boulevard/22-11-18_finite
 

Ein Besuch bei Finite Elemente

18.11.2022 // Dirk Sommer, Birgit Hammer (Fotos)

Ich denke, es geht mir wie vielen Audiophilen: Es macht Spaß, mit Zubehör und Kabeln nach möglichen Verbesserung in der Kette zu suchen. Viel seltener tauscht man Verstärker und Quellgeräte, und fast niemand trennt sich auch nur versuchshalber von seinen Lautsprechern. Nahezu ein Tabu-Thema sind Racks. Ein Fehler, wie ein Besuch in Meschede zeigte.

Zumindest muss ich mir nicht vorwerfen, das Thema Geräteaufstellung sträflich vernachlässigt zu haben. Seit den späten 90-er Jahren standen meine Komponenten auf den feinen Pagode-Racks von Finite Elemente. Alle ein, zwei Jahre kam Luis Fernandes vorbei, um wieder eine Verbesserung zum Test zu präsentieren. Mal waren es Cera Base statt der serienmäßigen Füße, mal Rahmen mit Resonatoren, mal die Heavy-Duty-Variante für die Laufwerksebene. Da jeder postulierte Fortschritt klanglich auch tatsächlich leicht nachvollziehbar war, machte ich mir im Bewusstsein, meine Gerätschaften bestmöglich aufgestellt zu haben, um Racks keine weiteren Gedanken. Doch dann wurde es um Finite Elemente ruhiger und Luis Fernandes gehörte plötzlich nicht mehr zum Team. Updates bleiben aus. 2014 entdeckte ich dann bei einem Freund ein spannendes Hifi-Regal, das mich dank seines technischen Auftritts auch optisch beeindruckte. Als mir dann der Vertrieb, damals Jörg Kleins Hörgenuss für Audiophile, einen Test anbot, sagte ich nicht nein. In der Folge musste mein Master Reference 750 mit vier Ebenen sowie ein Master Reference Heavy Duty 600 mit ebenfalls vier Ebenen den Artesanias weichen.

Die Zentrale der feinen Anlage im Hörraum bildet Chord Electronics' DAVE, Daten liefern ein Melco N100 und ein Lnygdorf CD-2 an einen M-Scaler. Ascendo-Monoendstufen liefern jede Menge Leistung für die Audio Physic Midex
Die Zentrale der feinen Anlage im Hörraum bildet Chord Electronics' DAVE, Daten liefern ein Melco N100 und ein Lnygdorf CD-2 an einen M-Scaler. Ascendo-Monoendstufen liefern jede Menge Leistung für die Audio Physic Midex

Doch dann startete Finite Elemente wieder durch und Luis Fernandes lieferte innovative Ideen für den neuen Besitzer, die Kopf Möhring GbR. Inzwischen firmiert Finite Elemente wieder als GmbH mit Werner Möhring und Luis Fernandes als Geschäftsführern sowie Stefan Kopf als drittem Gesellschafter. Da Wolfgang Kemper die beiden ein wenig in die Jahre gekommenen Pagode-Racks nutzt, lag es nahe, dass er sie mit der aktuellen MKII-Variante vergleicht. Und wie immer, wenn Luis Fernandes klanglichen Zugewinn verspricht, war es auch hier so: Wolfgang Kemper attestierte der neuen Version ein beträchtliches Plus in Sachen Dynamik, Auflösung und Homogenität. Auch in meiner Kette findet sich wieder eine Finite-Elemente-Plattform: Die Einstein-Endstufe steht auf einer Carbofibre°-HD-Stellfläche. Seit einiger Zeit gibt es auch ein absolutes High-End-Modell von Finite Elemente: das Pagode MKII Carbon Edition. Wenn schon die Carbofibre°-HD-Flächen in einem „normalen“ MKII deutliche Klangvorteile bewirken, wie Wolfgang Kemper in einem weiteren Test festgestellt hat, sollte man sich die Carbon Edition eigentlich nicht entgehen lassen. Aber zur Beliebtheit von Rack-Vergleichen habe mich ja schon eingangs geäußert.

