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Auralic Aries G2.1

13.10.2020 // Dirk Sommer

Anders als beim günstigeren G1 ist bei der aktuellen Version des Zweiers auch wieder die Lightning-Link-Schnittstelle mit an Bord, über die der Streaming Transporter mit dem firmeneignen DAC, dem Vega G2.1, verbunden werden kann. Beim Vega G2 im Zusammenspiel mit dem Aries G2 machte diese Verbindung den Unterschied: Aus einem für seine Preisklasse sehr guten Wandler wurde dank Lightning Link einer, der locker das Niveau deutlich kostspieligerer Mitbewerber erreichte. Technisch harmoniert der G2.1 mit allen bisherigen Komponenten mit Lightning Link. Wer sich nicht an die leicht veränderte Optik der G2.1-Serie gewöhnen kann und auf völliger optischer Harmonie zu bisher erworbenen Geräten besteht, kann den Aries G2, den Vega G2 sowie den Leo GX übrigens momentan noch in der alten Form bestellen.

Der Aries G2.1 verfügt selbstverständlich auch über den Lightning Link für den Datentransport zum firmeneigenen D/A-Wandler
Der Aries G2.1 verfügt selbstverständlich auch über den Lightning Link für den Datentransport zum firmeneigenen D/A-Wandler

Dank der Auralic eignen Lightning-DS-App – für mich immer noch einer der wichtigsten Gründe, grundsätzlich nicht mit einem Streamer aus anderem Hause zu liebäugeln – ist auch der G2.1 in Minuten in meine Kette integriert. Fast zwei Tage dauert es hingegen, bis die im neuen Aries integrierte SSD über das Netzwerk mit all meinen Musik-Files bestückt ist. Aber dieser Prozedur muss man sich ja nur einmal unterziehen. Von den anderen Musikspeichern im Netz bedient sich der G2.1 hingegen spontan. Und davon gibt es neuerdings eher zu viel als zu wenig, da ich dank Lichtwellenleiter und Medienkonvertern auch die Digital-Komponenten im Hörraum so gut wie ohne klangliche Einbußen mit dem heimischen Netzwerk verbinden kann. Als ich ich im Arbeitszimmer noch ein eigenes Audionetzwerk betrieb, bezog dieses seine Daten vom Melco N1Z H60/2, die Streaming-Bridges in Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer bekamen ihre Files von meinem Melco NA1 EX. Momentan tummeln sich also zwei Melcos im Netzwerk: eine gute Gelegenheit, den N1Z zum Update zum Vertrieb zu schicken, ohne in dieser Zeit auf Musik verzichten zu müssen. Währenddessen konnte sich der G2.1 in meiner Kette akklimatisieren. Bei einer meiner Qobuz-Neuerwerbung, Mats Eilertsens And The Comes The Night, einer eher ruhigen, lyrischen Trio-Scheibe, verwöhnte er mit wohlig wuchtigen Tieftönen und einer feinen, luftigen Durchzeichnung. Aber noch genieße ich einfach die neuen Scheiben, ohne zu ergründen, ob die Aufnahme oder der G2.1 mehr zum sehr hohen Spaßfaktor beitragen.

Die wohl wichtigste Neuerung wird nach dem Entfernen der neuen, schweren Bodenplatte sichtbar: das innere Gehäuse aus Kupferblech
Die wohl wichtigste Neuerung wird nach dem Entfernen der neuen, schweren Bodenplatte sichtbar: das innere Gehäuse aus Kupferblech

Da der G2 schon seit geraumer Zeit wieder beim Vertrieb ist, bleibt mir nur, den G2.1 mit dem G1 in meiner Kette zu vergleichen, der sich damals als minimal runder und ein bisschen weniger hochauflösend als der G2 erwies. Der G1, der G2.1 und der inzwischen wieder eingetroffene Melco, der sich nach dem Update mit der Bezeichnung N1Z/2EX-H60 schmücken darf, sind über das Ansuz PowerSwitch und die Digitalz D-TC Supreme miteinander verbunden. Da braucht man für einen Vergleich lediglich das USB-Kabel zum M-Scaler umzustecken und in der Lightning-DS-App zwischen den beiden Aries umzuschalten: Keith Jarretts „Wrong Blues“ vom Album Standards Live klingt zwar auch über den G1 nicht ansatzweise falsch. Der G2.1 suggeriert jedoch eine etwas weiträumigere Aufnahmeumgebung, die Instrumente werden besser voneinander getrennt, und Gary Peacocks Viersaiter kommt mit einem Hauch mehr Druck. Man könnte vom Glitzern der Becken schwärmen oder dem Sound von Holz, wenn die Sticks das Blech berühren – wenn die Becken nur nicht in bester ECM-Manier auf Anweisung des Produzenten hin hart nach rechts und links gemischt wären. Aber dafür kann der G2.1 ja nichts.


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