tests/20-05-19_ansuz
 
Test.
Deutsch English|

Ansuz Acoustics Digitalz D-TC Supreme, Mainz D2 und Darkz D-TC Supreme

19.05.2020 // Dirk Sommer

Beim Bericht über Ansuz' PowerSwitch D-TC Supreme hatte ich mich allein auf das Switch konzentriert, die Spannungsversorgung jedoch nicht berücksichtigt, denn die ist nur für firmeneigene Ethernet-Kabel wie die Digitalz D-TC Supreme nutzbar. Deshalb geht es hier um diese, ein Ansuz-Netzkabel und sehr spezielle Füße: einmal PowerSwitch mit allem.

Wie schon im Artikel über das PowerSwitch ausgeführt ist dieses eine Kombination aus LAN-Switch und Stromversorgung für die Kabel der D2-, D-TC- und D-TC-Supreme-Linien. Es gibt zehn Buchsen für vierpolige 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. An den Kontakten des Steckers konnte ich – wie berichtet – unterschiedliche, sehr niederfrequente Wechselspannungen messen. Diese werden von fünf sogenannten „Analog Dither“-Schaltungen generiert und wirken auf das Dielektrikum der LAN-Kabel ein, wie mir Ansuz-Acoustics-Chefentwickler Michael Børresen erklärte. Schon vor mehr als 75 Jahren sei bekannt gewesen, dass identische Radaranlagen am Boden nicht ganz so weit „sehen“ könnten wie die auf Schiffen oder in Flugzeugen. Grund dafür sei eine weniger stabile Stromversorgung aus dem jeweiligen Bordnetz. Leichte Schwankungen bewirkten hier eine höhere Reichweite respektive Auflösung. Deshalb beeinflusse man bei den hochwertigen Ansuz-Kabeln das Dielektrikum, um eine bessere Signalübertragung zu erreichen. Warum Ansuz aber gleich fünf „Analog-Dither“-Schaltungen einsetzt, weshalb man zur Verbindung mit dem Signalkabel vierpolige Stecker benötigt, wie der Aufbau des Digitalz D-TC Supreme genau aussieht und welche von dessen Komponenten mit welchen Spannungen verbunden sind, verriet Michael Børresen allerdings nicht. Da Reisen in nicht allzu ferner Zukunft wieder möglich sein dürfte, erhoffe ich mir weitere Erkenntnis von einem Besuch in Aalborg.

Das Mainz D2 weist äußerlich keine Besonderheiten auf. Informationen zu seinem Aufbau gibt Ansuz nicht Preis
Das Mainz D2 weist äußerlich keine Besonderheiten auf. Informationen zu seinem Aufbau gibt Ansuz nicht Preis

Auch wenn es diese – zugegebenermaßen rudimentären – Erklärungen zum „Analog Dither“ für mich noch interessanter machen, die Digitalz D-TC zu hören, muss ich mich noch ein wenig gedulden, denn andere Testobjekte haben Vorrang. Für eines von ihnen benötige ich allerdings das Audioquest-Tornado, das momentan das PowerSwitch mit dem Netz verbindet. Also probiere ich als erstes das Ansus-Mainz-D2-Netzkabel aus, das mir zwar Morten Thyrrested zur Verwendung mit dem PowerSwitch empfohlen, ich beim Test aber erst einmal außen vor gelassen hatte. Das D2 ist in der oberen Hälfte der Ansuz-Hierarchie angesiedelt, unterhalb von D-TC und D-TC Supreme. Dennoch steht es mit 8.000 Euro in der Preisliste. Da sollte schon ein deutlicher klanglicher Zugewinn gegenüber dem Audioquest Tornado festzustellen sein, um das D2 positiv würdigen zu können. Glück gehabt, das Ansuz bringt am PowerSwitch wirklich noch einmal ein wenig mehr von allem: einen noch tieferen Raum, eine greifbarere, plastischere Abbildung, ein bisschen mehr Schub im Tieftonbereich und scheinbar noch mehr Motivation der Musiker. Mit diesem Mainz am PowerSwitch macht die Musik einfach noch mehr Spaß.

