tests/23-09-08_weiss
 

Weiss DAC204 und PSU102

08.09.2023 // Klaus Schrätz

Auf der Rückseite gibt es symmetrische und unsymmetrische Analogausgänge mit zwei Schaltern zu Wahl des dort anliegenden Pegels sowie jeweils drei digitale Ein- und Ausgänge. Hinzu kommt der Eingang für Gleichspannung zur Energieversorgung
Auf der Rückseite gibt es symmetrische und unsymmetrische Analogausgänge mit zwei Schaltern zu Wahl des dort anliegenden Pegels sowie jeweils drei digitale Ein- und Ausgänge. Hinzu kommt der Eingang für Gleichspannung zur Energieversorgung

Daniel Weiss hat den DAC204 so konstruiert, dass trotz des relativ geringen Preises seine legendären Standards in der Musikwiedergabe erreicht werden. Zu einem minimalistischen Gehäusedesign kommt die Beschränkung auf die reine Wandlerfunktion. Das heißt, es sind keine Möglichkeiten zu nachträglichen Klangveränderungen wie De-Esser oder Equalizer vorhanden, wie es beim DAC502 der Fall ist. Der DAC verfügt über ein solides quaderförmiges Aluminiumgehäuse mit einer quadratischen Vorder- und Rückseite, das mechanisch von externen Vibrationen schützt und elektromagnetische Störungen abschirmt. Auf der Vorderseite finden sich neben dem Ein-/Ausschalter ein Schalter zur Auswahl des aktiven Eingangs (USB, Toslink oder Cinch), zwei Schalter für die Konvertierungseinstellungen von DSD in PCM und acht LEDs zur Statusanzeige und zur Anzeige der jeweiligen Abtastfrequenz. Auf der Rückseite sind die digitalen Eingänge, die analogen und digitale Ausgänge, zwei Kippschalter zur Einstellung des Ausgangspegels und der Anschluss für das externe Netzteil untergebracht. Der DAC204 ist der größere Bruder des DAC205. Die beiden Geräte bieten die gleiche Konvertierungsqualität, aber der DAC204 verfügt über einen USB-Eingang und kann DSD- in PCM-Audio konvertieren. Der etwas preisgünstigere DAC205 und der DAC204 sind relativ erschwingliche Alternativen zu den höherwertigen Geräten von Weiss Engineering wie dem DAC 501 und dem HELIOS. Sie verfügen weder über die integrierten digitalen Verarbeitungsfunktionen dieser Geräte noch über Kopfhörerausgänge oder Fernbedienungen.

Das Herzstück des Wandlers ist ein Sabre ES9018S-Wandler-Chip. Links auf der oberen Platine befinden sich drei Low-Dropout-Spannungsregler
Das Herzstück des Wandlers ist ein Sabre ES9018S-Wandler-Chip. Links auf der oberen Platine befinden sich drei Low-Dropout-Spannungsregler

Mit dem 204 wird ein externes Standard-Schaltnetzteil geliefert, so dass der DAC nach dem Auspacken sofort einsatzbereit ist. Zusätzlich schickte mir Werner Obst, der die Produkte von Weiss Engineering in Deutschland vertreibt, noch ein hochwertiges Linear-Netzteil als Upgrade. Das Netzteil PSU102 ist ein universell einsetzbares Linear-Netzteil mit einstellbaren Ausgangsspannungen von 5, 6, 9 und 12 Volt bei maximal 1,5 Ampere. Die verwendeten Spannungsregler sind aus diskreten Bauteilen analog aufgebaut. Sie sind sehr rauscharm und dennoch in der Lage, komplexe Lasten zu versorgen. Der kurzschlussfeste DC-Ausgang liegt auf zwei parallel geschalteten Fischer Buchsen höchster Qualität an. Die verwendeten Siebkondensatoren besitzen einen sehr kleinen inneren Verlustwiderstand (ESR). Als Transformator wird ein strahlungsarmer Ringkerntransformator mit niedrigem Rauschen verwendet. Das doppelwandige Gehäuse besteht aus einer äußeren Hülle aus Aluminium und einem inneren Mantel aus rostfreiem Stahl, der als Schirmung dient. Der integrierte Kühlkörper ist großzügig dimensioniert.

Der DAC204 wird serienmäßig mit einem kleinen, externen Schaltnetzteil ausgeliefert. Weiss Engineering hat aber auch das Linearnetzteil PSU102 im Angebot
Der DAC204 wird serienmäßig mit einem kleinen, externen Schaltnetzteil ausgeliefert. Weiss Engineering hat aber auch das Linearnetzteil PSU102 im Angebot

Nach einer angemessenen Einspielzeit von etwa 100 Stunden lasse ich zum Auftakt des Hörtests den Weiss DAC in meinem Setup gegen den Mytek Manhattan II DAC antreten.
Der Weiss DAC muss für den ersten Vergleich mit seinem beiliegenden Schaltnetzteil zur Stromversorgung auskommen. Weiss DAC und Manhattan waren jeweils mit dem Vorverstärker TL 2.5 von VTL verbunden. Als Musikbibliothek und Zuspieler wurde der Melco N1 EX mittels Siltech USB Kabel mit den DACs verbunden. Zuerst spielte ich den Jazz Standard, „Too Darn Hot“ in einer modernen Interpretation des Jan Harbeck Quartets vom Album Copenhagen Nocturne, einer Aufnahme, die höchsten Standards entspricht. Diese Aufnahme liegt auf der Festplatte des Melcos in einer Auflösung von 348 Kilohertz, 32 Bit vor. Das Stück wird vom Weiss DAC mit einer sehr guten Räumlichkeit wiedergegeben, swingt und klingt sehr rhythmisch.


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