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Melco S100

21.02.2020 // Dirk Sommer

Ich habe es Melco zu verdanken, dass ich meine gerippten CDs und hochaufgelösten Audio-Files schon seit Jahren nicht mehr per Computer abspiele. Inzwischen umfasst das Angebot der japanischen Digital-Spezialisten nicht nur diverse Musikserver und Netzwerkspieler, sondern auch ein für Audio-Anwendungen optimiertes Switch.

In der Kette meiner Gattin im Wohnzimmer liefert ein N1A 60HA/2 die Daten, im Arbeitszimmer ist es N1Z 60HA/2, und zum Rippen von CDs benutzen die Kollegen und ich das D100-Laufwerk, unseren sogenannten Redaktions-Ripper. Da mich das Melco-Trio rundum überzeugt, habe ich versucht, auch des Switch' möglichst schnell habhaft zu werden. Wie stark ein Vertreter dieser Gerätegattung zum Wohlklang beitragen kann, hat Roland Dietl bereits vor drei Jahren im ersten Test des Aqvox AQ-Switch-8 beschrieben. Dass es noch besser geht, bewies Aqvox-Entwickler Norman Lübke dann mit der SE-Version. Das Telegärtner M12 Switch Gold brachte meine Digital-Kette dann auf ein noch höheres Niveau – erforderte jedoch eine ganz beträchtliche Investition und die Umstellung auf LAN-Kabel mt M12-Steckern auf der einen Seite. Danach gab es dann keinerlei Skrupel mehr: Roland Dietl beschäftigte sich in der Marken-eigenen Umgebung mit dem Switch von SOtM, dem sNH-10G, schreckte auch nicht davor zurück, die 10-Megahertz-Clock sCLK-OCX10 zur Taktung des Switch anzuschließen – und war so begeistert von deren Effekt auf seine digitale Wiedergabekette, dass ich das Set auch in meiner Anlage ausprobierte. Und auch hier überzeugte es voll und ganz. Vielleicht ist es dem einen oder anderen Musikfreund oder Analogfan schwer zu vermitteln, aber der Kollege und ich haben je ein SOtM-Set für unsere Ketten erworben: Wir wollen ja schließlich auch weiterhin ausprobieren können, welche klanglichen Höhenflüge mit dem, was einst als „Computer Hifi“ begann, noch möglich sind.

Das S100 ist sehr gut verarbeitet. Die Qualität des Gehäuses soll einen positiven Effekt auf den Klang haben
Das S100 ist sehr gut verarbeitet. Die Qualität des Gehäuses soll einen positiven Effekt auf den Klang haben

Doch zurück zu Melcos S100. Zur Beschäftigung damit dürfte es hilfreich sein, noch einmal kurz an die Wurzeln der Firma zu erinnern, auch wenn ich die im Artikel über den HA-1NA schon erwähnt hatte: In den 70-er Jahren gab es ein Aufsehen erregendes japanisches Schallplattenlaufwerk, dessen modularer Aufbau als Vorbild einiger mächtiger Masselaufwerke gelten kann. Dieses hatte Makoto Maki konstruiert, dessen Name auch für den ersten Buchstaben der Firmenbezeichnung steht: Maki Electronic Laboratory Company oder kurz Melco. Seine Firma entwickelte sich inzwischen zum größten Hersteller von Computer-Peripherie in Japan. Unter dem Markennamen Buffalo werden Wireless Router, Ethernet-Daten-Switches und Speichermedien angeboten. Ausreichend Kompetenz in Sachen Switches dürfte bei Melco respektive Buffalo also vorhanden sein. Daher überrascht es nicht wirklich, dass die japanischen Digital-Spezialisten einen völlig anderen Ansatz wählen als die Hersteller aller oben erwähnten Switches.

Der S100 bietet vier LAN-Anschlüsse mit einer maximalen Datenrate von 100 Megabit und vier weitere mit maximal 1 Gigabit
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