Die Steckergehäuse des Mainz D2 bestehen aus Metall
Die Steckergehäuse des Mainz D2 bestehen aus Metall


  • Goebel High End Epoque Aeon Fine

    It would be really nice if I could more often occupy myself with test objects as intensively as with the Epoque Aeon Fine. Already the previous model without the Aeon addition to the name had left a lasting impression on me - even if our relationship saw some clouds on the horizon. This endurance test also entailed some consequences: In the meantime I set out to buy the loudspeaker. Thus, I am the second Hifi…
    27.11.2020
  • MSB Technology The Reference DAC

    Vor etwas mehr als drei Jahren hatte mich Jürgen Sachweh, Chef des deutschen Vertriebs von MSB Technology, zur Europa-Premiere des Reference DAC nach Antwerpen eingeladen. Aber ein Test desselben war damals nicht geplant. Jetzt fand der Nobel-Wandler im Gefolge der M-500-Monoendstufen den Weg in meinen Hörraum. Nach spontaner Ablehnung – eine M 500 wiegt ohne ihre Holztransportkiste immerhin über 60 Kilogramm – hatte ich nach kurzer Überlegung einem Test der beiden Verstärker-Boliden doch zugestimmt: Schließlich…
    24.11.2020
  • Transrotor TRA 9

    In the United States, the sales figures of vinyl records recently came to exceed those of CDs again: Are we living in the golden age of analogue now? Not really: Jelco stopped their tonearm production at short notice and even the arms of a traditional British manufacturer are not available as they used to be. But a ray of hope comes from the city of Bergisch Gladbach in Germany: Transrotor reached the point of manufacturing…
    18.11.2020
  • Diretta-Target-USB-Bridge

    Mit dem Diretta-Audioprotokoll habe ich mich schon mehrfach beschäftigt: einmal in Form eines Grundlagenartikels und einmal beim Test des fantastischen Sforzato DSP-010EX Netzwerkplayers. Einer weiteren Verbreitung stand bisher entgegen, dass nur wenige Geräte dieses Protokoll implementiert haben. Mit der Diretta-Target-Bridge könnte sich das nun ändern. Zur Erinnerung: Diretta ist ein neues, innovatives Netzwerkprotokoll, das von Yu Harada speziell für die Übertragung von Audiodaten über ein LAN-Netzwerk entwickelt wurde. Im Kern zielt diese Technologie darauf ab,…
    17.11.2020
  • VTL TL5.5 Series II Signature und ST-150

    Auch wenn es unter den hifistatement-Autoren zwei ausgewiesene Röhrenspezialisten gibt, landen die VTLs in meinem Hörraum, denn keiner der beiden wüsste, wo er mit den 150 Watt der Endstufe hin sollte. Auch die voll ausgestattete, programmierbare Vorstufe ist nichts für Puristen. Ich hingegen freue mich besonders über den Phonozweig mit sechs Röhren. Die amerikanischen Röhrenspezialisten von Vakuum Tube Logic waren in den letzten Jahren faktisch so gut wie nicht auf dem deutschen Markt präsent. Firmenchef…
    10.11.2020
  • Audioquest Fog Lifters

    Mit den Fog Lifters bietet der Kabel-Spezialist Audioquest ein Zubehör, das beinahe jeder Musikfreund in seiner Anlage sinnvoll einsetzen kann. Die Fog Lifters kosten nicht die Welt. Wie viel Klanggewinn darf man durch sie erwarten? Es geht auch ganz anders: Ein guter Freund von mir hat vor einigen Jahren sämtliche Netz- und Signal-Kabelverbindungen seiner aufwändigen Anlage mit sechs Mono-Endverstärken, die alle auf ihren Granit-Basen auf dem Boden und nicht in einem Rack platziert waren, sorgfältig…
    06.11.2020

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.