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Test.
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MSB Technology Cascade DAC

27.08.2024 // Dirk Sommer

Der Blick in die DAC/Vorstufen-Kombination: oben die acht Hybrid-Ladder-DACs und darunter die Widerstände und Relais zur Laustärkeregelung
Der Blick in die DAC/Vorstufen-Kombination: oben die acht Hybrid-Ladder-DACs und darunter die Widerstände und Relais zur Laustärkeregelung

Im gleichen Maße, wie ich mich auf den Test des Cascade DAC freue, stellt mich das MSB-Trio aber auch vor Probleme – und zwar dann, wenn es darum geht, es in meinen beiden Racks unterzubringen und parallel zu meinen eigenen Komponenten, die ich ja zumindest für einen kurzen Vergleich benötige, gleichwertig zu verkabeln. Das geht schon mit der Stromversorgung los: Im Audioquest Niagara 1200, der alle Digitalgerätschaften versorgt, ist gerade mal ein Steckplatz frei. Wie gut, dass Jürgen Sachweh darauf hinweist, dass MSB die DAC/Vorverstäker-Einheit mit ihrem Netzteil als analoges Gerät ansieht: Die Powerbase bezieht ihre Energie demnach vom Niagara 5000, der alle Analogkomponenten speist. Ebenso gut ist es, dass MSB oben in die Gehäuse des Trios Spike-Aufnahmen aus Edelstahl eingearbeitet hat, man zwei oder drei davon also durchaus stapeln kann. Schließlich finden DAC und Powerbase unter dem mit Thixar Silent Feet 20 entkoppelten Melco N1Z/2EX-H60 ein Plätzchen. Der Director kann eine Ebene des Artesania Racks nebenan ganz allein für sich beanspruchen. Nach ein wenig Kabeltauscherei haben der Cascade und meine digitale Kette die gleichen guten Vorraussetzungen: Sie sind per Ansuz Digitalz D-TC Gold Signature mit dem PowerSwitch und per Audioquest Dragon mit der WestminsterLab-Vorstufe verbunden.

In unmittelbarer Nähe der Ladder-DACs befindet sich das Clock-Module mit den Taktgebern für die 44,1- und die 48-Kilohertz-Abtastraten-Familien
In unmittelbarer Nähe der Ladder-DACs befindet sich das Clock-Module mit den Taktgebern für die 44,1- und die 48-Kilohertz-Abtastraten-Familien

Schon beim ersten Funktionstest mit einigen kurz angespielten Test-Tracks wird deutlich, dass wir uns gar nicht so intensiv um Chancengleichheit für den Cascade hätten bemühen müssen. Sie haben gewiss selbst schon die Erfahrung gemacht, dass Wandler die Gerätegattung sind, die am positivstem auf eine lange Aufwärmphase am Netz reagiert. Doch das gerade verkabelte Cascade System demonstriert mit den ersten bekannten Takten, dass es auf einem höheren Niveau agiert als meine sorgfältig zusammengestellte und an vielen Stellen optimierte Digitalkette. Der MSB verwöhnt mit einem minimal größeren, luftigerem Raum, einem intensiven musikalischen Fluß und diesem gewissen Etwas, das sich der Zuordnung zu den üblichen Hifi-Disziplinen entzieht. Dass die weitere Beschäftigung mit dem Cascade die reine Freunde sein wird, steht schon jetzt fest.

Die DAC-Module verarbeiten PCM- und DSD-Dateien
Die DAC-Module verarbeiten PCM- und DSD-Dateien


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