tests/23-04-21_melco
 

Melco N1-S38

21.04.2023 // Dirk Sommer

Der N1-S38 ist der erste Melco, der von einer externen 10-MHz-Clock getaktet werden kann
Der N1-S38 ist der erste Melco, der von einer externen 10-MHz-Clock getaktet werden kann

Ich hatte geplant, nun mit mehreren meiner Test-Tracks die Unterschiede zwischen dem getunten N1Z/2EX-H60 und dem N1-S38 aufzuspüren, eine unaufwändige Angelegenheit, braucht man in der Lightning-DS-App ja nur zwischen den beiden Musikbibliotheken umzuschalten, aus denen der Auralic Aries G2.1 seine Daten bezieht. Aber es reicht der Anfang von Mahlers Symphonie Nr. 3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks aus, um zu erkennen, dass Melcos neues Topmodell einfach mehr zu bieten hat: einen minimal größeren Raum – vor allem in der Höhe –, ein noch solideres, mächtigeres Tieftonfundament, hier und da eine Feininformation zusätzlich und intensivere Klangfarben. Über meine Kette sind die Unterschiede so eindeutig, dass ich mir weitere Vergleiche sparen kann – und das, obwohl ich mit dem N1Z/2 bisher rundum zufrieden war. Wer den N1-S38 mit einem aussagekräftigen Stück auch nur einmal gehört hat, wird nicht mehr zu kleineren Modellen von Melco zurückkehren wollen. Wie gut, dass die akustische Erinnerung bei solchen – für mich dennoch entscheidenden – Nuancen recht kurz ist! Ansonsten müsste ich mir ernsthaft über den Erwerb eines N1-S38 Gedanken machen.

Unter dem oberen Aludeckel befindet sich ein Gehäuse aus Edelstahlblechen. Die beiden oberen schirmen auch das Netzteil vom Main Board ab
Unter dem oberen Aludeckel befindet sich ein Gehäuse aus Edelstahlblechen. Die beiden oberen schirmen auch das Netzteil vom Main Board ab

Ich baue jetzt den N1Z/2EX-H60 fürs erste ab, um mehr Platz für weitere Experimente mit dem Testobjekt zu haben. Als ich im Arbeitszimmer noch ein eigenes, nicht mit dem Internet verbundenes Audio-Netzwerk betrieb, hatte ich für die Streamer in Küche, Wohn- und Schlafzimmer einen Melco N1A/2 angeschafft, der über eine Mutec MC-3+ Smart Clock USB mit dem Wandler verbunden war, weil der direkte Anschluss ohne den Mutec klanglich nicht mit dem Weg über einen Renderer wie etwa den Aries Femto konkurrieren konnte. Nach dem Update auf die EX-Version überraschte der „kleine“ Melco dann mit einem deutlich besseren Klang bei der Verwendung des USB-Ausgangs. Deshalb probiere ich nun auch, in wieweit sich beim N1-S38 USB- und LAN-Ausgang – letzterer inklusive „Umweg“ über den Aries G2.1 – unterscheiden. Dazu installiere ich auf dem iPad die Melco-App und verbinde die digitale Musikbibliothek mit dem USB-Eingang von Chord Electronics' M-Scaler. Als Funktionstest starte ich Art Farmer und Jim Halls „Big Blues“ vom gleichnamigen Album. Auch wenn ich den Track zuvor nur per Ethernet abgespielt habe, bin ich mir schon nach den ersten Takten sicher, dass bei der aktuellen Anschlussvariante die besonderen Tieftonfähigkeiten des N1-S38 deutlich werden: So satt kamen weder Bass Drum noch Mike Moores Viersaiter rüber, wenn der N1Z/2EX-H60 die Daten lieferte. Ohne direkten Vergleich macht mich auch die Wiedergabe über USB wunschlos glücklich.

Die Packungsdichte im Inneren ist recht hoch
Die Packungsdichte im Inneren ist recht hoch


  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026
  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.