Eversolos Streamer DMP-A10 beeindruckte mit seinem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis und seiner prallen Ausstattungsfülle. Aber in meiner Kette im Wohnzimmer mit M-Scaler und HUGO 2 arbeitet er nur als reiner Datenlieferant. Kann das Eversolos neuer Streaming Transport T10 noch besser?
Zumindest nach dem ersten Blick auf das rückseitige Anschlussfeld darf man das vermuten, denn dort befinden sich wie beim Eversolo DAC-Z10 zwei BNC-Anschlüsse für die Verbindung mit einer externen Clock, entweder mit einer Impedanz von 75 oder einer von 50 Ohm. Die Auslegung für zwei Widerstandswerte und die Taktfrequenzen 10 oder 25 Megahertz ist sicherlich kein besonders preistreibendes Ausstattungsmerkmal, aber dennoch sehr löblich, da sie die Chance der Kompatibilität mit bereits vorhanden Clocks erhöht. Apropos Preis: Der für den T10 liegt bei gerade einmal 2200 Euro. Da wäre beispielsweise die Kombination mit einer SOtM- oder Mutec-Ref10-Clock ein Missverhältnis. Eine Mutec REF10 NANO stellte da schon eine bessere Wahl dar – und es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr eine Eversolo Clock verfügbar sein wird. Aber auch die im T10 verbaute Clock ist von hoher Qualität: Er bezieht seinen 10-Megahertz-Takt vom einem hochpräzisen, beheizten Quarzoszillator.

Auch sonst hat Eversolo dem T10 nur das Beste aus seinem Baukasten spendiert: Das lineare Netzteil besitzt einen O-Kern-Transformator, eine Sonderform eines Ringkerntrafos mit rundem oder ovalem Kern, der sehr geringe elektromagnetische Interferenzen verursacht, jedoch eine aufwändigere Wicklungstechnik erfordert. Acht Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher sind das Doppelte dessen, worauf beispielsweise der DMP-A10 zurückgreifen kann. Für das Betriebssystem stehen sowohl dem Streamer-, als auch dem Streaming-Transport-Topmodell 64 Gigabyte eMMC-Speicher zur Verfügung. Ein leistungsstarker ARM-acht-Kern-Prozessor sorgt beim T10 für ausreichend Rechenleistung für das Streamen in hoher Auflösung und das Durchsuchen umfangreicher Musikbibliotheken. Er kann PCM-Datenströme mit 32 Bit und 768 Kilohertz sowie DSD512 verarbeiten, ermöglicht bis zu 16-faches Upsampling und verfügt darüber hinaus noch über ausreichend Rechenkapazität für das evotune™-Raumkorrekturprogramm, einen 40-Band-Equalizer, Loudness und dynamische Kompression. Diese Features mögen den T10 für viele potentielle Nutzer ebenso interessant machen wie die Vielzahl von unterschiedlichen spektralen Darstellungen des Musikgeschehens, VU-Meter- und sogar eine Cassetten-Animation auf dem 8,6-Zoll-Display.

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