tests/19-07-02_auralic
 

Auralic Aries G1

02.07.2019 // Dirk Sommer

Auch wenn es so aussehen könnte: Weder Urlaubszeit noch hohe Temperaturen nehmen wir zum Anlass, ältere Artikel zu recyclen. Vor anderthalb Jahren habe ich Ihnen den Auralic Aries G2 vorgestellt, hier geht es um den Aries G1: Der ist um mehr als 40 Prozent günstiger und technisch dennoch zum Großteil mit dem Zweier identisch.

Beim Erscheinen des Aries G2 nahm ich fälschlicherweise an, dass die Namensergänzung für „Generation 2“ stünde und hielt ihn für den legitimen Nachfolger des Aries Femto. Die Numero zwei bietet mit ihrem aus dem Vollen gefrästen Alugehäuse und einigen zusätzlichen technischen Features, wie ich schon im damaligen Test anmerkte, einen durchaus guten Gegenwert für ihren Preis. Dennoch irritierte es mich ein wenig, dass Auralic dem bewährten Femto ein mehr als doppelt so teueres Modell nachfolgen ließ. Mit dem Erscheinen des G1 sind nun das Missverständnis und die Irritation Schnee von gestern – ob man bei etwa 30 Grad im Hörraum wohl eher zu einer solche Formulierung greift? Egal. Der G1 bietet jedenfalls alle Anschlussmöglichkeiten, um einen Femto eins zu eins zu ersetzen. Er besitzt ein ansprechendes Vollmetallgehäuse und benötigt auch keine zusätzliche, höherwertige externe Stromversorgung wie der Femto. Damit ginge der Preis von 2500 Euro auf jeden Fall in Ordnung – entsprechende klangliche Leistungen einmal vorausgesetzt.

Erst auf den zweiten Blick nimmt man den Unterschied zwischen G1 und G2 wahr: Letzterer wird aus einem Block gefertigt. Beim G1 lassen die Rillen auf und zwischen den einzelnen Gehäuseteilen darauf schließen, dass das Gehäuse aus mehreren Aluminium-Platten zusammengesetzt ist
Erst auf den zweiten Blick nimmt man den Unterschied zwischen G1 und G2 wahr: Letzterer wird aus einem Block gefertigt. Beim G1 lassen die Rillen auf und zwischen den einzelnen Gehäuseteilen darauf schließen, dass das Gehäuse aus mehreren Aluminium-Platten zusammengesetzt ist

Die eingesetzte Technik weckt zumindest hohe Erwartungen: Der G1 nutzt wie der G2 Auralics Tesla-G2-Plattform, die in einem bei Auralic „Resampling“ genannten Prozess ankommende Datenströme auf 705,6 respektive 768 Kilohertz hochzurechnen vermag. Der Prozessor des G1 kann wie der des Zweiers auf einen Zwei-Gigabyte-System- und einen Acht-Gigabyte-Datenspeicher zugreifen. Die Dual-Femto-Clock wurde auch vom größeren Bruder übernommen. Bei der Stromversorgung gibt es ebenfalls keine Abstriche: Auch im G1 finden sich zwei analoge, galvanisch voneinander getrennte Netzteile, denen Auralics „Purer-Power-Technologie“ zugrunde liegt. Dabei geht es um die Reinigung des Stroms von hochfrequentem Schmutz und die Vermeidung von Interferenzen zwischen verschiedenen Funktionsgruppen über die Energieversorgung: Ein Purer-Power-Netzteil speist die Tesla-G2-Plattform, das Farb-LC-Display und eventuell über USB angeschlossene Festplatten. Der zweite Purer-Power-Zweig versorgt empfindliche Audiokomponenten wie den Taktgenerator mit seiner Dual-Femto-Clock und den USB-Audioausgang. Worauf muss der Einser dann überhaupt verzichten?

Gehäuse-Deckel und -Seitenwände bilden auch beim G1 eine Einheit
Gehäuse-Deckel und -Seitenwände bilden auch beim G1 eine Einheit


  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026
  • Rega Mercury / Solis

    Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement! Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder…
    20.01.2026
  • Final UX5000

    Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups. Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in…
    16.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.