tests/25-04-25_unison
 

Unison Research Simply Italy Black Edition

25.04.2025 // Carsten Bussler

Unison Research feiert sich und seine erfolgreichsten Produkte selbst: Der Verstärkerklassiker Simply Italy kommt als Black Edition mit veränderten technischen Details und frischer Optik daher. Wir hinterfragen, ob es sich nur um pures Marketing oder tatsächlich um Neuerungen mit klanglich relevanten Verbesserungen handelt.

Der Look der Black Edition zeichnet sich durch eine hochglanzlackierte Frontplatte, dunkel eloxierte Metalloberflächen und ein neues grafisches Design mit geänderter Typographie aus, ganz im Gegensatz zu den nach meinem Empfinden bisweilen etwas bieder anmutenden Holzapplikationen vergangener Tage. Sehr schön, denn damit nähern sich die Italiener deutlich dem Stil an, wie ein Röhrenverstärker für meinen Geschmack nun einmal auszusehen hat. Ach ja, der liebe Preis: Das hübsche Gerät wechselt für überschaubare 3350 Euro den Besitzer.

Die neue Black Edition des Simply Italy besticht durch seine schlichte Eleganz, insbesondere ohne das Schutzgitter. Verarbeitung und Haptik sind bei Unison Research wie immer tadellos
Die neue Black Edition des Simply Italy besticht durch seine schlichte Eleganz, insbesondere ohne das Schutzgitter. Verarbeitung und Haptik sind bei Unison Research wie immer tadellos

Unison Research ist mir als feine italienische HiFi-Schmiede im Gedächtnis, die optisch einprägsame Geräte baut, die – neben ihren klanglichen Meriten – insbesondere auch durch ihre Fertigungsqualität überzeugen, völlig unabhängig davon, ob man Holzzierrat mag oder nicht. Ein kurzer Blick auf Unison Researchs Geschichte spiegelt genau diese Philosophie wider: 1987 von einer kleinen Gruppe audiophiler Enthusiasten unter Führung von Giovanni Maria Sacchetti gegründet, glaubte Unison fest daran, „dass jedes Audio-Gerät nicht nur für das Ohr, sondern auch für das Auge Freude machen solle“, so steht es im Vertriebsprospekt zur Unternehmensgeschichte geschrieben. Dieser Aspekt ist mir persönlich ein besonders wichtiger: Ab einem bestimmten Preislevel darf der Käufer einfach von einer hochwertigen Verarbeitung ausgehen, die mit dem Kaufpreis korreliert; in dieser Hinsicht hat Unison Research gewiss noch nie enttäuscht.

Die ECC82 Eingangs-/Treiberröhren stammen von Gold Lion, hier ist durch Wechsel gegen gute NOS-Typen sicherlich noch eine klangliche Nuance mehr drin
Die ECC82 Eingangs-/Treiberröhren stammen von Gold Lion, hier ist durch Wechsel gegen gute NOS-Typen sicherlich noch eine klangliche Nuance mehr drin


  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.