tests/22-02-04_audionote
 

Audio Note AN-K/SPx SE und AN-K Stands

04.02.2022 // Carsten Bussler

Der hochwertige Kalottenhochtöner stammt aus Audio Notes eigener Fertigung
Der hochwertige Kalottenhochtöner stammt aus Audio Notes eigener Fertigung

Die Aufstellung gestaltete sich unabhängig vom Hörraum relativ unproblematisch. Die AN-K/SPx SE vertrug eine nahe Wand in ihrem Rücken und spielte zwischen 20 und 50 Zentimetern Abstand völlig dröhnfrei, ab ungefähr einem Meter Abstand zur Rückwand wurde der Grundton dann für meinen Geschmack etwas zu dünn, insbesondere im größeren Wohnzimmer. Den Basisabstand variierte ich zwischen zwei und zweieinhalb Metern bei drei Metern Hörabstand und relativ starker Einwinkelung auf die Hörposition.

Verstärkerseitig wurden die Audio Notes zunächst von einem Almarro A205A MkII befeuert, einem kleinen Röhrenvollverstärker, der in Pseudo-Triodenschaltung knapp fünf Watt aus jeweils einer EL84 Pentode pro Kanal rausholt. Damit lag er nominell leicht unter den von Audio Note empfohlenen sieben Watt, was mir aber in diesem Mini-Leistungsbereich eher akademischer Natur erschien. Bis zu gehobenen Zimmerlautstärken funktionierte diese Liaison auch im 36 Quadratmeter großen Hörraum wirklich sehr gut, selbst Grund- und Tiefton hatten ausreichend Substanz. Erst beinharte Rockscheiben bei hohen Lautstärken sorgten für ein etwas diffuses und aufgeweichtes Bild im Bassbereich, jetzt schien nämlich mein kleiner Almarro an seine Grenzen zu kommen. Also wechselte ich ihn schnell gegen einen aus meinem Bekanntenkreis geliehenen Audio Note OTO Line PP mit circa neun Watt Ausgangsleistung, die er aus seiner Push-Pull-Schaltung holt. Nun bekam der Audio Note Lautsprecher also doch hauseigene Elektronik dazugesellt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt… Und tatsächlich war nun auch grobdynamisch alles voll im Lot. Der Tiefmitteltöner bekam die notwendige Kontrolle, und in Sachen Lautstärke hatte ich jederzeit das Gefühl, über ausreichend Headroom zu verfügen. Nun sind diese feinsinnigen Lautsprecher natürlich keine tumben Haudraufs und viel zu schade, dauerhaft derart gequält zu werden. Aber wat mutt dat mutt, wie wir hier im Norden zu sagen pflegen.

Ich habe schließlich das gesamte Setup ins Obergeschoss gebracht und mein Arbeitszimmer kurzerhand zu einem Hörraum umfunktioniert. Wobei „kurzerhand“ leicht untertrieben ist, dieses Unterfangen hat mich einen satten Nachmittag gekostet. Aber es hat sich gelohnt! In dieser ungefähr 18 Quadratmeter großen Umgebung fühlten sich die AN-K/SPx SE doch merklich wohler und das gesamte Klangbild erschien mir nun sehr harmonisch. Manch einer kennt diesen Effekt des förmlichen „Einrastens“ womöglich. Von der untersten bis zur obersten Oktave klang es sehr stimmig und ausgewogen, ohne dass bestimmte Lagen überbetont oder unterbelichtet erschienen, ich erlebte Neutralität im besten Sinne, aber mit innerer Spannung und ohne jede Langeweile.

Am hochwertigen Anschlussterminal sind sehr gut der Gehäuseaufbau aus Birkenmultiplex sowie das Hochglanzfinish erkennbar
Am hochwertigen Anschlussterminal sind sehr gut der Gehäuseaufbau aus Birkenmultiplex sowie das Hochglanzfinish erkennbar


  • Ortofon MC Vertex

    Die bisherigen Topmodelle von Ortofon, das Anna, das Anna Diamond und das Diamond, ähnelten einander auch optisch stark. Das Vertex macht schon durch sein Erscheinungsbild klar, dass es anders ist. Es ist der erste Tonabnehmer mit einem Diamanten mit Vertex-Schliff. Soweit mir bekannt, ist das der erste neue Nadelschliff seit rund 40 Jahren. Aber das ist nicht die einzige Veränderung gegenüber dem MC Diamond: Der Generator des Vertex besitzt einen deutlich höheren Innenwiderstand, die Nadelnachgiebigkeit…
    15.09.2006
  • Phonar Veritas M4.2 SE

    Es hat mir bislang stets Vergnügen bereitet, mich mit Phonar Lautsprechern zu beschäftigen. Nach einem Test kaufte ich die Veritas 9.2 SE und genieße seitdem ihre Musikalität. Phonar überzeugte immer wieder mit einem außergewöhnlich attraktiven Preis-Klang-Verhältnis. Bestätigt die neue, kompakte Phonar Veritas M4.2 SE diese Erfahrungen? Mein eindrucksvollstes Phonar-Erlebnis hatte ich vor zwei Jahren mit der Standbox Veritas p4.2 Next, die aktuell für einen Paarpreis von 2400 Euro auf der Phonar-Website zu sehen ist. Genau…
    08.09.2026
  • Ayon Iris Signature Streamer

    Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft. Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und…
    01.09.2026
  • Sumiko Starling

    Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie. Nachdem ich überaus positiv überrascht vom Test des Oriole war und dies Peter Laitenberger vom deutschen ATR Vertrieb mitteilte, empfahl mir dieser mir doch einmal das Sumiko Starling anzuhören. Gesagt, getan und bereits wenige Tage später kam das kleine Päckchen mit dem Starling zu…
    28.08.2026
  • Ayon Spark V

    Der Röhrenvollverstärker Spark ist mittlerweile seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil des Produktportfolios von Ayon. Preislich eher im Einstiegssegment der Österreicher und nominell unterhalb der Evolution-Serie angesiedelt, hat dieses Gerät aufgrund der eingesetzten russischen Triode 6C33 das Potenzial zum Hidden Champion. Spätestens seit meinem Test des Boliden Ayon Crossfire Evo maße ich mir an, ein Kenner der Marke Ayon zu sein, zumal mir diverse andere Geräte der Marke im Laufe der Jahre zu Gehör…
    25.08.2026
  • Eversolo T10

    Eversolos Streamer DMP-A10 beeindruckte mit seinem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis und seiner prallen Ausstattungsfülle. Aber in meiner Kette im Wohnzimmer mit M-Scaler und HUGO 2 arbeitet er nur als reiner Datenlieferant. Kann das Eversolos neuer Streaming Transport T10 noch besser? Zumindest nach dem ersten Blick auf das rückseitige Anschlussfeld darf man das vermuten, denn dort befinden sich wie beim Eversolo DAC-Z10 zwei BNC-Anschlüsse für die Verbindung mit einer externen Clock, entweder mit einer Impedanz von 75 oder…
    21.08.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.