tests/19-09-20_struss
 
Test.
Polish English|

Struss Audio DM250

20.09.2019 // Wojciech Pacula

b_850_0_16777215_10_images_content_tests_19-09-20_struss_3Y8A0371.jpg

Auch das Verebben des Klanges ist ein wenig maskiert, und das ist wahrscheinlich der Grund dafür, warum die Interpreten, die sich am imaginären Bühnenrand befinden, in meinem Raum zu sein scheinen, anstatt mich in den Raum zu versetzten, in dem die Musik aufgenommen wurde. Stimmen und Instrumente kommen groß, voll und satt rüber und haben große, schöne Körper. Sie werden jedoch im Hier und Jetzt platziert, und der Hall und die Akustik der Aufnahmeräume treten in den Hintergrund. Paradoxerweise hat klassische Kammermusik davon profitiert, denn die Interpreten standen nahe bei mir, es wurde durch den Nachhall keine Distanz suggeriert. Der D 250 ist ein mittelgroßer integrierter Verstärker, der Hersteller spricht von einem „Dual Mono Design“. Das liegt darin begründet, dass es zwei Monoblöcke gibt, die von separaten Transformatoren versorgt werden. Die Frontblende ist sehr schön: Sie wird durch ein karminrotes Band in zwei Teile geteilt und sieht sie wirklich gut aus. Diese Art des Designs ist kein Novum, denn in einer abgewandelten Form kennen wir es von elinsAudio-Geräten. Aber hier sieht man, dass es darum geht, eine ähnliche Idee zu verwenden und sie nicht einfach zu übernehmen. Die Frontseite ist aus dick eloxiertem Aluminium gefertigt. Sie ist nicht wie üblich flach, sondern leicht gebogen, was den Gesamteindruck ein „architektonisches Flair“ verleiht. Die Produktion übernimmt ein Unternehmen aus Kanada.

b_850_0_16777215_10_images_content_tests_19-09-20_struss_3Y8A0368.jpg

Die Bedienungselemente kennen wir vom Test des Struss Chopin. Es gibt einen kleinen Lautstärkeregler und einen Eingangswahlschalter; letzterer kann auch den Endstufen- und Vorverstärkerbereich trennen, wenn der Benutzer das Gerät in ein Heimkinosystem integrieren möchte. Der vom Chopin bekannte Regler zur Einstellung des Pegels am Kopfhörerausgang ist jedoch verschwunden: Struss Audio hat auf dieses Feature verzichtet. Der ausgewählte Eingang wird durch blaue LEDs angezeigt. Ungewöhnlich ist der Netzschalter: Er hat – wie man es von Industriegeräten her kennt – eine Verriegelung, die ein versehentliches Ein- und Ausschalten des Gerätes verhindert. Auf der Rückseite finden wir einen speziellen Eingang mit der Bezeichnung CD/DAC – mit hochwertigen WBT- Buchsen – und Lautsprecheranschlüsse desselben Herstellers. Die übrigen Cinch-Eingänge sind klassisch und mit der Leiterplatte verlötet. Da der Verstärker für den Export in die USA und Kanada konzipiert wurde, gibt es auch einen symmetrischen XLR-Eingang und, wie bereits erwähnt, einen Endstufen-Eingang. Das von einer der in der Nähe von Warschau ansässigen Firmen hergestellte Gehäuse besteht aus gebogenen, verzinkten Stahlblechen. Die äußeren Seiten sind lackiert. Innen verwendet Struss Audio eine Bitumen-Matte zur Schwingungsdämpfung. Der Verstärker steht auf Aluminiumfüßen mit Filzscheiben.

b_850_0_16777215_10_images_content_tests_19-09-20_struss_3Y8A0369.jpg


  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026
  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.