tests/26-05-18_aavik
 

Aavik I-288

19.05.2026 // Achim Schneider

Die elegante und handschmeichlerische Fernbedienung ist nicht überfrachtet. Man kann externe Quellen anwählen und über die Sterntaste gelangt man ins Steuerungsmenü
Die elegante und handschmeichlerische Fernbedienung ist nicht überfrachtet. Man kann externe Quellen anwählen und über die Sterntaste gelangt man ins Steuerungsmenü

Ein technisches Detail ist dem Sales Manager noch wichtig. Die Vollverstärker der I-x88 Serie sind mit vollanalogen Frequenzweichenmodulen mit separaten Tief- und Hochpassfiltern ausgerüstet. Mit der sogenannten Crossover Technologie lassen sich Lautsprecher äußerst bequem in jedem Hörraum abstimmen. Man kann zudem einen aktiven Subwoofer anschließen und die Übergangsfrequenzen fein abstimmen, um einen optimalen Übergang zu erhalten und die Speaker zu entlasten. Folgende Optionen bietet die aktive analoge Frequenzweiche: Monitore optimieren, den Raumbass anpassen, einen Subwoofer hinzufügen, Bi-Amping mit zusätzlicher Endstufe.

Bevor ich meine Erfahrungen aus den Hörsessions mit Ihnen teile, noch eine kleine Anekdote. Es gibt in der Hamburger Speicherstadt seit den achtziger Jahren einen Veranstaltungsort mit dem Namen „Dialog im Dunkeln“. Hier lernt man in völliger Dunkelheit, sich auf Geräusche, Berührungen und die eigene Intuition zu verlassen. Ich habe den Ort einige Male besucht und ganz besondere Momente erlebt. Sie waren geprägt von Stille. Und ich meine damit absolute Stille! Genau solch einen Moment habe ich nun in meinem Hörraum erlebt. Als ich den Aavik I-288 angeschlossen habe und den ersten Track zum Kennenlernen gespielt habe, bin ich, wie man heute sagt, total geflasht. Diese Souveränität, diese Kraftentfaltung, diese Dunkelheit in der Performance – das hat mich beeindruckt. Ich brauche nur noch die Augen zu schließen und die Schwärze und Gelassenheit der Musik beamt mich zum Dialog im Dunkeln.

Eine Platte, die ich immer gern zum Gerätecheck auf den Plattenteller lege, ist In Light des Singer Songwriters Alon Lotringer (LOSW 006). Sie wurde im LowSwing Records Studio von Guy Sternberg komplett mit analogem Equipment der 60er und 70er Jahre aufgenommen. Das 140-Gramm-Vinyl gibt es neben der Standard-Pressung auch als auf 500 Exemplare limitierte 45-Umdrehungen-pro-Minute-One-Step-Pressung, von der ich eine besitze. Diese Ausgabe wurde bei Nordsø Records in Kopenhagen gepresst. Dänische Pressung mit dänischem Verstärker, das muss doch matchen, oder? Das tut es auch. Gleich zu Beginn von „The Moments that I couldn’t beat“ erlebe ich diese beinahe unheimliche Ruhe und Souveränität gepaart mit kräftigen Bassimpulsen und einer intensiven Stimme, die einen mit ihrer Präsenz sofort einfängt. Dieses auf Zwei-Zoll-Band aufgenommene und auf eine Telefunken A15 abgemische Album ist eine außergewöhnliche Produktion und im Zusammenspiel mit dem I-288 wird das bei jeder Note klar.

Mit Darkz Gerätefüßen von Ansuz lassen sich weitere Aavik Geräte wie DAC oder Streamer auf dem Verstärker platzieren
Mit Darkz Gerätefüßen von Ansuz lassen sich weitere Aavik Geräte wie DAC oder Streamer auf dem Verstärker platzieren


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