tests/22-09-20_pro-ject
 

Pro-Ject X2 B, Phono Box DS3 B und Connect it Phono

20.09.2022 // Carsten Bussler

Das brandneue symmetrische Phonokabel Pro-Ject Connect it Phono DS XLR/Mini-XLR kostet in der von mir getesteten Länge von 123 Zentimetern circa 180 Euro. Im Vergleich zum üblichen XLR-Standard sind diese von Pro-Ject neu entwickelten fünfpoligen Stecker wirklich klein und machen ihrem Namen „Mini“ alle Ehre. Ungeachtet dessen vermitteln die Stecker einen sehr guten haptischen Eindruck, und ich hatte nie das Gefühl, hier handele es sich um eine wackelige (Verbindungs-)Angelegenheit. Die Stecker rasten gut wahrnehmbar ein, sitzen fest und auch der Textilmantel fühlt sich gut an. Ansonsten macht auch dieses Kabel eben, was Kabel meistens so machen, wenn sie nicht irgendwo herumliegen: es verbindet, in diesem Fall nämlich den Plattenspieler X2 B mit der Phono Box DS3 B, und zwar vollsymmetrisch. Und damit möchte ich es an dieser Stelle auch bewenden lassen.

Die Geschwindigkeitsumschaltung erfolgt elektronisch. Allerdings muss für 78 Umdrehungen pro Minute ein anderer Riemen auf ein größeres Motorpulley gelegt werden
Die Geschwindigkeitsumschaltung erfolgt elektronisch. Allerdings muss für 78 Umdrehungen pro Minute ein anderer Riemen auf ein größeres Motorpulley gelegt werden

Die neue Phono Box DS3 B für 600 Euro ist aus meiner Sicht ein besonders interessantes Gerät: Ebenso wie meine eigene Phono Box S2 Ultra ist sie vollständig diskret aufgebaut. Anschlussseitig gibt sich diese Phonostufe hochflexibel: Als Eingänge stehen neben dem neuen symmetrischen XLR-Mini-Anschluss von Pro-Ject auch übliche symmetrische XLR-Buchsen sowie die (unsymmetrischen) RCA-Buchsen bereit. Hinaus geht es aus der Phono Box DS3 B entweder via Standard-XLR oder RCA. Und ebenso wie meine kleine Phono Box S2 Ultra ist auch diese Phonovorstufe von Pro-Ject für den Betrieb mit Pro-Jects Accu-Box S2 ausgelegt – hinfort also mit dem externen Steckernetzteil! Ich möchte mich jetzt nicht in all den langweiligen Details der diversen Anpass- und Einstellmöglichkeiten für MM- und MC-Tonabnehmer verlieren, vielleicht nur soviel: Es dürfte kaum einen Tonabnehmer geben, der sich nicht vernünftig mit diesem Phonovorverstärker betreiben ließe. Punkt.

Links der separate Riemen für 78 Umdrehungen pro Minute. In der Bildmitte ist die clevere Motoraufhängung am separaten O-Ring gut zu erkennen
Links der separate Riemen für 78 Umdrehungen pro Minute. In der Bildmitte ist die clevere Motoraufhängung am separaten O-Ring gut zu erkennen

Nachdem ich, der Anzahl der hier besprochenen Komponenten geschuldet, schon ein wenig im Schweinsgalopp durch die allgemeine Beschreibung der Geräte marschiert bin, möchte ich die Gelegenheit nutzen und kurz beschreiben, wie ich den Qualitäten der einzelnen Geräte auf die Schliche zu kommen gedachte. Wohl dem, der Geräte aus dem gleichen Stall sein Eigen nennt: Mein Debut PRO mit dem Pick it PRO sowie die Phono Box S2 Ultra und die Accu Box S2 sollten mich durch Quervergleiche unterstützen. Also erstellte ich mir flugs eine kleine Tabelle und kreuzte an, welche sinnvollen Kombinationen ich mir anhören wollte. Zuerst sollten nur X2 B und MC Quintet Red in meiner Kette den Debut PRO mit Pick it PRO ersetzen, um ein Gefühl für Pro-Jects (fast) neuen Dreher zu bekommen. Anschließend wollte ich die neue Phono Box DS3 B zusammen mit dem mir klanglich bestens vertrauten Debut PRO mit Pick it PRO hören, um ausschließlich diesen neuen diskreten Phono-Entzerrer zu analysieren, und zwar einerseits mit dem mitgelieferten externen Steckernetzteil und andererseits mit Unterstützung meiner Accu Box S2 Ultra. In der dritten und abschließenden Runde sollten „die drei Neuen“ dann im Verbund miteinander spielen, wobei ich dabei das symmetrische Kabel Connect it Phono DS XLR/Mini-XLR immer mal wieder gegen mein Pro-Ject Connect it RCA E tauschen wollte, um den Einfluss der symmetrischen Verbindung zu ergründen.


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