tests/25-12-09_eversolo
 

Eversolo DAC-Z10

09.12.2025 // Dirk Sommer

Der Eversolo lässt einem die Wahl zwischen sechs Filtern
Der Eversolo lässt einem die Wahl zwischen sechs Filtern

Da ich von einer nicht eingespielten Komponente, vor allem, wenn es sich um einen D/A-Wandler handelt, noch keine erfreulichen klanglichen Leistungen erwarte, verzichte ich auf erste Höreindrücke und lasse den DAC-D10 mit Files vom DMP-A10 in Endlosschleife vor sich hinspielen. Erst nach über 30 Stunden Dauerbetrieb nutze ich den Wandler für ein wenig Hintergrundbeschallung, wobei erwartungsgemäß nichts Negatives auffällt. Zur Einstimmung höre ich dann nach einer Nacht weiteren Einspielens Philip Catherine und Martin Winds Duo-Album New Folks. Rhythmisch harmonieren die beiden perfekt, wie der Eversolo schnell klar macht. Dank seiner hohen Auflösung wird auch hin und wieder das dezente Mitsingen des Gitarristen hörbar. Tonal gibt es keinerlei Auffälligkeiten, die Scheibe macht einfach Spaß. Besonders gelungen ist die Version von „Blues in the Closet“, bei der man beim Gitarren-Intro sehr fein die wechselnde Intensität der Verzerrungen und vereinzelte Griffgeräusche wahrnehmen kann, bevor der Bass die bekannte Melodie erklingen lässt, die Philip Catherine kurz darauf übernimmt: einfach Gute-Laune-Musik!

Die beiden Eingänge für Masterclocks sind für verschiedene Impedanzen ausgelegt
Die beiden Eingänge für Masterclocks sind für verschiedene Impedanzen ausgelegt

Um das ein oder andere Teststück komme ich einfach nicht herum, wenn ich die Leistung des DAC-Z10 einschätzen möchte. Das Tabla-Intro von Ravi Shankars „West Eats Meat“ vom Album Tana Mana untermauert den oben beschriebenen Eindruck: Der Eversolo agiert ungemein schnell, rhythmisch packend und detailverliebt. Auch der virtuelle Hallraum kann überzeugen. Der Hauptteil lenkt dann die Aufmerksamkeit auf die eher silbrigen Klangfarben und den packenden Groove der Aufnahme. Da vermisse ich ohne direkten Vergleich rein gar nichts. Natürlich macht es keinerlei Sinn, den Eversolo an der HUGO-TT2/M-Scaler-Kombination zu messen, dafür ist der Preisunterschied zu groß. Also nehme ich den Up-Scaler aus dem Signalweg und verbinde den Streamer direkt über USB mit dem TT2, der auch allein mehr als doppelt so teuer ist wie der DAC-Z10. Dafür bekommt man im Tiefbass auch ein wenig mehr Energie. Die tief hinten im Raum abgebildete Pauke kommt über den Chord-DAC etwas voluminöser und druckvoller rüber. Ansonsten kann ich keine Vorteile bei der Wiedergabe über HUGO TT2 entdecken.

Das Menü für die Clocks berücksichtigt auch solche mit 25 Megahertz
Das Menü für die Clocks berücksichtigt auch solche mit 25 Megahertz


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