Während der ersten drei Stücke von Hubris wechsele ich mehrmals zwischen dem Lastimpedanzen 75 und 100 Ohm. Beim höheren Wert umgibt ein wenig mehr Luft den Flügel, Transienten wirken sehr realistisch. Einzelne Anschläge hoher Töne kommen mit derart viel Energie rüber, dass man sich an legendäre Three-Blind-Mice-Scheiben erinnert fühlt. Auf „Invisible Corridor / Sunday Song – Monday“ lotet Richard Beirach den gesamten Tonumfang seines Flügels aus. Neben ungezügelten Tiefton-Eruptionen und hart angeschlagenen kurzen Saiten, stehen melodiöse, fast lyrische Tonfolgen: enorm spannend, fesselnd und auch unter audiophilen Gesichtspunkten ein Erlebnis. Der R-588 treibt auch das Lyra Etna zu klanglichen Höchstleistungen.

Wenn schon mal eine so nahezu nebengeräuschfreie Phonostufe wie die R-588 bei mir im Hörraum verfügbar ist, muss ich einfach mein Jan Allaerts MC 2 Finish in einen Arm einbauen. Das wäre eines meiner absoluten Lieblingssystemen, wenn es die in den technischen Daten angegebene Ausgangsspannung von 0,2 Millivolt wirklich liefern würden. Da es das aber nicht tut, ist selbst bei sehr guten Phonostufen wie The Turntable's Choice ständig ein Rauschen zu hören. Ganz leicht ist das an extrem leisen Stellen von Carla Bleys sehr dynamischen „Life Goes On“ beim R-588 mit einer Verstärkung von 64 Dezibel und einer Last von 800 Oh zwar auch wahrzunehmen, aber nur, wenn man sich sehr darauf konzentriert. Damit wird man aber sofort durch den musikalischen Fluß und die ungemein stimmige und geschmeidige Wiedergabe von MC 2 finish und R-588 versöhnt. Trotz aller Geschmeidigkeit erklingen Flügel, E-Bass und Saxophon nie weichgespült, sondern kommen mit ihren typischen Ecken und Kanten rüber. Die Bass-Energie ist bestens ausbalanciert, trotz des für Steve Swallows halbakustischen E-Bass ungewöhnlich fetten Sounds wird der Raum nicht überladen. Das Saxophon changiert zwischen bissiger Attacke und hingehauchten Tönen, während beim Flügel jederzeit zu hören ist, welchen Anteil Holz an der Entstehung der Klänge hat: Tonabnehmer und Phonostufe ergänzen sich perfekt.
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Gehört mit
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| Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | AMG 12JT, Thiele TA01, Einstein 9“ |
| Tonabnehmer | Vertere Ruby one, DS Audio DS-W3, Jan Allaerts MC 2 Finish, Lyra Etna |
| Phonostufe | Einstein The Turntable's Choice, WestminsterLab DS Audio Phonoeinschub |
| Vorstufe | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen T5 SSE |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, ForceLines, Ansuz Speakz D-TC Supreme und Mainz D2, Ortofon TSW-5000 Silver, AC 5000Si Silver |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Acapella Basis. Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Degritter MK II, ramar Plattenbürste |
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Herstellerangaben
Aavik Acoustics R-588
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| MC-Eingang | 1 x Cinch, potentialfrei, max. Eingangspegel: 5mVrms, 58dB oder 64dB Verstärkung bei 1kHz, Eingangswiderstand einstellbar von 50Ω bis 10kΩ |
| Optischer Eingang | 1 x Cinch, max. Eingangspegel: 500mVrms, Verstärkung: 26dB |
| Frequenzgang (MC) | 58dB: +0,1/-0,4dB (20Hz - 20kHz), 64dB: +0,1/-1,7dB (20Hz - 20kHz) |
| Frequenzgang (optisch) | +0,1/-0,3dB (20Hz - 20kHz) |
| Ausgang | 1 x Cinch, Verzerrung: 0,05% (THD bei 1kHz, Nenneingangsspannung), 70Ω Ausgangsimpedanz |
| Aavik Rauschunterdrückung | 108 Active Tesla Coils, 216 Active Square Tesla Coils, 9 Dither Schaltungen |
| Leistungsaufnahme | 1W Standby, <40W im Betrieb |
| Netzspannung und -strom | 100 - 240V Wechselstrom, 50–60 Hz, max. 3,15 A |
| Abmessungen | 440 x 430 x 116mm |
| Gewicht | 21kg |
| Preis | 25.000 Euro |
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Hersteller
Aavik Acoustics
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|---|---|
| Adresse | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
| Telefon | +45 40 51 14 31 |
| sales@aavik-acoustics.com | |
| Web | aavik-acoustics.com |
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