Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt.
Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte sMB-Q370-Motherboard mit Prozessor, das sich bei zahlreichen Anwendern bewährt hat. In Kombination mit einer leistungsstarken i7-CPU und DDR4-RAM bietet es die Hardware-Leistung, die für die anspruchsvollsten Audiotechnologien erforderlich ist. Darüber hinaus ist der sMS-2000 mit dem erstklassigen Eunhasu-Betriebssystem von SOtM ausgestattet, das eine Reihe von Audiowiedergabe-Software unterstützt, darunter Roon, MPD und DLNA. Dieses Betriebssystem ist speziell auf High-End-Audio zugeschnitten, entfernt unnötige Elemente und bietet einzigartige Hardware-Steuerungsfunktionen, die ein unvergleichliches Hörerlebnis ermöglichen. All diese Funktionen, die zuvor als Einzelprodukte erhältlich waren, sind nun nahtlos in den sMS-2000 integriert.“ Zu diesen Produkten zählen auch die spezielle USB-Audio-Host-Karte und die Ethernet-Karte. Mit der Stand-Alone-Version von ersterer, dem USB Hub tX-USBultra hat sich Roland Dietl schon vor sieben Jahren beschäftigt: Die damit zu erzielenden klanglichen Verbesserungen waren eindeutig, wenn der USB Hub durch ein hochwertiges Netzteil gespeist wurde, und konnten noch einmal gesteigert werden, wenn er von einer externen Masterclock wie der sCLK-OCX10 getaktet wurde. SOtM würdigt in der Produktinformation zum sMS-2000 darüber hinaus den Beitrag des High-End-Audio-ATX-Netzteil sPM-ATX100 und der speziell entwickelten ATX-Stromkabel zu den klanglichen Leistungen des Streaming Transports.

Die Kollegen und ich haben in Artikeln über Server, Streamer, Streaming Transports und netzwerkgebundenen Speicher immer wieder darauf hingewiesen, dass diese, auch wenn sie in noch so schöne und aufwändige Gehäuse verpackt wurden, letztlich doch Computer sind. Das ist beim sMS-2000, wie man auch an der oben zitierten firmeneigenen Beschreibung erkennt, natürlich nicht anders und sogar noch ein wenig offensichtlicher. Damit meine ich keinesfalls das in meinen Augen beeindruckend gestaltete und sehr hochwertig verarbeitete Gehäuse. In der App für das Eunhasu-Betriebssystem sind jedoch einige Parameter einstellbar, die sonst bei Komponenten dieser Art eher nicht zu finden sind. So gibt es dort beispielsweise den Menüpunkt „System Config“, der mich an den Umgang mit Windows-Rechnern vor rund rund 40 Jahren erinnert. Hier lässt sich etwa die Frequenz einstellen, mit der der Hauptprozessor arbeitet: Man hat die Wahl zwischen einem nicht näher spezifizierten „Performance“ und einer Reihe von Werten zwischen „3.001 GHz Turbo“ und „800 MHz“. Da mir der SOtM-erfahrene Kollege bei der Einrichtung des sMS-2000 zur Seite stand, haben wir nach dem Hören der Default-Einstellung „Performance“ gleich wie von ihm vorgeschlagen die niedrigste Frequenz eingestellt: Die imaginäre Bühne gewann in Breite und Tiefe an Größe, die Wiedergabe wirkte einfach klarer und geriet auch noch ein wenig flüssiger. Solange der SOtM in meine Kette eingebunden ist, werde ich an dieser Taktung nichts mehr ändern.

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