tests/25-01-14_marten
 

Marten Oscar Duo

14.01.2025 // Finn Corvin Gallowsky

Der schwarze Punkt in der Mitte der Abdeckung gehört zum Hochtönerdesign und soll eine gleichmäßigere Abstrahlung bewirken
Der schwarze Punkt in der Mitte der Abdeckung gehört zum Hochtönerdesign und soll eine gleichmäßigere Abstrahlung bewirken

Der 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner soll der Oscar Duo zu einer unteren Grenzfrequenz von 37 Hertz verhelfen. Das kann ich in der Praxis so bestätigen. Er spielt bis auf wenige Hertz fast genau so tief wie meine Standlautsprecher. Die Empfindlichkeit liegt bei ordentlichen 86 Dezibel. Für das Zähmen der Treiber scheint ein Filter 2. Ordnung bei 2.500 Hertz ausreichend zu sein. Als Innenverkabelung wurde Jorma Duality gewählt. Alle Komponenten werden in einem 25 Millimeter dicken Gehäuse miteinander verheiratet.

Ich selbst höre schon seit Jahren mit Hartmembranen. Die Tief- und Mitteltöner meiner Magnat Quantum 803 bestehen aus Aluminium. Für einige Zeit hatte ich auch schon das Vergnügen eines Accuton-Keramik-Boliden in meinem Hörzimmer. Ich habe aber auch ebenso viele Membrane aus weniger hartem Material gehört, die mir gut gefallen haben, sowohl in Hoch- als auch Mittel- und Tieftönern. Für mich gilt das Endergebnis und das Treibermaterial an sich ist für mich kein Kaufkriterium an sich. Je nach Konzept haben sowohl sehr harte als auch weniger harte Membranen ihren Reiz und ihre Daseinsberechtigung. Dennoch halte ich Hartmembranen, richtig eingesetzt, technisch für überlegen. Dementsprechend bin ich mit einigen Erwartungen in die Hörsitzung gestartet: Attacke, Präzision und Auflösungsfähigkeit sollten schon auf einem sehr hohen Niveau sein – wenn schon Hartmembran, dann richtig.

Der Tiefmitteltöner verfügt über eine angemessen große Gummisicke und Falze auf der Membran, zur weiteren Verbesserung der Steifigkeit
Der Tiefmitteltöner verfügt über eine angemessen große Gummisicke und Falze auf der Membran, zur weiteren Verbesserung der Steifigkeit

Bereits ohne genaue Ausrichtung und grob an meiner Standardposition platziert, spielen die Lautsprecher sehr gut. Allerdings wird jede Minute, die ich in ein Feintuning ihrer Aufstellposition und Ausrichtung investiere mit einem noch besseren Ergebnis belohnt. Somit lässt sich festhalten, dass die Oscars zwar nicht aufstellungskritisch, aber sehr wohl feinfühlig sind. Kleine Unterschiede haben mitunter große Auswirkungen. Das verbuche ich eindeutig als Stärke. Weniger geübte Hörer finden ohne Schwierigkeiten eine gut klingende Konfiguration, und Aufstellungsspezialisten können nur mit der Aufstellung Faktoren wie Bühne, Präsenz, ja ein Stück weit sogar die Auflösung minutiös steuern.


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