tests/26-06-02_spendor
 

Spendor A1.2

02.06.2026 // Carsten Bussler

Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört.

Einleitend möchte ich kurz auf meine persönliche Perspektive zu diesem Lautsprecher eingehen. Denn was um Himmels Willen interessiert einen Hochwirkungsgrad-Junkie eine kleine Regalbox mit bescheidenem Wirkungsgrad? Tatsächlich habe ich mir diesen Lautsprecher selbst für einen Test ausgesucht, denn im Laufe der Jahrzehnte der Beschäftigung mit HiFi sind die bei mir zu Hause herumstehenden Lautsprecher immer größer und auch einfach „mehr“ in der Anzahl geworden. Das stößt nicht immer bei allen häuslichen Mitbewohnern auf uneingeschränkte Gegenliebe und tatsächlich fragte ich mich irgendwann selbst: Wie lange hast du eigentlich noch Lust, diese großen Trümmer zu Hause zu ertragen? Gibt es nicht kleine, einfache Plug-and-Play-Lösungen zum In-die-Ecke-stellen, die genauso viel Spaß machen? So wie zu Jugendzeiten, als die Boxen dort hingestellt wurden, wo halt Platz im Zimmer war. Und oft kommt es mir heute so vor, als hätte ich damals viel mehr Spaß am Musikhören gehabt.

Der Lautsprecher Spendor A1.2 ist mit seiner Frontfläche, die etwas schmaler als ein DIN A4-Blatt ist, ein wahres Schnuckelchen. Tolles Finish in der Furnierfarbe Oak, superbe Verarbeitung und mit knapp fünf Kilogramm ein echtes Leichtgewicht
Der Lautsprecher Spendor A1.2 ist mit seiner Frontfläche, die etwas schmaler als ein DIN A4-Blatt ist, ein wahres Schnuckelchen. Tolles Finish in der Furnierfarbe Oak, superbe Verarbeitung und mit knapp fünf Kilogramm ein echtes Leichtgewicht

Mir war klar, dass die Spendor A1.2 nicht unbedingt röhrenkompatibel ist, aber hier komme ich zum zweiten „Trigger“, der in Kombination mit dem oben genannten Platzfrust der eigentliche Auslöser für meine Wahl war. Ein geschätzter Freund und gleichzeitig sehr geerdeter HiFi-Fan, der mich oft genug auf den Boden der Tatsachen zurückholt, spielte mir seinen neuen Vollverstärker Musical Fidelity A1 vor. Sie wissen schon, das ist dieser neu aufgelegte Class-A-Klassiker aus den 1980er-Jahren. Ich bin von dem Gerät völlig begeistert und mein Bekannter, seines Zeichens bekennender UK-HiFi-Fan und Anti-HiFi-Gigantomane, ist (beziehungsweise war) auf der Suche nach einem neuen Lautsprecher. Also machte ich mich auf die Pirsch und schließlich waren sie bei mir zu Hause eingezogen, die beiden kleinen, schnuckeligen Spendor A1.2 Regalboxen. Zusammen mit dem leihweise ebenfalls bei mir eingezogenen Musical Fidelity A1, versteht sich. Und meinem Freund, der dank langer begeisterter Hör-Sessions, die er sich nicht entgehen lassen wollte, gefühlt nun ebenfalls bei mir zu wohnen schien…

Die magnetische gehaltene Schutzabdeckung verbirgt den Tiefmitteltöner mit EP77-Polymermembran sowie die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. Zum Hören kann die Abdeckung zwar leicht entfernt werden, aus klanglichen beziehungsweise akustischen Gründen ist dies aber nicht erforderlich
Die magnetische gehaltene Schutzabdeckung verbirgt den Tiefmitteltöner mit EP77-Polymermembran sowie die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. Zum Hören kann die Abdeckung zwar leicht entfernt werden, aus klanglichen beziehungsweise akustischen Gründen ist dies aber nicht erforderlich


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