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ifi Audio LAN iSilencer

31.03.2023 // Dirk Sommer

Kürzlich zeigte sich bei der Beschäftigung mit LAN-Filtern, dass diese selbst in Ethernet-Verbindungen, in denen Lichtwellenleiter einen Teil des Signaltransports übernehmen und eine galvanische Trennung bewirken, noch klangliche Verbesserungen bewirken können. Dass die Filter nicht kostspielig sein müssen, beweist ifi mit dem LAN iSilencer.

Wer sich intensiv mit der Wiedergabe von Musik-Files, egal ob sie aus dem Netz gestreamt werden oder von einem heimischen Netzwerk-gebundenen Speicher kommen, beschäftigt hat, hat in den letzten Jahren gewiss gelernt, dass es beim Ringen um Klangqualität vor allem um die größtmögliche Unterdrückung von hochfrequenten Störungen und Rauschen geht. Das ist einer der Gründe dafür, dass anders als bei analogen Quellen bei digitalen Ketten der kürzeste Weg nicht immer der erfolgversprechendste ist. Allerdings sind beispielsweise die Filter von SOtM und die Isolatoren von Waversa – vor allem der in der Reference-Version – nur in einer ebenso kostspieligen wie gut klingenden und recht hochauflösenden Kette sinnvoll einzusetzen, allein schon wegen ihrer Preise zwischen 400 und über 4.000 Euro.

Eine Seite des iSilencers ist als RJ45-Stecker ausgeführt, so dass man für die Verbindung mit dem empfangenden Gerät kein weiteres Kabel benötigt
Eine Seite des iSilencers ist als RJ45-Stecker ausgeführt, so dass man für die Verbindung mit dem empfangenden Gerät kein weiteres Kabel benötigt

Doch nun bietet ifi Audio seinen iSilencer für nicht einmal 90 Euro an. Der bewirkt wie die beiden SOtM-iSO-CATs eine galvanische Entkopplung zwischen den Kabeln und den Geräten, zwischen denen er eingesetzt wird. Im Inneren des iSO-CAT 7 übernehmen vier kleine Trafos diesen Job, beim Sechser sind diese in einem Gehäuse zusammengefasst. Die Herkunft des Trafo-Quartetts ist nicht zu erkennen, das Bauteil im iSO-CAT 6 ist ein HanRun HR602498, der heute wohl nicht mehr angeboten wird. Im iSilencer findet sich ein Pulse HX5084NL. Hinzu kommen noch einige Kondensatoren und zwei weitere Bauteile, deren Bezeichnung so gut wie nicht identifizierbar ist, vermutlich Dioden.

Die Bauform mit RJ45-Stecker und -Buchse legt auch fest, dass der iSilencer nicht am Anfang, sondern am Ende eines Ethernet-Kabels zum Einsatz kommt
Die Bauform mit RJ45-Stecker und -Buchse legt auch fest, dass der iSilencer nicht am Anfang, sondern am Ende eines Ethernet-Kabels zum Einsatz kommt

Anders als die iSO-CATs besitzt der iSilencer keine zwei RJ45-Buchsen, sondern deren eine plus einen RJ45-Stecker. Dadurch spart man sich eine zusätzliche Kabelbrücke, die, wie ein Versuch mit Audioquest-Carbon-Käbelchen statt schnöder Beipack-Strippen zeigte, durchaus einen Einfluss auf die Wiedergabequalität haben. Aber wenn man keine einfachen Kabel aus dem Lieferumfang in den Signalweg zu legen braucht, können sie den Klang auch nicht verschlechtern. Andererseits hilft eine Kabelbrücke gleich welcher Qualität, die Buchse des empfangenen Geräts vor allzu starker Belastung durch schwere Kabel zu schützen. Der iSilencer hingegen wirkt mechanisch eher kontraproduktiv als Hebel. Da ist es ratsam, ihn ein wenig abzustützen – besonders Besitzer von Göbel-Kabeln dürften wissen, wovon ich spreche.


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