Erinnern Sie sich noch? Es ist bereits eine ganze Weile her, da haben Hifi-Fans ihre Lautsprecher auf Tennisbälle gestellt, um einen besseren Klang aus ihnen herauszukitzeln. Oder sie haben abenteuerliche Selfmade-Konstruktionen gebastelt, auf denen die vielleicht nicht ganz highendigen Schallwandler platziert wurden.
Das ist lange her und in der Zwischenzeit hat sich in Sachen Lautsprecher-Füße einiges getan. Es gibt eine große Zahl an Herstellern, die Basen, Spikes oder Ständer mit unterschiedlichen Konzepten und Materialien produzieren, um den Klang von Hifi-Anlagen zu verbessern. Ich bin ausgesprochen zufrieden mit der Performance meiner Consensus CRT Spikes, die der viel zu früh verstorbene Stefan Fekete eigens für seine Lautsprecherlinie entwickelt hat. Deswegen habe ich einem Test der gut beleumundeten Isolatoren – so werden die Füße vom Entwickler bezeichnet – von IsoAcoustics entspannt entgegengesehen. Was soll sich schon großartig ändern? Meine Lautsprecher fühlen sich auf ihren spitzen Füßen äußerst wohl und beweisen das seit vielen Jahren in meinem Set-up. Sie klingen für meine Ohren richtig gut!
Doch der Reiz, etwas Neues auszuprobieren, ist nach vielen Messen und Gesprächen mit Gleichgesinnten und Fachleuten immer stärker geworden und so habe ich meinem Kollegen Dirk Sommer vorgeschlagen, die GAIA Neo-Füße von IsoAcoustics für Hifistatement zu testen. Ein Anruf bei Jan Sieveking, der vor zwei Jahren den Vertrieb der kanadischen Produkte übernommen hat, schon waren die Probanden auf den Weg nach Hamburg.
IsoAcoustics-Gründer Dave Morrison startete seine berufliche Karriere in Radio- und Fernsehstudios. Mehr als 20 Jahre lang plante und realisierte Morrison zahlreiche Studios für die Canadian Braodcast Corporation. Er war unter anderem bei der Entwicklung eines der größten Multi Media Centers weltweit mit Studios für Theater, Musik, Film, Sounddesign, Radio und Fernsehen involviert.
Für den Studiobereich entwickelte der Tüftler dann auch seine ersten Isolatoren. Jan Sieveking hat eine Geschichte dazu parat: „Morrison hatte festgestellt, dass die gleichen Abhörmonitore in verschiedenen Aufnahmestudios der öffentlich-rechtlichen Sender unterschiedlich klangen, je nach Mischpult, Beschaffenheit des Raumes und des Fußbodens. Die Konsequenz daraus war, dass die Aufnahmen in unterschiedlichen Studios anders abgemischt wurden. Mit dieser Erkenntnis hat Morrison seine experimentellen Studien zur Entwicklung von Isolatoren begonnen und sie schließlich auf den Markt gebracht.“
Nach der erfolgreichen GAIA-Serie für den audiophilen Bereich ist mittlerweile die runderneuerte GAIA Neo-Serie auf dem Markt, die hier Gegenstand meiner akustischen Untersuchungen sein soll. Die hochwertig verarbeiteten und geschmackvoll designten Lautsprecherfüße gibt es in drei Modellvarianten, die sich in Größe und Tragfähigkeit unterscheiden. GAIA I trägt Lautsprecher bis zu 100 Kilogramm, GAIA II bis zu 55 Kilogramm und GAIA III bis 32 Kilogramm. Der Hersteller empfiehlt, unbedingt das von der Tragfähigkeit geeignete Modell für das entsprechende Gewicht des Speakers zu verwenden. Auf der Website von Sieveking Sound gibt es dafür einen Produktfinder, der die Suche nach dem passenden Produkt erleichtert. „Ein größeres Modell mit höherer Tragkraft sorgt auf keinen Fall für ein besseres Klangerlebnis“, erklärt Sieveking die Wichtigkeit der Auswahl. Die GAIA Neo sind wahlweise im edlen Dark Chrome oder im halbmatten Schwarz zu haben.

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