tests/18-04-24_bohne
 

Bohne Audio BB-10

24.04.2018 // Peter Banholzer

Der passionierte Schlagzeiger Jörg Bohne spielt in drei Bands und deshalb verwundert es nicht, dass er mit seinen Systemen echte Live Atmosphäre erzeugen will. Dazu hat er seine Bändchen-Systeme auf extreme Pegelfestigkeit und einen breitbandigen Einsatz perfektioniert. Gerade die realistische Wiedergabe eines Schlagzeugs setzte er sich als Maßstab – ein wahrlich hoher Anspruch! Zudem sollen seine Systeme in der Lage sein, einen Impulssprung von 120 Dezibel in weniger als einer zehntel Millisekunde mit dem Gesamtsystem abzuarbeiten. Genau hier kommt die digitale Kontrolle von Energie und Zeit ins Spiel.

Der Tief-Mitteltöner und eine von zwei Passiv-Membranen
Der Tief-Mitteltöner und eine von zwei Passiv-Membranen

Jörg Bohne verwendet für seine Einstiegssysteme einen Vollverstärker mit einer integrierten Vier-Kanal-DSP-Frequenzweiche und Dirac-Korrektur. Die soll in praktisch jedem Hörraum zu einem gleich empfundenen Klangerlebnis führen. Durch den Einsatz von FIR-Filtern – finite impuls respond, Filter mit endlicher Impulsantwort – wird das Zeit-Verhalten optimiert. Diese Filter sollen niemals instabil sein oder zu selbständigem Schwingen angeregt werden können. Durch die Möglichkeit, vier verschiedene Presets abzuspeichern, kann man den Frequenzgang den eigenen Hörgewohnheiten oder der Aufnahme anpassen. So ist beispielsweise eine lineare Zielkurve ideal, um eine Aufnahme beurteilen zu können. Eine leicht zu den Höhen abfallende Zielkurve wirkt aber meist etwas angenehmer. Dabei sind den Zielkurven innerhalb vernünftiger Gestaltungsbereiche keine Grenzen gesetzt.

Links im Bild zu sehen ist der Tief-Mitteltöner von Sica mit einer 75-Millimeter-Aluminiumflachdraht-Schwingspule. Die Tiefbasswiedergabe geht hinunter bis 28 Hertz
Links im Bild zu sehen ist der Tief-Mitteltöner von Sica mit einer 75-Millimeter-Aluminiumflachdraht-Schwingspule. Die Tiefbasswiedergabe geht hinunter bis 28 Hertz

Wie wichtig die Raumkomponente für das High-End-Erlebnis ist, habe ich selbst durch vielfältige Anpassungen und Optimierungen meines eigenen Hörraums im Laufe der letzten Monate erlebt: Man glaubt gar nicht ,auf wieviel Hörgenuss man verzichtet, wenn der Hörraum nicht ausgemessen und danach entsprechend optimiert wurde. Zum Lieferumfang des Bohne Audio BB-10 Systems gehörte der Class-A/B-Vollverstärker BA-250. Er besitzt 4 Kanäle und stellt eine Leistung von 200 Watt RMS für die Tieftöner und 100 Watt RMS für die Hochtöner bereit. Alternativ gibt es noch eine preisgünstigere Variante, den BA-250-D, der als Class-D-Verstärker ausgelegt ist. Jörg Bohne hält aber Class-A/B-Verstärker über das Gesamtklangspektrum den Class-D-Verstärkern nach wie vor für überlegen. Das gilt seiner Meinung nach besonders bei kurzen Wellenlängen, während er im Bassbereich Class-D-Verstärker durchaus für nahezu ebenbürtig erachtet.


