tests/21-01-06_waversa
 

Waversa Systems Wrouter – Teil 2

19.01.2021 // Dirk Sommer

Sobald der Wrouter die Abtastrate bis zum Achtfachen hochrechnet und den DAC mit 352,8- respektive 384-Kilohertz-Signalen füttert, sind die Unterschiede zwischen Melco und Waversa völlig vernachlässigbar. Die beiden Streamer tun sich in Sachen Durchzeichnung und Bühnengröße nichts. Und ob man eine Spur mehr Energie im Tieftonbereich bevorzugt, bleibt Geschmackssache. In ihrer Funktion als Streamer für über USB verbundene Wandler agieren Waversa und Melco auf demselben hohen Niveau!

Dass der Renderer des Wrouters – vor allem in Kombination mit dem Upsampler – klanglich überzeugt, haben die beiden beschriebenen Testanordnungen gezeigt. Deshalb verzichte ich darauf, ihn auch noch gegen den Aries, der ja ebenfalls ein Hochrechnen der Dateien erlaubt, antreten zu lassen. Da sich in meiner digitalen Wiedergabekette ja schon häufiger gezeigt hat, dass es klanglich vorteilhaft ist, die Daten von einem Gerät aus dem Speicher abrufen zu lassen, sie über eine Ethernet-Verbindung zu einer Streaming-Bridge zu schicken und erst von dort zum Wandler respektive M-Scaler, höre ich noch einmal, wie sich der Wrouter mit seiner internen Platte so als NAS macht.

Wie mann unten links und rechts sieht, greift die Fidata-App auf den internen Speicher des Wrouters zu. Dessen Renderer schickt sie an den USB-Ausgang
Wie mann unten links und rechts sieht, greift die Fidata-App auf den internen Speicher des Wrouters zu. Dessen Renderer schickt sie an den USB-Ausgang

Der Aries G2.1 bezieht seine Daten dafür abwechselnd vom Melco und Wrouter und schickt sie per USB an dem M-Scaler, der sie für den DAVE aufbereitet. Auch in diesen beiden Konfigurationen ist sofort klar, dass die in den Melco und Waversa integrierten Renderer und die Verbindung über USB dem Anschluss der Datenspeicher per Ethernet an eine Streaming-Bridge – in diesem Falle der Auralic Aries G2.1 – klanglich unterlegen sind. Und das gilt – wie gesagt – sowohl wenn der G2.1 die Files vom N1Z/2EX-H60 holt, als auch wenn er sie vom Wrouter bezieht. Kommen die Daten von letzterem, gerät die Abbildung eine Nuance kleiner und das Klangbild ist einen Tick weniger präzise durchhörbar. Absolut betrachtet sind die Differenzen jedoch eher marginal. Mit einer integrierten SSD agiert der Wrouter auch als reiner netzwerkgebundener Speicher auf sehr hohem Niveau.

Hier liefert der MinimServer, der auf dem Melco läuft, die Daten von dessen Festplatten. Der Renderer im Melco schickt sie dann an den DAVE
Hier liefert der MinimServer, der auf dem Melco läuft, die Daten von dessen Festplatten. Der Renderer im Melco schickt sie dann an den DAVE


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