tests/20-08-11_english
 

English Electric 8 Switch

11.08.2020 // Roland Dietl

English Electric ist die neue Submarke des bestens beleumundeten britischen Kabelherstellers „The Chord Company“. Unter der neuen Marke möchte man das bestehende Portfolio um hochwertige Elektronik erweitern. Das erste Produkt ist der EE 8-Switch, der durch audiophile Technik die netzwerkbasierte Musikwiedergabe verbessern soll.

Es ist schon interessant, dass „The Cord Company“ mit ihrem ersten Produkt unter der neuen Marke gerade in den Bereich Netzwerk-Hardware springt. Als wir uns bei Hifistatement vor mittlerweile mehr als drei Jahren mit Netzwerk-Technik im Allgemeinen und Netzwerk-Switches im Besonderen zu beschäftigen begannen, ernteten wir von so mancher Seite im besten Fall ein mildes Lächeln. Doch immer höherwertige Audio-Server und DACs lassen uns inzwischen Feinheiten hören, an die noch vor einigen Jahren nicht zu denken war. Damit kommt aber auch der gesamten Netz-Infrastruktur, beginnend beim Router über den Switch bis zu den Kabeln eine ganz andere Bedeutung zu. Wie immer bei Digital-Audio geht es letztlich um die Vermeidung von Jitter und Störgeräuschen aller Art. In normalen Computer-Netzwerken spielen diese Punkte eine eher untergeordnete Rolle. Doch bei der Audio-Wiedergabe sind das die zentralen Einflussfaktoren. Inzwischen sind auch einige Audio-Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen und bieten hoch-optimierte Netzwerk-Komponenten zum Teil in Preisregionen, die den Wert so mancher durchaus gehobenen Anlage übersteigen. Der EE 8 ist im Vergleich dazu in einer etwas vernünftigeren Preisregion angesiedelt, kostet aber immer noch ein Vielfaches der üblichen „Wald-und-Wiesen“-Geräte aus dem Computer-Bereich.

Der EE 8 von vorne
Der EE 8 von vorne

Beim EE 8 handelt es sich, wie der Name schon sagt, um einen Switch mit acht 100/1000 Base-T-Gigabit-Ethernet-Ports. Besondere schaltungstechnische Maßnahmen zur Abschirmung gegen nieder- und hochfrequente elektrische Störungen sollen für einen optimalen Datenaustausch sorgen. Bei der Taktung der Netzwerksignale setzt man auf einen hochpräzisen TCXO-Kristall-Oszillator. Das Gehäuse aus massivem Aluminium soll zusätzlich einen hervorragenden Schutz vor Störgeräuschen oder HF-Strahlung von außen bieten. Auf jeden Fall unterscheidet es sich wohltuend von den Gehäusen billiger Switches und ist schwer genug, um beim Anschluss mehrerer Kabel nicht gleich zu verrutschen.

Winzige LEDs auf der Vorderseite zeigen von links nach rechts „Power on“ (grün), Fehler (rot) sowie den Verbindungsstatus und die Geschwindigkeit (grün für 1000 Mbps und bernsteingelb für 100 Mbps) für jeden einzelnen der acht Ports an. Auf der Rückseite finden wir die besagten acht Ethernet-Ports, die bei unserem Testexemplar nicht beschriftet waren, sowie einen Fünf-Volt-Eingang für die Spannungsversorgung des Geräts. Wichtig ist, das ankommende LAN-Kabel vom Router in den Eingang 1 zu stecken – das ist der Port unmittelbar neben der Stromversorgung – und die anderen Geräte, wie NAS und Netzwerk-Player, an die Eingänge 2 bis 7 anzuschließen. Anders verkabelt wird der EE 8 zwar auch funktionieren, aber die optimale Klangqualität ist dann nicht gewährleistet.