Zum Vergleich der Racks wanderte der Lyngdorf CD-2 vom Pagode Edition der vorherigen Generation rechts zum optisch sehr ähnlichen Pagode Edition MKII links. Das wurde dann durch eine Carbofibre°-Stellfläche aufgewertet, bevor der CD-2 auf dem Pagode MKII Carbon Edition in der Mitte landete
Zum Vergleich der Racks wanderte der Lyngdorf CD-2 vom Pagode Edition der vorherigen Generation rechts zum optisch sehr ähnlichen Pagode Edition MKII links. Das wurde dann durch eine Carbofibre°-Stellfläche aufgewertet, bevor der CD-2 auf dem Pagode MKII Carbon Edition in der Mitte landete


  • Mal wieder in Gröbenzell: Angus Leung

    Der Besuch von Angus Leung, dem Firmenchef von WestminsterLab und Marketing-Beauftragten von Lumin, und Krey Baumgartl vom Deutschland-Vertrieb IAD vor der High ist schon fast zur Tradition geworden. Aber auch zwischen den Messen schauen die beiden glücklicherweise gern mal vorbei. Dieses Mal ging es um den Vollverstärker Omne von WestminsterLab. Wenn Ihnen der Name des Verstärkers bekannt vorkommen sollte, dürfte es daran liegen, dass hifistatement.net bereits im Februar des vergangenen Jahres über dessen Vorstellung im…
    13.03.2026
  • Interview mit Marcin Hamerla und Paweł Gorgoń, HEM

    Ende Januar hatten sich Dirk Sommer und ich mit Marcin Hamerla, HEM CEO, und Paweł Gorgoń, HEM Head of R&D, zum Interview per Teams verabredet. HEM ist das Unternehmen, das hinter der Marke Ferrum Audio steht. Roland Dietl: An USB als Audio-Verbindung scheiden sich bekanntlich die Geister. Da passt es perfekt, dass Ihr mit uns über USB sprechen wollt. Warum eigentlich? HEM:Wie Ihr wisst, werden wir in Kürze einen Streamer auf den Markt bringen. Es…
    27.02.2026
  • Eine Acapella Hyperion zieht um

    Der Titel bezieht sich auf die folgende Fotogeschichte. Sie dokumentiert den Aufbau einer Hyperion und lockert das Interview optisch auf, das ich mit Richard Rudolph, dem neuen Geschäftsführer von Acapella Audio Arts, und Marc Lindike, dessen Firma Unbelievable Audio ab sofort für den weltweiten Vertrieb der Schallwandler aus Duisburg zuständig ist, führte. Dirk Sommer: Heute ist ja der Tag, wo zum ersten Mal die neue Struktur von Acapella greift. Die Besitzverhältnisse haben sich geändert. Richard,…
    13.02.2026
  • Ein Besuch bei „Audio Freak“ Markus Wierl

    Vor kurzem erwähnte ich Dirk Sommer gegenüber, dass ich nach wie vor Interesse an einem Bass-Array-Test in meinem Hörraum samt Bericht hätte. Sofort fiel der Name Markus Wierl, er ist Spezialist für Trinnov und ihr WaveForming für Bass-Arrays. Aus einem Test in den eigenen vier Wänden wurde zunächst ein Besuch beim selbsternannten Audio Freak. Vorab habe ich mich mit Markus telefonisch ausgetauscht, um herauszufinden, was wir gemeinsam unternehmen möchten. Für einen ersten Bericht hat er…
    23.01.2026
  • hifistatement.net intern – Teil 9

    Wider Erwarten habe ich die Selbstdarstellungen der Kollegen mit viel Freude gelesen, da ich noch einiges Neues erfahren konnte. Selbst wenn man sich schon lange kennt, hat man vielleicht nie darüber gesprochen, wie man zu unseren Hobby gekommen ist. Doch mit meinem Text beschließen wir die Reihe. Ab sofort geht’s mit Tests weiter. Versprochen. Ich beschäftigte mich schon während der Schulzeit mit simplen Radio- und Lautsprecherbasteleien und, sobald es die Finanzen erlaubten, mit richtigem HiFi.…
    07.01.2026
  • hifistatement.net intern – Teil 8

    Wenn es um Fotos in hifistatement.net geht, und zwar meist um solche von Messen, Firmenbesuchen oder Aktivitäten im Hörraum, taucht oft ein anderer Name auf als der von Helmut Baumgartner: Birgit Hammer. Meine Gattin macht aber nicht nur Aufnahmen für's Magazin, sondern erledigt auch organisatorische Aufgaben und betreut unseren Instagram-Auftritt. Ein Leben ohne Musik ist für mich nicht vorstellbar. Schon als Kind war Musik für mich enorm wichtig, zuerst beim Zuhören, wenn meine Mutter beispielsweise…
    05.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.