tests/26-04-17_sotm
 

SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

17.04.2026 // Dirk Sommer

Oben im Bild sieht man die zum Lieferumfang gehörende NVMe-M2-Disk mit einer Kapazität von 500 Gigabyte
Oben im Bild sieht man die zum Lieferumfang gehörende NVMe-M2-Disk mit einer Kapazität von 500 Gigabyte

Mit JPLAY ist es übrigens sehr einfach, Tracks aus zwei unterschiedlichen Bibliotheken zu vergleichen: Oberhalb der Cover-Ansichten werden die Server angezeigt, die auf die jeweiligen Daten zugreifen. In diesem Fall sind das „Minimserver(Eunhasu)“ und „Minimserver(N-184C)“. Durch Tippen auf die ebenfalls in der Zeile eingeblendeten beiden Server-Symbole kann man wählen, ob nur die Alben eines oder beider Server dargestellt werden. Das schließt Verwechselungen aus und ist ausgesprochen komfortabel. Natürlich kann ich die Qualität der Wiedergabe von der internen Festplatte nicht nur mit einem Musikstück beurteilen. Deshalb wechsle ich zu einem meiner Teststücke, dem Anfang des ersten Satzes von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15. Die hatte ich bisher nicht über den sMS-2000 gehört und bin erstaunt, wie unverrückbar und präzise die Instrumentengruppen auf der ungewohnt großen Bühne platziert sind. Auch rhythmisch und tonal stimmt alles. So gut wird die Aufnahme von meiner üblichen Digitalkette jedenfalls nicht wiedergegeben. Aber vielleicht geht ja noch ein wenig mehr, wenn die Daten vom Melco kommen.

Ein Blick in JPLAY: Über den Alben findet man zwei Buttons zum Ein- oder Ausblenden der Inhalte der beiden Server und etwas weiter rechts ihre Bezeichnung
Ein Blick in JPLAY: Über den Alben findet man zwei Buttons zum Ein- oder Ausblenden der Inhalte der beiden Server und etwas weiter rechts ihre Bezeichnung

Nein, tut es nicht. Auch wenn ich hin und wieder glaube, einen hauchfeinen Unterschied entdecken zu können, erweist sich der Eindruck bei der Gegenprobe als nicht verifizierbar. Selbst wenn ich bei anderen Titeln noch minimale Unterschiede entdecken könnte, steht jetzt schon für mich fest, dass es sich bei etwaigen kleinsten klanglichen Differenzen keinesfalls um Qualitätsunterschiede handelt. An dieser Stelle reicht die Auflösung meiner in dieser Hinsicht gewiss nicht schlechten Kette einfach nicht aus, um präzise Aussagen zu machen. Auch die oben beschriebenen klanglichen Unterschiede bei der Wiedergabe von „Houdouth“ vom Melco und der internen SSD waren weniger stark ausgeprägt als die, die beispielsweise zwischen demselben Stück auftraten, wenn es einmal von einer „normalen“ NVMe-M2-Disk und einmal von einer kryogen behandelten Variante auf dem Eversolo DMP-A10 abgespielt wurde. Daher kann ich nur empfehlen statt in eine Streaming Bridge und einen netzwerkgebundenen Speicher zu investieren, lieber gleich einen sMS-2000 zu erwerben und ihn mit einer großen SSD auszustatten. Wer sicher gehen möchte, das Optimum aus dieser Konfiguration herauszuholen, sollte den Datenspeicher vor oder nach dem Aufspielen von Musik-Daten tiefgefrieren lassen.


  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 SSE – das Interview

    Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle. Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich…
    17.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition

    Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant. Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE…
    14.07.2026
  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.