Dynaudio Special Forty

28.08.2017 // Wolfgang Kemper

Dynaudio feiert sein 40-jähriges Jubiläum und beschert uns zu hierzu einen kleinen, feinen Lautsprecher in edler Optik und mit Dynaudio-typischen Eigenschaften. Wir dürfen von der Dynaudio Special Forty zum feierlichen Anlass ein klangliches Statement erwarten.

Bei Dynaudio schaut man auch nach so vielen Jahren nicht nur stolz auf das Erreichte zurück, sondern ist noch hungriger denn je auf neue Technologien und Technik. So ist es auf der Firmen-Homepage zu lesen. In Relation zum Paarpreis von 3000 Euro, zuzüglich der passenden Ständer für 400 Euro, darf man die Dynaudio Special Forty als Meilenstein des aktuell Machbaren bei den Dänen ansehen. In diesem kleinen Lautsprecher ist nicht allein das technische Knowhow der vergangenen 40 Jahre umgesetzt. Darüber hinaus glänzt dieser Lautsprecher mit Innovation.

Der Hörtest startet an meiner Audio-gd Vorstufe mit dem Spectral DMA-100 Endverstärker. Als erstes Album kommt Gregory Porters Take Me To The Alley in 192-Kilohertz-Highres-Qualität vom Melco Netzwerk-Spieler. Das gefällt mir auf Anhieb. Die Lautsprecher sind eingespielt und erinnern mich klanglich sofort an die Dynaudio S 1.4 LE, die ich vor knapp einem Jahr gemeinsam mit meinem kollegialen Freund Jörg-Peter Schimmel an dieser Stelle testete: Was den Preis anbelangt, liegt die Jubiläums-Dynaudio etwas darunter. In der Konstruktion finden sich Parallelen. In der Optik unterscheiden sie sich deutlich.

Die passenden Dynaudio Stand 6 gibt es in diversen Oberflächen. Auch sie tragen zum Klang bei
Die passenden Dynaudio Stand 6 gibt es in diversen Oberflächen. Auch sie tragen zum Klang bei

Gregory Porter entsprach mit seiner kräftigen, körperhaften Stimme in der Tonalität meinen Vorstellungen. Auch Details in Stimme und Instrumentierung wurden sauber und in natürlicher Größe wiedergegegben. Das war schon sehr ordentlich. Aber ich weiß um den Charakter der Spectral-Endstufe und habe etwas Geeigneteres parat. Seit geraumer Zeit besitze ich – leider nur zu Testzwecken – den neuen Vollverstärker FLS 10 von Audia Flight. Der kostet um die 10.000 Euro und ist, wie ich ihn in den vergangenen Tagen an meinen Audio Analysis-Bändchen kennengelernt habe, ein Ausbund an Präzision, Kraft und musikalischem Feingefühl. Gut, von der Preisstellung ist er sicher überdimensioniert, gemessen an dem, was üblicherweise investiert wird, wenn man sich Lautsprecher in der Preisklasse der Dynaudios anschafft. Aber es gibt von Audia Flight einen Vollverstärker für unter 3000 Euro, der dem FLS 10 sehr verwandt ist und vom Charakter ähnliche Eigenschaften aufweist. Den 36 Kilogramm schweren Vollverstärker trage ich nun mit tatkräftiger Unterstützung meines Sohnes in meinen großen Hörraum, wo die Special Forty auf den passenden, seidenmatt-schwarzen Dynaudio Stand 6 aufgebaut sind. Diese Ständer sind aus musikalischer Sicht eine dringende Empfehlung. Sie passen optisch zum Lautsprecher und man kann zwischen fünf Oberflächen auswählen. Eine Durchführung für das Lautsprecherkabel ist vorhanden. Die Top-Platte ist auch für die Aufnahme von Spikes vorbereitet. Diese gehören ebenfalls zum Lieferumfang. Nutzt man sie, bohren sie sich in den Boden des Lautsprecher-Gehäuses. Damit ist eine rigide Ankopplung gegeben. Will man seine Special Forty nicht verletzen – so wie ich die Test-Exemplare – verwendet man anstelle der Topspikes die beiliegenden kleinen Gummipfropfen in den Spike-Gewinde-Löchern.


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