tests/21-10-26_waversa
 

Waversa WminiHPA MK2 und WminiAmp MK2 – Teil 1

26.10.2021 // Roland Dietl

Das hoch integrierte Innenleben des WminiHPA: der große Chip links unten ist der WAP-Prozessor
Das hoch integrierte Innenleben des WminiHPA: der große Chip links unten ist der WAP-Prozessor

Für die Musikverwaltung setzt der WminiHPA auf MinimServer, eine mir bestens vertraute und hoch geschätzte Server-Lösung. Nachdem ich eine kleine externe Festplatte über USB an den WminiHPA angeschlossen habe, ist deren Inhalt nicht nur für den Streamer im WminiHPA lesbar, sondern wird auch im Netzwerk freigegeben. Jedes andere UPnP-Gerät kann dann darauf zugreifen. Doch wir bleiben beim WminiHPA. Und der versteht es, mich klanglich zu überzeugen. Die großen Stärken des WminiHPA sind für mich ohne Zweifel die Klangfarben und die Geschlossenheit der Wiedergabe. In der exzellenten Aufnahme des „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo mit Narciso Yepes als Solist und dem Orchester Orquesta Sinfónica De La R.TV. Española unter der Leitung von Odón Alonso (Joaquín Rodrigo: De Aranjuez & Fantasía Para Un Gentilhombre - HDTT5307 24/352kHz) erklingt die Solo-Gitarre mit bezaubernder Kraft und dem nötigen Volumen aus dem Mitteltonbereich heraus und steht in einem wundervollen Dialog mit den anderen Soloinstrumenten des Orchesters. Befördert wird dieser Eindruck durch die große Tiefe in der räumlichen Wiedergabe, wobei die in einem Orchester weiter hinten sitzenden Instrumente jederzeit klar zu verorten sind. Die Substanz und Farbe der Instrumente begeistern. Der Streicherklang ist satt und geschmeidig und weit entfernt von jeder digitalen Härte. Ebenso überzeugt die auffallende Klarheit der Wiedergabe. Auf „Wonderland“ von Nils Lofgren (Nils Lofgren: Acoustic Live) wird jede noch so kleine Berührung der Gitarre perfekt eingefangen und der Sänger steht wunderbar losgelöst in der Mitte der Lautsprecher. Aber der WminiHPA ist beileibe kein Langweiler. Im „Pasadoble“ aus dem Album Kind of Spain (Wolfgang Haffner: Kind of Spain – ACT) pulsiert die Rhythmik und bei „I Cant’t Get Next to You“ geht es bei den souligen Grooves und mit der markanten Stimme von Dee Dee Bridgewater richtig zur Sache (Dee Dee Bridgewater: Memphis...Yes, I'm Ready – 24/96kHz).

Der MinimServer des WminiHPA wird im Netzwerk freigegeben
Der MinimServer des WminiHPA wird im Netzwerk freigegeben

Wenn die eigene Musikbibliothek sehr groß ist, kann es besser sein, diese aus Performance-Gründen auf einen eigenen Server im Netzwerk auszulagern. Damit wären wir bei der zweiten Konfiguration angelangt. Aber Achtung, diese Konfiguration ist kein Selbstläufer für besseren Klang: man sollte den Netzwerkkomponenten und dem Server erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Als Server fungiert mein mit AudiophileOptimizer getunter Musikserver mit XEON Prozessor, Windows Server 2019 im Core Mode und ebenfalls MinimServer. Der kleine Prozessor des WminiHPA wird damit von der Musikverwaltung entlastet und kann sich nun auf seine Aufgaben als Renderer konzentrieren. Alle Geräte sind über LAN-Kabel und den SOtM-Switch miteinander verbunden. In dieser anspruchsvollen Umgebung kann der WminiHPA so richtig zeigen, was in ihm steckt. Bei „I’m Confessin‘” (Jazz at the Pawnshop Volume I - LIM UHD 71) ergibt sich gegenüber der ersten Variante noch mehr Klarheit und Transparenz, so dass der ausgeprägte Live-Charakter der Aufnahme an Intensität gewinnt. Bei „The Man Who Sold The World“ in der Interpretation von Claire Martin mit interessanten Jazz- und Tango-Elementen (Linn Records FLAC Studio Master) stehen Sängerin und Begleitinstrumente klarer gestaffelt und prägnanter im Raum.


  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026
  • Rega Mercury / Solis

    Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement! Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder…
    20.01.2026
  • Final UX5000

    Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups. Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in…
    16.01.2026
  • Riviera Audio Laboratories APL1 und AFM70

    Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream. Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit…
    14.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.