tests/26-05-13_chord
 

Chord Company ChordMusic Kabel

13.05.2026 // Achim Schneider

Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen.

Die Chord-Produkte werden seit 2017 von DREI H in Deutschland und Österreich vertrieben. Da ich in Hamburg lebe und der Vertrieb ebenfalls in der Hansestadt ansässig ist, ließ ich es mir nicht nehmen, die Probanden persönlich bei DREI H-Chef Mika Dauphin und seinem Mitarbeiter Dalibor Beric abzuholen. Also nahm ich Kontakt auf und wir verabredeten einen Termin. Wie der Zufall es wollte, hatte sich an dem vorgesehen Tag auch Ian Kemsley, Export Sales Manager der Chord Company aus Amesbury, zum Besuch angesagt. „Dann kann der Chord-Experte gleich alle gewünschten Infos zu den Produkten geben und Sie können ihn mit ihren Fragen löchern“, schlug Vertriebsmann Beric vor. Eine prima Idee. „Tester-Herz was willst du mehr?“, dachte ich. Ich konnte nicht ahnen, was mich noch erwartete. Mika Dauphin, Dalibor Beric und Ian Kemsey nahmen mich am verabredeten Tag in Empfang und es ergab sich eine entspannte Runde, in der mich der Chord Sales-Manager mit reichlich Informationen über die britische Kabel-Company, ihre Entwicklungen und die Besonderheiten der exklusiven ChordMusic-Linie fütterte. Zudem beantwortete er jede meiner sinnigen und (und manchmal vielleicht auch) unsinnigen Fragen mit britischer Freundlichkeit und fachlicher Expertise.

Die ChordMusic Linie stellt die derzeitige Spitze des renommierten britischen Herstellers dar. Alle Top-Modelle werden im englischen Headquarter in Amesbury von Hand produziert
Die ChordMusic Linie stellt die derzeitige Spitze des renommierten britischen Herstellers dar. Alle Top-Modelle werden im englischen Headquarter in Amesbury von Hand produziert

Als sich unser Treffen dem Ende näherte und ich mich mit den bereitgelegten Testkandidaten – 2,5 Meter Lautsprecherkabel sowie 1,2 und 2 Meter XLR-Kabel – auf den Weg machen wollte, überraschte mich Dalibor Beric mit dem interessanten Vorschlag, was ich davon hielte, wenn er und Ian Kemsley mich begleiten würden, um die Kabel in mein Setup zu integrieren und wir gemeinsam die ersten Höreindrücke gewinnen. Das Angebot war zu verlockend, als dass ich es hätte ablehnen konnte. Wann bekommt man schon einmal die Möglichkeit, mit dem Sales Manager eines Herstellers im eigenen Hörraum zu sitzen und die Produkte seiner Company zu hören? In meinem Musikzimmer angekommen, inspizierten die beiden erst einmal ausgiebig mein Setup und die Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten. Um ihnen einen klanglichen Eindruck meiner Anlage zu geben, wurde der Brinkmann LaGrange mit ein paar LPs gefüttert. Die Vorführung fand Gefallen und sodann machten wir uns daran, meine angestammten Kondo-Lautsprecherkabel gegen die ChordMusic Kabel zu tauschen. Für den Hör-Check hatten wir uns auf die UHQR-Ausgabe von Steely Dans Aja geeinigt. Eine Aufnahme, mit der man auch kleinste Veränderungen in der Anlage bestens nachvollziehen kann. Nach und nach wechselten wir die XLR-Verbindung zwischen Phono- und Vorverstärker sowie zwischen Vorverstärker und Monos. Ich will meinen Testergebnissen nicht vorgreifen, nur eines sei an dieser Stelle angemerkt: Ian Kemsley und Dalibor Beric nickten sich zu. Ich interpretierte das als Zeichen stillschweigender Zustimmung für die Performance. Aber dazu später mehr.

Die auffälligen eisblauen Alu-Klemmen halten die beiden einzelnen Leiter zusammen und geben zudem die Richtung für den Anschluss vom Verstärker zu den Lautsprechern an
Die auffälligen eisblauen Alu-Klemmen halten die beiden einzelnen Leiter zusammen und geben zudem die Richtung für den Anschluss vom Verstärker zu den Lautsprechern an


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