
Den Grund für den höheren Innenwiderstand nennt Ortofons Elektroakustik-Ingenieur auch: „Es wurden mehr Wicklungen hinzugefügt, um die Ausgangsleistung des Tonabnehmers zu verbessern. Darüber hinaus wurde ein dünnerer Draht verwendet, was ebenfalls die Impedanz erhöhte. Der dünnere Draht ermöglichte es uns, mehr Wicklungen unterzubringen, ohne den Luftspalt zu vergrößern oder die bewegliche Masse von Spulen und Spulenträger zu verändern, was den Frequenzgang beeinträchtigt hätte.“
Für Besitzer von Entzerrervorverstärkern mit MC-Eingang ist die Erhöhung des Innenwiderstands unproblematisch: Man stellt beispielsweise beim Upgrade vom MC-Diamond zum Vertex lediglich einen höheren Lastwiderstand ein oder wechselt – wie etwa bei Einsteins The Turntable's Choice – den Widerstandsstecker. Bevorzugt man allerdings die erste Pegelerhöhung durch Übertrager, sollte man für Tonabnehmer mit einem Innenwiderstand von sechs Ohm wie beim MC Diamond einen anderen Step-Up-Transformer wählen als für das MC Vertex mit einer Impedanz von 19 Ohm. Die Verringerung des Gewichts des Abtasters macht es trotz der leichten Reduzierung der Nadelnachgiebigkeit zumindest in meinem Fundus mit eher mittelschweren Tonarmen leichter, einen geeigneten Spielpartner für das MC-Vertex zu finden, wie die kurze Beschäftigung mit einem Rechner zur Bestimmung der gewünschten Resonanzfrequenz der Tonarm/Tonabnehmer-Kombination zeigt.

Doch nun zur bedeutendsten Innovation beim MC Vertex, dem gleichnamigen Nadel-Schliff. Schon während der High End hatte ich gehört, dass der Vertex-Schliff eine Kombination dem Replicant 100 und dem Micro Ridge sei und das auch in einem Mini-Artikel veröffentlicht. Aber sicherheitshalber habe ich noch einmal bei Dovydas Vaitkus nachgefragt. Seine Antwort: „Ja, in gewisser Weise ist der neue Schliff von beiden inspiriert. Die Form des Vertex-Diamanten ähnelt eher dem Replicant 100, da beide eine sehr breite Kontaktfläche aufweisen. Der Vertex-Diamant verfügt gegenüber dem Replicant 100 über einen verbesserten Abtastradius (niedriges r) und einen größeren Kontaktradius (großes R), was die Wiedergabe der hohen Frequenzen verbessert, insbesondere in den inneren Rillen.
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