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MrSpeakers Ether 2

24.09.2019 // Finn Corvin Gallowsky

„Frequenzgang? Ja!“ Das steht genau so im Datenblatt des Ether 2, dem neuen Magnetostaten-Flaggschiff des kalifornischen Herstellers MrSpeakers. Mit Superlativen in Sachen Frequenzgängen muss sich der Kopfhörer nicht schmücken, sein hervorragender Ruf eilt ihm voraus. Nicht nur deshalb bin ich sehr gespannt auf einen ausführlichen Test.

Das Design des Ether 2 zieht mich unweigerlich an. Aktuell einer der schönsten Kopfhörer, die der Markt zu bieten hat. Sehr filigran, elegant und zeitlos. Kein Detail zu viel und alles im Dienste der Funktionalität. Die beiden Treibergehäuse verfügen über jeweils einen, einseitig befestigten Halterahmen. Beide Seiten werden nur durch zwei sehr dünne Streben verbunden, an denen das Kopfband mit kleinen Plastikhaltern befestigt ist. So schafft es der Ether, Gewicht zu sparen, ohne auf hochwertige Materialien und ein Metallgehäuse zu verzichten, ist dabei auch noch stufenlos größenverstellbar und dennoch überraschend stabil. Nicht mal 300 Gramm bringt er auf die Waage, kein Wunder also, dass der Tragekomfort hervorragend ist. Ich habe gleich ein ganzes Arsenal an Kabeln mitbestellt, um möglichst flexibel zu sein. Neben dem Standard 6,3-Millimeter-Klinkenstecker auch zwei symmetrische Varianten. Einmal mit vierpoligem XLR-Stecker, den ich mit einem Adapter an beiden Kopfhörerbuchsen meines Brooklyn DAC+ nutzen und so das volle Potential des Doppel-Mono-Aufbaus ausschöpfen kann. Eine zweite symmetrische Variante mit 4,4-Millimeter-Klinke, bei einer deutlich kürzeren Kabellänge von 110 Zentimetern, entgegen 180 Zentimetern, hatte ich ursprünglich für den Betrieb am DAP HiBy R6 Pro vorgesehen. Aufgrund der sehr geringen Impedanz von nur 16 Ohm des Ether 2 sollte er auch ohne allzu potenten Kopfhörerverstärker zu Höchstleistungen auflaufen. Der Player ist allerdings bei meinem Kollegen Jürgen Saile gelandet, der neuerdings von einer In-Ear-Sucht gepackt wurde und großes Interesse an dem kleinen Alltagsbegleiter gezeigt hat. Auf einen Test des Players aus seiner Feder dürfen Sie sich also bereits freuen. Deshalb habe ich den Ether 2 nur ganz kurz mittels eines Adapters auf Miniklinke an meinem Smartphone getestet und kann bestätigen, dass die mickrige Verstärkerpower des Kopfhörerschlusses tatsächlich für amtliche Lautstärken ausreicht.

Der Aufbau des Ether 2 ist schlicht, filigran und elegant, aber dennoch robust und extrem funktional
Der Aufbau des Ether 2 ist schlicht, filigran und elegant, aber dennoch robust und extrem funktional

Kopfhörerseitig besitzen alle Kabel den vierpoligen Push-Pull-Stecker Evalucon SN-8-4(P). Ich mag diese Steckervariante sehr. Nicht nur, dass sie gut aussieht, ihre Haptik ist ausgezeichnet und der Klick beim Einrasten hat etwas ungemein Befriedigendes. Wie langzeittauglich diese Verbindung ist, kann ich allerdings schwer einschätzen. Für ein Kopfhörerleben in den Händen eines Enthusiasten dürfte es mehr als ausreichend sein. Für den rauen Studioalltag eventuell nicht, was auch nicht unbedingt der bevorzugte Einsatzzweck des Ether 2 sein dürfte. Der 4,4-Millimeter-Pentaconn-Stecker stammt vom Hersteller Nippon DICS, alle anderen verbauten Stecker aus dem Hause Neutrik. Die Kabel selbst sind über die Maßen solide, dennoch sehr flexibel. Mikrofonie suche ich vergebens. Um passende Kabel muss man sich beim Kauf zunächst also keine Gedanken mehr machen, deshalb direkt zu den technischen Details des Kopfhörers selbst.

Neben dem Standard-Kabel gibt es sämtliche erdenkliche Ausführungen, hier auch zu sehen zwei symmetrische Kabel mit 4-poligen-XLR-Stecker und 4,4-Millimeter-Klinkenstecker, außerdem der Adapter für meinen Brooklyn DAC+
Neben dem Standard-Kabel gibt es sämtliche erdenkliche Ausführungen, hier auch zu sehen zwei symmetrische Kabel mit 4-poligen-XLR-Stecker und 4,4-Millimeter-Klinkenstecker, außerdem der Adapter für meinen Brooklyn DAC+


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