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AudioMaster21 The GoldBug

09.05.2025 // Dirk Sommer

Ein Block aus einer Bronze/Aluminium-Legierung dient der tonalen Feinabstimmung
Ein Block aus einer Bronze/Aluminium-Legierung dient der tonalen Feinabstimmung

Bleiben wir noch einen Moment bei Scheiben aus den 80-ern, einem Crystal-Clear-Records-Direktschnitt, nach dem Einkauf in Erlangen ebenfalls eine Doublette in meiner Sammlung: Sonic Fireworks, ein Klangspektakel mit Orgel, Blechbläsern und Schlagwerk, das ich aus rein musikalischen Gründen schon seit Jahren unberührt im Regal stehen ließ. Wenn es allerdings darum geht, welch große Räume eine Kette zu suggerieren vermag, mit wie viel Energie Pauken und Becken in die eigenen vier Wände gedrückt werden können, ist die Scheibe ihren (Second-Hand-)Preis allemal wert. Es scheint, als hätte The GoldBug auf die tiefen Orgelklänge, die scharfen Bläsereinsätze und die mächtigen Pauken nur gewartet: Indem es Feinzeichnung, Schnelligkeit und Druck im Tieftonbereich verbindet, macht es die Scheibe zu einem audiophilen Erlebnis. Dieser Direktschnitt zeigt, was die Anlage kann, beeindruckt aber wie so viele aus dieser Zeit nicht durch das Repertoire oder die Interpretation. Die enormen Fähigkeiten des GoldBug bringt er aber bestens zur Geltung.

Für den in Kürze erscheinenden Bericht über die Stenheim Alumine FIVE SX habe ich eine meiner Lieblingsscheiben, Zakir Hussains Making Music, mit verschiedenen Tonabnehmern auf zwei unterschiedlichen Laufwerken gehört, um bei der momentanen Fülle von Testobjekten in meinem Hörraum sicherzugehen, was diese zum Klang beitragen und was die Stenheim. Dabei hat mich überrascht, dass sich The GoldBug auch vor mehrfach teureren Abtastern keineswegs zu verstecken braucht. Im Gegenteil: Dass es Impulsivität und Spielfreude mitbringt und sich trotz tonaler Ausgewogenheit auf einem grundsoliden Tieftonfundament bewegt, stand für mich ja schon länger fest, nicht aber, was es im direkten Vergleich mit höherpreisigen Tonabnehmer in puncto Raumabbildung zu leisten vermag.

Darüber, wie es eine Komponente mit der Räumlichkeit hält, gibt Ralf Koschnickes Aufnahme von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 verlässlich Auskunft, egal ob als File oder LP. Allerdings sind beide Versionen im Präsenzbereich nicht gerade zurückhaltend, was in Kombination mit Probanden mit ähnlicher Tendenz schon mal als Anflug von klanglicher Rauigkeit wahrnehmbar wird. Und hier bewegt sich The GoldBug gerade so an der Grenze. Deshalb probiere ich die nächst kleinere Abschlussimpedanz für Einsteins The Turntable's Choice, 150 Ohm, aus: Das ändert erfreulicherweise nichts an der präzise wahrzunehmenden Ausdehnung des Aufnahmeortes, auch die Tiefenstaffelung der Instrumentengruppen gelingt mindestens so gut wie mit der höheren Last. Aber das schönste ist, dass The GoldBug jetzt über den gesamten Frequenzbereich sehr geschmeidig und rund spielt – selbst bei ein wenig „giftigen“ Aufnahmen. Ich ziehe jedenfalls die Last von 150 Ohm vor, als Besitzer des AudioMaster21 würde aber noch einen Abschlussstecker für 200 Ohm ausprobieren wollen.

Da GoldBug wird erfreulicherweise mit einem funktionalen Nadelschutz geliefert
Da GoldBug wird erfreulicherweise mit einem funktionalen Nadelschutz geliefert


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