tests/24-05-21_wilson
 

Wilson Audio Alexia V

21.05.2024 // Dirk Sommer

Auch wenn ich mich nun schon seit über 30 Jahren hauptberuflich in der Branche tummele, habe ich – von einem einzigen Test Anfang 2003 abgesehen – keine Erfahrungen mit den Schallwandlern eines der renommiertesten Herstellern überhaupt sammeln können: den Lautsprechern von Wilson Audio. Endlich steht die Alexia V in meinem Hörraum.

Es war wirklich nicht einfach, sie dahin zu bekommen – und das lag keinesfalls am deutschen Vertrieb Audio Reference und seinem Chef Mansour Mamaghani. Wir hatten alles bestens geplant. Doch als er und einige kräftige helfenden Hände zum geplanten Termin in Gröbenzell vor Ort waren, fand sich dort von den Lautsprechern nicht die geringste Spur – trotz Terminfracht per Spedition. Bei intensiven Nachfragen hörten wir erst von einen defekten LKW, was ja mal vorkommen kann. Zwischenzeitlich galt die Palette mit über 320 Kilogramm feinster Lautsprechertechnik aber dann sogar als unauffindbar, was bei allen Beteiligen für ein wenig Unruhe sorgte. Als die Sendung dann schließlich wieder auftauchte, war der Audio Reference-Inhaber natürlich schon längst wieder an seinem Firmensitz in Hamburg. Dennoch gelang es ihm, den Transport in meinen Hörraum in der dritten Etage zu organisieren. Denn der Aufzug endet leider schon im zweiten Stock.

Die Alexia V klingen deutlich größer, als ihre reale Größe vermuten lässt
Die Alexia V klingen deutlich größer, als ihre reale Größe vermuten lässt

Warum ich Ihnen das alles erzähle? Weil uns vor der High End, wo die Alexia V ihren nächsten Auftritt haben sollten, so langsam die Zeit davonlief. Eine zumindest für regelmäßige hifistatement-Leser offensichtliche Folge ist die Tatsache, dass wir in diesem Artikel ausnahmsweise mal keine von Helmut Baumgartner in unserem Studio aufgenommenen Produktfotos präsentieren können, sondern lediglich die von Wilson Audio zur Verfügung gestellten, deren Qualität wir keinesfalls in Frage stellen möchten. Aber hifistatement betreibt aus Überzeugung einen nicht unbeträchtlichen Aufwand, damit Sie an dieser Stelle nicht auf das eine oder andere Foto stoßen, dass Ihnen bereits aus anderen (internationalen) Magazinen bekannt vorkommt. Bisher konnten wir das bei Bildern in Tests und von Messe- oder Firmenberichten vermeiden. Diesmal nicht, denn zur verzögerten Lieferung kam noch hinzu, dass für die Woche nach dem geplanten Aufbau schon seit langem ein Presseveranstaltung der Digitalspezialisten von dCS bei Audio Reference geplant war, so dass Mansour Mamaghani erst danach zum Aufstellen der Alexia V nach Gröbenzell kommen konnte. Natürlich habe ich während der letzten Jahrzehnte schon den ein oder anderen Lautsprecher in meine Kette integriert, aber wohl kein anderer Hersteller legt bei seinen Konstruktionen so viel Wert auf eine korrekte Ausrichtung der Mittel- und Hochtoneinheiten in Relation zum Gehäuse der Tieftöner wie Wilson Audio. Da wollte ich einfach auf die Expertise und Erfahrung von Mansour Mamaghani nicht verzichten.

Das rückwärtige Gehäuse für den Convergent Synergy Carbon-Hochtöner fertigt Wilson Audio mit firmeneigenen 3D-Druckern selbst
Das rückwärtige Gehäuse für den Convergent Synergy Carbon-Hochtöner fertigt Wilson Audio mit firmeneigenen 3D-Druckern selbst


  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026
  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.