  • Struss Audio DM250

    Den polnischen Verstärkerhersteller Struss hat Hifistatement Ihnen schon in den Messeberichten aus Warschau und den Süddeutschen Hifi-Tagen vorgestellt. Mein Kollege Wojciech Pacula beschäftigte sich vor mehr als einem Jahr intensiv mit dem Vollverstärker DM 250. Der ist nun auch bei ausgesuchten deutschen Händlern erhältlich. Hier der Test aus HighFidelity. Ich wollte, ja ich wollte diesen Text wirklich anders anfangen, um den Erinnerungen an den Test des Verstärkers Chopin MkVI von Struss Audio zu entkommen. Aber…
    20.09.2019
  • Mastersound Dueundici

    Die italienische Hersteller Mastersound ist bekannt für seine feinen Röhrengeräte, die über eine hohe Fertigungstiefe bis hin zu selbst gewickelten Trafos und Ausgangsübertragern verfügen. Für Fans von Kleinleistungsverstärkern wie mich ist daher der zweimal elf Watt leistende Röhrenvollverstärker Dueundici von besonderem Interesse. Zwar bin ich bereits häufiger zum Beispiel auf Messen oder bei Fachhändlern Geräten von Mastersound über den Weg gelaufen, allerdings hatte ich noch nie die Gelegenheit, mir eins dieser Geräte intensiver anzuhören. Beziehungsweise…
    20.08.2019
  • Bohne Audio BB-12

    Das größte Bohne Audio System BB18 begeisterte mich auf der High End, das zweitkleinste, die BB-10 habe ich bereits getestet. Genau in der Mitte der Bohne Audio Angebotspalette positioniert sich die BB-12. Das dürfte sie für viele High-Ender besonders interessant machen. Nachdem ich im Frühjahr eines der beiden Einstiegsmodelle von Jörg Bohne, dem Chef von Bohne Audio testen konnte, faszinierte mich auch sein Topmodell auf der diesjährigen High End. Von den unzähligen Sessions, die ich…
    13.11.2018
     
  • Crayon Audio CIA-1

    Als ich nach längerer Abstinenz vom Testerdasein mal wieder einen Anruf vom Chefredakteur bekam, ob ich nicht mal einen Crayon „machen“ möchte, habe ich spontan zugesagt. Den Verstärkerkreationen aus dem Steyrischen eilt ein sehr musikalischer Ruf voraus, und viele Nutzer äußern sich geradezu euphorisch über die zurückhaltend gestalteten Geräte. Auch der Kollege Kemper zeigte sich sehr angetan von dem CFA-1.2. So präsentiert sich auch der kleinste Vollverstärker mit der neckischen Bezeichnung CIA-1 – nein, ich…
    25.06.2018
  • Bahnbrechende Bohne Aktivlautsprecher

    Das Top-Modell BB-18 der neuesten Generation der patentierten Aktivlautsprechersysteme von Bohne Audio wird erstmalig auf der HIGH END an Trinnov-Vorverstärkern mit volldigitaler Raumkorrektur vorgeführt. Dort werden auch der neue Subwoofer BA-18 und die Standlautsprecher BB-15 und BB-12 mit den zugehörigen Class-AB-MOSFET-Endstufen präsentiert. Die BB-18 spielt dabei zusammen mit den digitalen Vorverstärkern respektive Soundprozessoren mit volldigitaler Raumkorrektur des französischen Premium-Herstellers Trinnov. Sie besitzt einen 18-Zoll-Bass, der zusammen mit dem Bohne-typischen patentierten Bändchen ein Zweiwegesystem bildet. Das…
    08.05.2018
  • Accustic Arts Power I MK 4 und Player I

    Nach langer Testabstinenz, ausgelöst durch berufliche Veränderung und Umzug, hatte ich das Vergnügen, in den letzten Wochen die Kombination aus dem Vollverstärker Power I MK 4 und dem CD-Spieler Player I von Accustic Arts zu testen. Sie haben richtig gelesen, auch wenn ich damit vorgreife: Es war ein Vergnügen! Aber jetzt erst einmal zu den technischen Details. Bei beiden Geräten fällt gleich nach dem Auspacken auf, dass sie zum einen ordentliches Gewicht aufweisen und zum…
    19.01.2018
 
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen