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Finite Elemente Carbofibre° HD

24.04.2020 // Dirk Sommer

Mit meinem Hörraum habe ich Glück: Auch ohne spezielle Dämpfung, Diffusoren oder Absorber klingt er ziemlich gut. Die Interaktion der Endstufe mit dem gefliesten Boden ist jedoch alles andere als optimal: Da machen sich verschiedene Arten der Ankoppelung stark bemerkbar. Bringt Finite Elementes Carbofibre°-HD-Absorberbasis noch eine Verbesserung?

Bei den Lautsprechern sieht es übrigen auch nicht besser aus. Das führte bei meinen langjährigen Favoriten, den Kawero Classic schließlich dazu, dass sie auf einer vogelwild aussehenden Kombination aus den mitgelieferten Stillpoints und Harmonix-Füßen ruhten. Aber die ideale Stellfläche für die Lautsprecher ist ja ein anderes Thema. Als noch die Brinkmann Monos für die Verstärkung sorgten, waren die Finite Elemente Cerabase – heute Cerabase° Classic – für die Ankopplung verantwortlich. Die übernahmen den Job auch bei den Ayon Epsilon. Unter Einsteins The Poweramp lösten die Harmonix TU-666ZX „Beau Tone“ die Cerabase ab, später kam dann deren Edel-Version TU-666M „BeauTone Million“ zum Einsatz. Die kurze, noch erfreulichere Episode mit Harmonix „The Base“ TB-0917 habe ich aufgrund ihres eher abschreckenden Preises schon fast verdrängt. Dabei half SSCs Big Magic Base ganz hervorragend, denn in Kombination mit The Poweramp bewegt sie sich klanglich oberhalb eines Vierersets TU-666M „BeauTone Million“, preislich erfreulicherweise aber darunter.

Die Carbofibre° HD ist rundum hervorragend verarbeitet. Sie besitz einen fünfschichtigen Aufbau: Zwischen den drei Lagen aus Carbonfasermaterial liegen zwei Wabenkerne aus Polymerkunststoff
Die Carbofibre° HD ist rundum hervorragend verarbeitet. Sie besitz einen fünfschichtigen Aufbau: Zwischen den drei Lagen aus Carbonfasermaterial liegen zwei Wabenkerne aus Polymerkunststoff

Daher gab es für mich keinen Grund, an der Aufstellung der Endstufe etwas zu ändern – hätte ich nicht anlässlich Wolfgang Kempers Vergleich eines alten mit einem aktuellen Pagode-Rack mit deren Entwickler Luis Fernandes gesprochen. Er schlug mir vor, seine Carbofibre° HD einmal unter einer Endstufe zu testen. Solche Angebote lassen mich meist eher kalt. Aber ich habe schon im letzten Jahrhundert voller Zufriedenheit zwei Pagode-Racks benutzt. Noch mehr beeindruckte mich, dass sich immer, wenn Luis Fernandes vorbeikam, um eine vermeintliche, aktuelle Verbesserung zu installieren, seine Ankündigungen bewahrheiteten: Danach agierten die Racks wirklich auf einem höheren Niveau. Und deshalb bestellte ich umgehend eine Carbofibre° HD.

Dank der eingelassenen Libelle ist es ein Leichtes, die Basis korrekt auszurichten
Dank der eingelassenen Libelle ist es ein Leichtes, die Basis korrekt auszurichten

Laut Luis Fernandes soll die eigenständige Produktlinie Carbofibre° dem Kunden die Möglichkeit bieten, auch auf Untergründen wie zum Beispiel Side- oder Lowboards oder dem Fußboden eine deutliche Klangverbesserung für die aufgestellten Geräte zu erzielen. Zudem seien die Carbofibre°-Basen auch als klangliche Alternative zu den pagode°-Plattformen gedacht, wenn etwa deren Stellplatz nicht ausreicht oder aber Sondermaße gewünscht sind. Die hervorragenden Klangeigenschaften des bei der neuen pagode°-Generation für die Gerätestellflächen eingesetzten, aus einem Polymerkunststoff gefertigten Wabenkernmaterials würden im Verbund mit der allseitigen Ummantelung durch das Carbonfasermaterial noch deutlich verbessert, denn die sich dadurch ergebende extreme Torsionssteifigkeit sorge in Kombination mit dem ultraleichten Wabenkernmaterial für eine optimal kontrollierte Resonanzdämpfung und -ableitung. Das Ergebnis sei eine verbesserte Auflösung und Feinzeichnung, ein größerer Dynamikumfang und ein deutlich kohärenteres Klangbild.


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