tests/19-07-16_audioexklusiv
 

Audio Exklusiv R7

16.07.2019 // Dirk Sommer

Alle bisher an dieser Stelle vorgestellten Vor- und Endstufen von Audio Exklusiv überzeugten durch ihr durchdachtes Konzept, ihren Klang und ihre sehr gute Verarbeitung. Hinzu kam eine enorm kundenfreundliche Preisgestaltung. Trifft das alles auch für die Vorstufe R7, die erste Komponente aus der Reference Line, zu?

Dass es eine über den bisherigen Geräten angesiedelte Serie geben wird, dürfte für Hifistatement-Leser keine Überraschung sein. Schon vor beinahe zwei Jahren konnte ich Ihnen in einer unserer raren Erlkönig-News einen sehr frühen Prototyp des R7 vorstellen und einige Konstruktionsmerkmale verraten: Das in einem separaten Gehäuse untergebrachte, strikt kanalgetrennt aufgebaute Netzteil verfügt über insgesamt sechs Trafos. Gleichgerichtet wird sowohl mit Röhren als auch mit sehr schnellen Dioden. Auch bei der Signalverarbeitung hängen Firmenchef Andreas Schönberg und sein Entwickler keinem Dogmatismus an: Der Röhrenstufe folgt ein mit Transistoren aufgebauter Buffer, um das Signal für den Transport zur Endstufe möglichst niederohmig und damit weitestgehend immun gegen Kabeleinflüsse zu machen. Da man sich bei der Reference-Serie keinen finanziellen Beschränkungen unterwirft, wird die Lautstärke mit einem vierkanaligen, 64-stufigen, fernbedienbarem Lautstärke-Steller von Khozmo geregelt, bei dem die Widerstände per Relais geschaltet werden.

55 Kilogramm feinste Vorstufentechnik in zwei Gehäusen
55 Kilogramm feinste Vorstufentechnik in zwei Gehäusen

Dass die Lautstärkeregelung vierkanalig ausgelegt wurde, ist ein Indiz für den vollsymmetrischen Aufbau der R7. Ebenso weltoffen wie bei den aktiven Bauelementen ist Andreas Schönberg auch bei diesem Thema – im Gegensatz zu mir, zumindest wenn es um meine eigene Kette geht: Da lege ich Wert auf symmetrische Eingänge und eine ebensolche weitere Signalführung, denn die Studio-Tonbandmaschinen und meine Phonostufe – bei einer symmetrischen Quelle wie einem MM- oder MC-Tonabnehmer ist eine entsprechende Signalverarbeitung wirklich sinnvoll – liefern ausschließlich symmetrische Ausgangssignale. Zudem ziehe ich diese Anschlussvariante auch beim D/A-Wandler, dem Chord Electronics DAVE vor. Damit wir uns nicht missverstehen: Ich halte Geräte mit symmetrischer Signalverarbeitung nicht prinzipiell solchen mit unsymmetrischer für überlegen.

Die Lösung zur Lautstärkeregelung bezieht Audio Exklusiv von Khozmo: per Relais geschaltete Widerstände inklusive Drehgeber, Display und Fernbedienung
Die Lösung zur Lautstärkeregelung bezieht Audio Exklusiv von Khozmo: per Relais geschaltete Widerstände inklusive Drehgeber, Display und Fernbedienung


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