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JCAT XACT S1

30.04.2024 // Dirk Sommer

Alle Streamer sind letztlich Computer. Daran kann auch JCAT-Gründer und -Inhaber Marcin Ostapowicz nichts ändern. Aber er ist der Lage, ein Motherboard zu entwickeln, dessen einziger Zweck die möglichst naturgetreue Wiedergabe von Musik ist. Dieser wohl einzigartige Computer mit seinem Linearnetzteil ist das Herz des XACT S1.

Marcin Ostapowicz wuchs als Sohn eines Professors an der Musikhochschule auf und erhielt selbstverständlich eine musikalische Ausbildung, die ihn für den Klang natürlicher Instrumente sensibilisierte. Kein Wunder, dass reproduzierte Musik für seine Ohren nie richtig klang, was allerdings auch damit zu tun haben könnte, dass er als Computerfreak und Tüftler, wie er sich selbst bezeichnet, Computer als Quelle bevorzugte. Seine Geschichte unterscheidet sich also nur in Nuancen von der so vieler Hifi-Entwickler: Unzufrieden mit dem Klang seiner Wiedergabekette beschloss er, erst einmal für sich bessere Gerätschaften zu entwickeln, die er dann später nach der Firmengründung einem breiteren Kreis von Interessenten zugänglich machte. Was bei der Konstruktion von Verstärkern und Lautsprechern gewiss kein Einzelfall ist, dürfte in Sachen Computer-Hifi doch ausgesprochen selten sein. Wer ist schon in der Lage, ein Motherboard von Grund auf für einen speziellen Anwendungsfall zu entwickeln?

Die Front des XACT ziert nur ein einziges Bedienungselement
Die Front des XACT ziert nur ein einziges Bedienungselement

Marcin Ostapowicz hat natürlich nicht gleich mit der Hauptplatine angefangen. Es begann im Jahr 2013 mit PCI-Karten für Computer mit USB-Schnittstellen, die für audiophile Anwendungen optimiert wurden. Vier Jahre später stellte JCAT dann die erste audiophile Netzwerk-Karte vor. Hinzu kamen Netzwerk- und später USB-Kabel sowie USB-Isolatoren, bei denen JCAT auf die Technik von Intona zurückgriff. Im Portfolio befand sich auch das Telegärtner M12 Switch Gold und aktuell gibt es die verbesserte Version, das M12 Switch Premium. Auf der kommenden High End soll dann ein komplett von Marcin Ostapowicz konstruiertes Switch seine Premiere feiern. Eine Reihe von selbstentwickelten Netzteilen und Netzteil-Modulen runden das Angebot von JCAT ab. Maßgeblich beteiligt ist Marcin Ostapowicz aber auch an der Entstehung der JPLAY App, die den Kollegen Roland Dietl rundum überzeugte. Das liegt unter anderem daran, dass man in der App ihren Netzwerkverkehr für bestmöglichen Klang auf das unvermeidliche Minimum beschränken kann, was den Prozessor des mit der App kontrollierten Servers entlastet.

Der S1 kann auch als Netzwerk-Switch dienen. Das Betriebssystem befindet sich auf der SD-Card
Der S1 kann auch als Netzwerk-Switch dienen. Das Betriebssystem befindet sich auf der SD-Card


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