  • Rega Aos MC

    Rega schließt die Lücke in seinem Portfolio für MC-Phonovorstufen. Die neue Aos positioniert sich zwischen der vergleichsweise einfachen Fono MC und der Referenz-Phonovorstufe Aura MC. Mit von der Aura abgeleiteter Technik und einem Preis von 2000 Euro dürfte sie im interessanten Sweet Spot für die meisten MC-Fans liegen. Schon allein aufgrund ihrer bloßen Abmessungen wickelt mich dieses Gerät sofort um den Finger. Mit der ungefähren Grundfläche eines DIN-A4-Blatts und der schmalen Seite als Front entspricht…
    03.11.2026
  • KLH Audio Model Four

    Endlich steht mal etwas ganz anderes in meinem Hörraum. Der Lautsprecher des traditionsreichen amerikanischen Herstellers KLH entspricht einem Design von vor mehr als 50 Jahren, wie man es auch heutzutage bei Edelmarken wie Harbeth oder Audio Note findet. Bislang hatte ich nicht das Vergnügen, einen solchen Lautsprecher im Hörraum zu erleben. Neben dem Design mit breiter Schallwand und geringer Bautiefe macht der Paarpreis von knapp 2000 Euro die KLH Model Four hochgradig interessant. Auf zum…
    19.10.2026
  • darTZeel Audio CTH-8550 Mk II

    darTZeel ist ein Schweizer Unternehmen, das 2001 in Genf von Hervé Delétraz gegründet wurde. Der Name ist ein Anagramm des Nachnamens Delétraz. Die Arbeit an den ersten Geräten begann bereits 1984 im Rahmen einer Diplomarbeit, und nach 18 Jahren Forschung wurde 2002 der Leistungsverstärker NHB-108 offiziell vorgestellt. Es gibt Marken, auf die man viele Jahre warten muss, aber man wartet trotzdem weiter. So war es für mich bei der Marke darTZeel. Zufällig traf ich ihren…
    13.10.2026
  • IsoAcoustics GAIA Neo I

    Erinnern Sie sich noch? Es ist bereits eine ganze Weile her, da haben Hifi-Fans ihre Lautsprecher auf Tennisbälle gestellt, um einen besseren Klang aus ihnen herauszukitzeln. Oder sie haben abenteuerliche Selfmade-Konstruktionen gebastelt, auf denen die vielleicht nicht ganz highendigen Schallwandler platziert wurden. Das ist lange her und in der Zwischenzeit hat sich in Sachen Lautsprecher-Füße einiges getan. Es gibt eine große Zahl an Herstellern, die Basen, Spikes oder Ständer mit unterschiedlichen Konzepten und Materialien produzieren,…
    09.10.2026
  • Ferrum BROEN

    Auf der High End 2025 ließ man bei Ferrum durchblicken, dass an einem Streamer gearbeitet wird. Die Ferrum Streaming Control Technology, mit der die Musikwiedergabe mittels der Fernbedienung Ferrums DAC WANDLA steuerbar ist, war bereits eine Vorbereitung auf den Streamer und das Schaffen eines gesamten Ferrum-Ökosystems. Im Oktober 2025, wenige Monate nach der High End letzten Jahres waren auf der Audio Video Show in Warschau dann bereits erste BROEN Vorserienmodelle in Betrieb. Auf der diesjährige…
    06.10.2026
  • Linear Tube Audio Century

    Century heißen die Röhren-Mono-Endverstärker von Linear Tube Audio, die ohne Ausgangsübertrager auskommen und sich dennoch grundlegend von anderen OTL-Konzepten unterscheiden. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, was die patentierte ZOTL-Technologie des Entwicklers so besonders macht und wie sie sich klanglich auswirkt. Für diesen Test haben Dirk Sommer und ich uns eine Arbeitsteilung vorgenommen, bei der ich (Carsten Bussler) mich auf die Technik der Century-Monos sowie die Hintergründe zu Linear Tube Audio und die Zusammenarbeit mit…
    29.09.2026