Ein kleines Display in der Mitte des Vorverstärkers informiert über alle Betriebszustände und den gerade anliegenden Eingang. Und von denen gibt es jede Menge: Der PRE v2 verfügt über drei Line-Eingänge, wahlweise via RCA oder symmetrisch als XLR, Phono MM und MC und diverse digitale Eingänge aller gängigen Formate, kurzum: Es gibt kein Signal, das der Unico nicht verarbeiten könnte. Wer zum Beispiel den Bedarf sieht, zusätzlich noch einen DSP einzuschleifen, der nutzt dafür die Funktion „Line Loop“. Dafür sind die Anpassmöglichkeiten für Vinylfans etwas überschaubarer, über ein Mäuseklavier lassen sich folgende vier Optionen einstellen: MC High Output (100 Ohm, 40 Dezibel Verstärkung), MC Low Output (100 Ohm, 50 Dezibel Verstärkung), MM (47 Kiloohm, 33 oder 44 Dezibel Verstärkung). Für MM geht das ja noch in Ordnung, für MC Tonabnehmer bedarf es in aller Regel exakterer Anpassungen, was im Zweifel eine sparate Phonovorstufe erfordert, die dann einfach über einen der Line-Eingänge läuft. In meinem Setup habe ich den MM-Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO direkt über den Unico PRE v2 laufen lassen und das funktionierte ganz prima.


Die Endstufe Unico DM v2 wirkt beim Blick auf die technischen Daten schon fast furchteinflößend und hat nur noch wenig gemein mit den typischen Röhrengeräten von Unison Research, vergleiche hierzu zum Beispiel meinen Bericht über den Vollverstärker Unison Research Simply Italy Black Edition. Keine Ausgangsleistungen im niedrigen zweistelligen Wattbereich, sondern 220 Watt an acht Ohm oder 340 Watt an vier Ohm werden hier angegeben, damit gibt es im Grunde keine Einschränkungen bei der Wahl der Lautsprecher mehr. Dies wird erneut durch Hybrid-Technologie ermöglicht: Die Eingangsstufe ist als Doppeltrioden-Stufe mit zwei ECC82 Röhren in Class A ausgelegt, die Ausgangsstufe dagegen im kombinierten Class A / Class AB Betrieb als MOSFET-Endstufe.

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