingänge, doch das wirklich Besondere ist die Vorbereitung für – auf Google© chromecast basierende – Streamingdienste wie Tidal und Spotify. Hier ist gegen eine monatliche Grundgebühr der Zugriff auf ein breites Musikangebot gegeben, inzwischen auch auf nicht datenreduzierte Formate. Wer nicht zahlen will, bekommt immerhin noch Zugriff auf einen der unzähligen Internetradio-Anbieter mit allerdings meistens datenreduzierten Formaten.

Moderner netzwerkfähiger Streamingclient trifft auf klassisches passives Lautsprecherdesign
Moderner netzwerkfähiger Streamingclient trifft auf klassisches passives Lautsprecherdesign

Die Steuerung ist über die beigelegte Fernbedienung, oder – wesentlich komfortabler – über eine App für Android- und Apple-Smartphones möglich. Weckt man den NAD aus dem Standby, sucht er als erstes die Verbindung zum nächsten Netzwerk und signalisiert dies über dauerhaftes Blinken der blauen Betriebsleuchtdiode. Hart vom Netz trennt man den Verstärker über einen kleinen Wippschalter auf der Rückseite. Um die Verbindung zwischen dem C 338 und dem heimischen Netzwerk herzustellen, muss man die Google© Home App installieren und den Schritten der gut verständlichen Bedienungsanleitung folgen. Nicht vergessen, vorher die Netzwerkantennen hinten am Gerät einzustecken, sonst geht gar nichts. Ist die Verbindung etabliert, kann man vom gewählten Musikanbieter direkt aus dem Internet an den NAD streamen. Alternativ kann auch über UPnP von einem lokalen Server aus Musik an den C 338 weitergereicht werden.

Unverzichtbar bei der neuen Gerätegeneration ist die Fernbedienung. Lautstärkeregelung und Quellenwahl mit einem beherzten Dreh am Regler sind heute nicht mehr möglich. Dafür gehören verdreckt krachende Potentiometer und Umschalter der Vergangenheit an. Gut so
Unverzichtbar bei der neuen Gerätegeneration ist die Fernbedienung. Lautstärkeregelung und Quellenwahl mit einem beherzten Dreh am Regler sind heute nicht mehr möglich. Dafür gehören verdreckt krachende Potentiometer und Umschalter der Vergangenheit an. Gut so


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