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Ayon S-10 Netzwerkplayer

18.02.2020 // Roland Dietl

Hinzu kommt eine außerordentlich realistische räumliche Wiedergabe, eine entsprechende Aufnahme vorausgesetzt. In der klanglich exzellenten Einspielung der „7. Symphonie“ von Beethoven mit dem Budapest Festival Orchestra (Beethoven: Symphony No. 7 - Channel Classics, 96 kHz) unter Iván Fischer kommen mit dem S 10 II niemals Zweifel auf, wo welches Instrument positioniert ist und welche Größe es hat. Gerade letzteres ist mir bei der räumlichen Abbildung wichtig, da ich es nun einmal nicht mag, wenn aus einer kleinen Flöte gefühlt plötzlich ein zwei Meter großes Instrument wird.

Die JRemote Album-Ansicht
Die JRemote Album-Ansicht

Jetzt habe ich Ihnen ganz verschwiegen, dass ich mittlerweile die DSD-Konvertierung zugeschaltet habe. Ganz allgemein kann man sagen, dass damit vielen PCM-Aufnahmen ein wenig mehr Glanz und vielleicht das gewisse Extra verliehen wird. Insbesondere Musikmaterial in CD-Qualität profitiert von der DSD-Konvertierung enorm. Wie schon beim „alten“ S 10 liegt für mich bei DSD128 das Optimum. Bei DSD256 kann ich keinen weiteren Vorteil erkennen, auch wenn es ohne Zweifel leicht anders klingt. Aber das mag sicherlich auch eine Frage des Geschmacks sein.

Zum Vergleich die Album-Ansicht im Webbrowser
Zum Vergleich die Album-Ansicht im Webbrowser

Und wie schlägt sich der S 10 II als reiner Netzwerkplayer ohne JRiver? Um das herauszufinden, kommt als Zuspieler mein mit AudiophileOptimizer getunter Musikserver mit Windows Server 2012R2 im Core Mode zum Einsatz. Auf dem Server sind sowohl MinimServer als auch Roon Core installiert. In beiden Konfigurationen gibt es, was die Bedienung betrifft, nichts zu meckern. Die hauseigene Ayon-App ist optisch ansprechend und versteht sich mit der Streaming-Einheit des S 10 II ganz ausgezeichnet. Noch wichtiger ist, dass mich das klangliche Ergebnis auch in dieser Konstellation in jeder Hinsicht überzeugen kann. Allerdings ist der Einfluss des Musikservers nicht zu unterschätzen. Wenn ich zum Vergleich mein Sony Notebook mit Windows Server 2019 und MinimServer, das ich ebenfalls mit AudiophileOptimizer optimiert habe, heranziehe, dann ist der S 10 II in der „Server“ Version klar im Vorteil.


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